Heizungstipps

Welche klimafreundlichen Heizsysteme gibt es? Für Ihre Energiekosten und die Behaglichkeit in Ihren Wohnräumen spielt die Art des Heizens eine zentrale Rolle. Hier finden Sie Informationen, worauf Sie beim Heizungstausch achten sollten und wie Sie mit einfachen Maßnahmen, Energie einsparen können.

Eine Frau mit Warnweste und Schutzbrille schraubt seitlich am Heizungsmontil

iStock/sturti

Wussten Sie schon? Der Energieverbrauch fürs Heizen ist in den meisten Haushalten wesentlich höher als der Energieverbrauch für den Haushaltsstrom. Durchschnittlich entfallen bis zu 70 % der gesamten Energie in einem Haushalt aufs Heizen. Das ist ganz schön viel – vor allem in Geld gerechnet!

Wer also sparen möchte, spart einerseits beim Verbrauch und nutzt obendrein eine moderne, klimafreundliche Heizung, denn mit alten Heizungen ist es bekanntlich wie mit Dinosauriern: Sie sterben aus, weil sich die Welt um sie herum verändert.

Bei alten, mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizungen sind es die Energie- und Reparaturkosten, die sich verändern. Sie steigen und steigen und steigen. Dazu kommt: Je älter die Heizungen sind, umso störanfälliger werden sie. Oft ist eine Reparatur gar nicht mehr möglich, weil es für die alten Modelle keine Ersatzteile gibt.

So können Sie nachhaltig sparen!

Steigen Sie jetzt auf eine alternative, klimafreundliche Heizung um und freuen Sie sich über verlässlich warme Räume im Winter und deutlich niedrigere Energie- und Betriebskosten auf Dauer!

Gut zu wissen: Das Klimaschutzministerium unterstützt Sie einmalig beim Kesseltausch mit Förderungen von bis zu 75 %. Das macht den Umstieg auf ein neues Heizsystem doppelt attraktiv und günstiger als je zuvor!

Zusätzlich können Sie sparen, indem Sie Ihre Heizung richtig einstellen, für die optimale Luftzirkulation sorgen, richtig lüften und, und, und! Praktische Tipps zum Umstieg auf das für Sie optimale Heizsystem und zum Energiesparen beim Heizen finden Sie hier auf diesen Seiten.

Heizungstausch leicht gemacht

Es soll eine neue Heizung sein? Schritt für Schritt zeigen wir Ihnen hier wie Sie zu Ihrer neuen, modernen und umweltfreundlichen Heizung kommen. Falls Sie sich doch noch nicht dazu entschließen können: In jedem Fall lohnt es sich, einen Blick in Ihren Heizungskeller und auf die Heizkörper zu werfen. Auch dazu haben wir zahlreiche Tipps für Sie vorbereitet.

1. Solide Entscheidungsgrundlage schaffen

Energieberatungsstellen der Bundesländer

Nutzen Sie das umfassende Angebot von Energieberatungsstellen. Viele Energieberatungsstellen in den Bundesländern bieten gegen einen kleinen Kostenbeitrag einen verkaufsunabhängigen Check Ihrer Heizungsanlage an. So erhalten Sie einen Überblick, welche Maßnahmen Sinn machen, welcher Preis dafür angemessen ist und welche Förderungen es für den Umstieg auf erneuerbare Wärme gibt. Bei einer Energieberatung vor Ort können Sie sich auch über weitere Themen wie Photovoltaik, thermische Sanierung oder Elektromobilität informieren. topprodukte.at bietet Ihnen einen Überblick über Energieberatungsstellen in ganz Österreich.

2. Heizsysteme im Überblick

Heizungsarten im Überblick: Die besten Möglichkeiten für Ihr Zuhause

Die Auswahl der richtigen Heizungsart ist eine wichtige Entscheidung, die nicht nur Ihre Heizkosten, sondern auch den Umweltschutz beeinflusst.

  • Fernwärme: Fernwärme ist eine zentrale Wärmeversorgung, die Wärme von einer zentralen Quelle zu den Verbrauchenden transportiert. Die Quellen von Fernwärme sind vielfältig und reichen von Abwärme aus Industrieanlagen über erneuerbare Ressourcen bis zu Gas.
  • Nahwärme: Bei Nahwärme handelt es sich um eine Wärmeversorgung, die Wärme zu lokalen Gemeinschaften bringt. Die Nahwärme versorgt im Vergleich zur Fernwärme einen kleineren Bereich. Die Quellen von Nahwärme sind ebenfalls vielfältig und reichen von Hackschnitzel über Stückholz bis zu Biogas.
  • Wärmepumpe: Wärmepumpen nutzen Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser und erhöhen deren Temperaturniveau, um sie für Raumheizung und Warmwasserbereitung zu verwenden. Optimal können Wärmepumpen im effizienten Neubau oder gut sanierten Gebäuden eingesetzt werden.
  • Holzheizung: Holzheizungen basieren auf dem nachwachsenden Rohstoff Holz, der in verschiedenen Formen verfügbar ist, wie zum Beispiel Pellets, Scheitholz oder Hackgut.

Schon gewusst? Jedes Gebäude benötigt unterschiedlich viel Heizenergie. Die notwendige Energie ist hauptsächlich von der Bauweise und Dämmung des Gebäudes abhängig. Im Energieausweis wird der jährliche Heizwärmebedarf berechnet und je Quadratmeter Gebäudefläche angegeben. Das ergibt die Kennzahl HWB (spezifischer Heizwärmebedarf) mit der Einheit kWh/m²a.

Die richtige Heizung für Ihr Haus

Die Vielfalt dieser Heizungsarten eröffnet Ihnen die Möglichkeit, die passende Lösung für Ihre individuellen Bedürfnisse zu finden, während Sie gleichzeitig einen positiven Beitrag zur Umwelt leisten. Wärmepumpe, Biomasseheizung oder doch ein Passivhaussystem? Eine Entscheidungshilfe und einen Überblick darüber, welche Heizsysteme momentan am Markt verfügbar sind, bietet Ihnen die klimaaktiv Broschüre „Die richtige Heizung für mein Haus“. So finden Sie heraus, welche Heizung für Ihr Zuhause geeignet ist.

klimaaktiv Heizungsmatrix

Welche Heizung für Ihr Haus empfehlenswert ist, zeigt Ihnen auch die klimaaktiv Heizungsmatrix. Auf Grundlage des spezifischen Heizwärmebedarfs (HWB) Ihres Gebäudes finden Sie die passende Heizungsanlage.

topprodukte.at bietet einen Überblick über die effizientesten, qualitativ hochwertigsten am österreichischen Markt verfügbaren Wärmepumpen, Pelletkessel, Stückholzkessel und Hackgutkessel.

3. Kauf und Installation

Sie haben alle Informationen eingeholt und eine Entscheidung ist getroffen – dann wird es konkret. Ein Heizungstausch ist keine Kleinigkeit, denn es wird tief in die Haustechnik eingegriffen. Vertrauenswürdige und kompetente Installateurinnen oder Installateure sind unerlässlich. Wir haben die übliche Herangehensweise beim Kauf und Installation eines neuen Heizsystems für Sie zusammengefasst:

1. Bedürfnisse klären

Wer zahlt, schafft an – und entscheidet über die Qualität der Anlage. Was unter Qualität verstanden wird, muss vor jedem Auftrag klargestellt werden: Das erfolgt mit einer genauen Bedarfsermittlung und Formulierung der Bestellqualität.

2. Angebote einholen

Die Ergebnisse der Anforderungsklärung sind Grundlage für die Einholung von Angeboten. Um die Preiswürdigkeit von verschiedenen Angeboten beurteilen zu können, müssen diese ausreichend detailliert und vergleichbar sein.

3. Bestes Angebot auswählen

Ist das Angebot vollständig? Bezieht sich das Angebot auf eine detaillierte Leistungsbeschreibung mit Angabe der technischen Spezifikationen? Werden die erwarteten Anforderungen erfüllt? Die nach Beantwortung dieser Fragen verbleibenden Angebote können nach verschiedenen finanziellen und ökologischen Kriterien bewertet werden.

4. Auftrag erteilen

Nachdem Sie sichergestellt haben, dass alle Punkte entsprechend Ihren Anforderungen abgedeckt sind, erteilen Sie den Auftrag für das ausgewählte Angebot.

5. Abnahme protokollieren

Nach erfolgter Installation muss Zeit sein, um alle vereinbarten Punkte mit der Installateurin oder dem Installateur genau durchzugehen und das Ergebnis festzuhalten. Viele herkömmliche Abnahmeprotokolle enthalten nur einen Teil der für effiziente und hochwertige Anlagen relevanten Punkte.

Mit unseren Tipps zum Heizungstausch und Energiesparen ans Ziel:

Broschüren

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