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Klein aber widerständig? LED-Stiftsockellampen im Test

Das gesamte Marktangebot für alle geläufigen Lampenformen ist nun auf LED-Lampen umgestellt. Es gibt entsprechend der Vorgaben der Europäischen Union auch keine Lampen in Halogen-Ausführungen mehr, da die die Inverkehrbringung für Halogenlampen (und in besonderer Weise für Glühlampen) nicht mehr erlaubt ist.


Quelle: shutterstock_Fotokostic


Das ganze Angebot? Nein, es gibt Ausnahmen, und nicht nur ein kleines Dorf in Gallien. Halogenstäbe (mit dem Sockel R7s) und sogenannte Stiftsockel-Lampen ohne Reflektor – mit den Sockeln G4 und G9 – dürfen auch nach wie vor in Halogenausführung angeboten werden. Die Zahl 4 und 9 bei den Sockelbezeichnungen steht übrigens für den Abstand der Anschlussstifte (Pins) in Millimeter. G4-Lampen sind für Niederspannung (12 Volt) und G9 für Netzspannung (230 Volt) vorgesehen. Diese Lampen werden in der Regel in Leuchten eingesetzt, die nur wenig Platz für das Leuchtmittel haben und oft auch einen Reflektor integriert haben. Sie sind meist in der Beleuchtung von Badezimmerspiegelschränken, Dunstabzugshauben oder auch in filigraner gebauten Schreibtischleuchten zu finden.

 

Bedingt durch das geringe vorgesehene Platzangebot für diese Lampenbauform gelten für das technische Design dieser Lampen besondere Anforderungen – die LED-Lampen möglicherweise „ins Schwitzen bringen“ können. Aber auch wenn Halogenvarianten nach wie vor angeboten werden dürfen, hat sich das betreffende Sortiment in LED-Ausführungen in den letzten Jahren merklich verbreitert.

 

Grund genug für topprodukte.at, diesen kleinen Lampenbauformen auf den Zahn zu fühlen, ob diese als LED bereits ein vollwertiger Ersatz – so wie bei den vielen anderen klassischen Lampenformen – für Halogenvarianten sind.

 

Das topprodukte.at-Team hat aktuelle gängige Stiftsockel-Lampen mit G4- und G9-Sockeln getestet: Wie schneiden diese kleinen Geschwister der LED-Birnen und Spots hinsichtlich Effizienz ab, wie gut ist die Lichtqualität – auch hinsichtlich Flicker – und was sollte beachtet werden?

 

Nun – das Fazit des topprodukte.at-Tests: Die Effizienz der LED-Alternativen ist – nicht überraschend – um ein Vielfaches höher als die der vergleichbaren Halogenlampen. Auch bei Farbwiedergabe, Farbtemperatur und in der Regel auch bei Flicker ist alles zum Besten bestellt. Kritisch wird es nur, wenn die Werte für den Lichtstrom (die abgegebene Lichtmenge) vergleichbar hoch wie bei Halogen sein soll oder wenn die Leuchte nur wenig Platz für das Leuchtmittel zulässt – dann kann es buchstäblich eng werden für Alternativen im Bereich LED.

 

Die Details haben wir unten für Sie zusammengefasst.

 

17 Stiftsockel-Lampen im Test

 

Getestet wurden acht G4-Lampen (für den Betrieb mit 12 Volt) von sieben Herstellern und neun G9-Lampen (für 230 Volt) ebenfalls von sieben Anbietern, jeweils im Vergleich zur althergebrachten Halogenausführung.

 

Der deklarierte Lichtstrom der LED-Lampen reichte von 100 bis 300 Lumen bei der Niederspannungsvariante (G4) und von 200 bis 470 Lumen bei der 230-Volt-Ausführung (G9). Hier sind wir auch schon bei einer der Herausforderungen, bei der sich LED-Lampen dieser Typen mit den Halogenausführungen messen müssen. Typische Werte für Halogen bei G4 sind 375 Lumen und bei G9 235 Lumen. Was bei letzteren für LED unkritisch ist, da die LED-Alternativen relativ locker auf eine vergleichbare Lichtmenge kommen, ist für die G4-Lampen quasi unerreichbar.

 

Im Test wurden die Merkmale Energieeffizienz, Helligkeit, Farbtemperatur, Farbwiedergabe, und das Flickerverhalten gemessen. Auch die Abstrahlcharakteristik und die Abmessungen haben wir uns im Detail angesehen.

 

Die Testergebnisse im Überblick

 

Lampenhelligkeit (Lichtstrom)

 

Bei der Deklaration des Lichtstroms auf der Verpackung erlauben sich die Hersteller keinen Fehler – die Werte stimmen gut mit den Messwerten überein. Abweichungen von 3 bis 9 Prozent, mit einer Ausnahme bei der Lampe von Osram von 10 Prozent, sind insgesamt in Ordnung.

 

Energieeffizienz

 

Spitzenreiter bei der Lichtausbeute (Lumen je Watt, lm/W) sind zwei Modelle von Philips mit etwa 120 lm/Watt. Nur zwei Modelle erreichen Werte von nur knapp 90 lm/W. Alle anderen bewegen sich zwischen 100 und 115 lm/W. Im Vergleich zur Halogenausführung sind diese jedenfalls um vieles effizienter, diese erreichen nur 10 bzw. 15 lm/W.

 

Farbtemperatur

 

Die Produkte im Test sind fast alle mit der Lichtfarbe 2700 Kelvin – also „warmweiß“ – deklariert. Einige Produkte sind mit 2800 bzw. 3000 Kelvin gekennzeichnet. Diese Werte halten sie mit nur sehr geringen Abweichungen auch ein.

 

Farbwiedergabe

 

Alle LED-Produkte überschreiten den gesetzlich vorgeschriebenen Wert von 80 und erreichen Werte knapp unter bzw. über 85 und erhalten daher eine Bewertung von „gut“ bzw. „befriedigend“. Die Halogenausführungen sind top mit Werten von knapp 100 – also „sehr gut“.

 

Auch beim Wert für gesättigtes Rot (der sogenannte R9-Wert) schneidet ein Produkt von Segula (7,5) und Osram (6) etwas schlechter als die übrigen ab, die Werte von 10 bis maximal 30 erzielen.

 

Flicker

 

Auch diesmal haben wir uns auch das Flicker-Verhalten im Detail angesehen. Flicker beschreibt das Phänomen eines schnell veränderlichen Veränderns der abgegebenen Lichtmenge (mit Schwankungen von 100-mal pro Sekunde (Hz) oder mehr).

 

Der Wert für „Stroboscopic visibility measure“ (SVM) berücksichtigt und gewichtet einzelne Parameter wie Flicker-Intensität, Flicker-Index und -Frequenz und ist auch ein Maß für die Lichtqualität. Die Gewichtungskurve zur Berechnung des SVM-Werts basiert auf einem SVM-Wert von 1,0. Dieser wurde so festgelegt, dass er die Sichtbarkeitsschwelle für eine durchschnittliche beobachtende Person repräsentiert. Ein SVM-Wert unter 1 bedeutet „nicht sichtbar“ und ein Wert über 1 entsprechend „sichtbar“.

 

Hier gibt es nur zwei Ausreißer mit jeweils einem Produkt von Müller Licht und Paulmann, die mit Werten knapp über 6 für sichtbaren Flicker (SVM) ein „nicht akzeptabel“ vermerkt bekommen. Alle anderen erhalten dafür ein „sehr gut“ für extrem niedrige Flickerwerte.

 

Abstrahlverhalten

 

Die Halogenausführungen von G4 und G9 wirken fast ideal wie ein Punktstrahler, geben also das Licht in alle Richtungen gleichmäßig ab. Das ist bei den LED-Varianten oftmals nicht der Fall. Das lässt sich sogar schon ohne Testaufbau allein anhand der Lampe selbst abschätzen. Bei den Modellen, die eine beidseitig bestückte flächige LED-Platine enthalten, ist es vornherein offensichtlich, dass das Licht jeweils senkrecht zur Platine abgestrahlt wird –und nur sehr wenig Licht parallel zur Platine und nach vorne abgegeben wird. Das betrifft vor allem die Modelle von Osram und Philips. Demgegenüber hat die G9-Lampe von IKEA eine sehr gleichmäßige Abstrahlcharakteristik. Der Aspekt einer gleichmäßigen Lichtabgabe in allen Richtungen ist dann sehr wesentlich, wenn kein Reflektor in der Leuchte das Licht in die benötige Richtung lenken kann bzw. wenn Licht auch nach vorne (in Richtung der Rotationsachse) abgegeben werden soll.

 

Größe

 

Der Vorteil der Halogen G4 und G9 – und auch das Kriterium für den Anwendungszweck – ist die sehr kleine Bauform. Bei G4 hat die Halogenlampe eine Länge von 33 Millimeter und einen Durchmesser von 10 Millimeter. Kurz gesagt, alle LED-Varianten sind vor allem dicker, aber auch etwas länger – bei in der Regel geringerer Lichtabgabe.

 

Die G9-Halogenlampe hat die Abmessung 43 mm und im Durchmesser 14 mm. Die entsprechenden LED-Ausführungen erreichen das kompakte Maß keineswegs – einige sind sogar mindestens 10 mm länger und bis zu 6 mm dicker. Da kann es bei manchen Leuchten schon schwierig werden, solche LED-Lampen als Ersatz tatsächlich einzusetzen – vor allem da dies meist jene sind, die auch bei der Lichtmenge als Tauschvariante grundsätzlich in Betracht kommen.


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Quelle: shutterstock.com/Africa Studio

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