PC-Monitore

All in One Desktop Computer Mockup auf weißem Tisch

Quelle: iStock/Customdesigner

Das Marktangebot an Computermonitoren hat sich im Zuge der dynamischen Technologieentwicklung in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Klassische Röhrenmonitore wurden bereits vor einigen Jahren durch LCD-Bildschirme abgelöst.

Mittlerweile werden überwiegend Monitore mit LED-Hintergrundbeleuchtung angeboten. Darüber hinaus kommen auch immer mehr 3D-fähige Monitore auf den Markt, die realistische Grafik für Filme und Computerspiele bieten. Ein weiterer neuer Trend sind berührungsempfindliche Touchscreens, die sowohl für Tablets, Notebooks als auch für PC-Bildschirme eingesetzt werden.

Aktuelle Produkte bieten eine zunehmend höhere Auflösung. Einige Hersteller haben Monitore mit 4K-Auflösung im Portfolio, die allerdings nur bei sehr großen Bildschirmen sinnvoll ist. Eine weitere Neuheit sind Bildschirme im Format 21:9.

Wie wähle ich das passende Gerät für meinen Bedarf?

Bei der Wahl eines neuen PC-Monitors ist zunächst der hauptsächliche Verwendungszweck zu berücksichtigen. Grundsätzlich wichtig sind die geeignete Bildschirmgröße, die Bildqualität und je nach Anwendung die ausreichende Helligkeit des Schirms. Bei der Bedarfsanalyse sollte man insbesondere auf die Bildschirmgröße, die notwendigen Anschlüsse und die Ergonomie achten. Für die meisten Heimanwendungen stellt heutzutage fast jeder Bildschirm ausreichend Qualität hinsichtlich Helligkeit, Kontrast, Betrachtungswinkel und Reaktionszeit zur Verfügung.

Energieverbrauch

Die Energieeffizienz von PC-Monitoren wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Dennoch bestehen zwischen verschiedenen Produkten teilweise noch deutliche Unterschiede, echte "Energieschleudern" sind jedoch nicht mehr sehr häufig anzutreffen.

Ältere Geräte beanspruchen vielfach mehr als 30 Watt, energieeffiziente neue Modelle mit durchschnittlichem Bildschirmformat kommen heute hingegen mit etwa 15 Watt aus. Das Einsparpotenzial ist daher je nach eingesetztem Altgerät erheblich.

Der Energiebedarf von Monitoren muss heute von den Herstellern standardmäßig deklariert werden. Es gibt jedoch kein EU-Energielabel wie bei Haushaltsgeräten. Die Energiedaten müssen daher den Produktinformationen der Hersteller entnommen werden.

Für die Abschätzung der Stromkosten im Haushalt werden standardmäßig 3 Stunden Betrieb im On-Modus, 3 Stunden im Standby-Modus und 18 Stunden im Off-Modus angenommen. Für ein effizientes Gerät ergeben sich heute durchschnittliche Stromkosten von knapp 20 €/Jahr. Für ein ineffizientes Gerät kann der Energieverbrauch ein Mehrfaches betragen. Was sich für den einzelnen Bildschirm vielleicht noch nicht dramatisch anhört, summiert sich entsprechend bei Verwendung mehrerer Bildschirme im Haushalt.

Leistungsaufnahme im ON-Zustand

Ein sehr effizienter Monitor in der Größe von 22 Zoll verbraucht heutzutage bereits weniger als 15 Watt im ON-Zustand. Bei kleineren Bildschirmen (bis 17 Zoll) werden bereits Werte von unter 10 Watt erreicht. Als Richtlinie für den Kauf von neuen Monitoren sollte man beachten, dass bei kleineren Geräten 15 Watt und bei größeren (bis 24 Zoll) zumindest 20 Watt nicht überschritten werden.

Leistungsaufnahme im SLEEP-Zustand

Sehr viele Geräte erreichen im Sleep-Modus bereits Werte von unter 0,25 Watt. Energy-Star hat in der neuesten Version eine Obergrenze von 0,5 Watt gesetzt. Diese dient als guter Richtwert bei der Anschaffung von neuen Geräten.

Leistungsaufnahme im OFF-Zustand

Beim Off-Zustand wird das Gerät nicht komplett vom Netz genommen und verbraucht daher ebenfalls Energie. Energy-Star hat auch hier die Obergrenze mit 0,5 Watt definiert, welche heutzutage von den meisten Geräten erfüllt wird.
Statt der Verwendung des Off-Modus ist aber eine vollständige Trennung vom Stromnetz zu empfehlen (siehe Richtige Nutzung).

Bildschirmgröße, Bildformat und Auflösung

Die durchschnittliche Bildschirmgröße für PC-Monitore hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und liegt mittlerweile bereits bei 22 Zoll. Größere Schirme erlauben eine entsprechend übersichtliche Darstellung bzw. auch eine Paralleldarstellung von Dokumenten.

Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass die gewünschte Auflösung mit der Bildschirmgröße zusammenpasst. Für Monitore mit 19–21 Zoll sind Auflösungen von ca. 1.600 x 900 ideal, bei größeren Monitoren (ab 24 Zoll) sollte Full-HD (1.920 x 1.080) zur Verfügung stehen. Die jeweilige Auflösung muss vom Computer entsprechend unterstützt werden. Geräte mit deutlich höheren Auflösungen (z.B. 4K, 3.840 x 2.160) sind nur für Spezialanwendungen sinnvoll.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Bildformat. Der frühere Standard 4:3 wurde immer mehr durch die Breitbildformate 16:9 (derzeitiger Standard) und 16:10 abgelöst. Für besondere Anforderungen sind auch noch das 5:4 und das bereits eingangs erwähnte Format 21:9 verfügbar.

Anschlüsse

Ein wichtiges Kriterium ist die Verfügbarkeit der gewünschten Anschlüsse. Der früher gängige VGA-Anschluss stößt aufgrund der immer höheren Auflösungen langsam an seine Grenzen und wird zunehmend durch DVI abgelöst. Aber auch diese Technologie hat bereits ihren Nachfolger gefunden, nämlich den sogenannten DisplayPort. Diese Technologie bietet Vorteile hinsichtlich Steckergröße, Auflösung und Farbtiefe und stellt daher aus Sicht der Industrie die Technologie der Zukunft dar.

Zusätzlich haben viele PC-Monitore noch einen oder mehrere HDMI-Anschlüsse. Dieser Standard hat sich in der Unterhaltungsindustrie (TV, Spielkonsolen, etc.) durchgesetzt. Damit ausgestattete Bildschirme können beim Einsatz von einem Receiver auch für die Darstellung von TV-Programmen verwendet werden.

Ergonomie

Um eine ideale Anpassung an den Arbeitsplatz zu gewährleisten, bieten einige Bildschirme Einstellmöglichkeiten für die richtige Positionierung. Dazu zählen die Höhenverstellbarkeit, ein drehbarer Fuß (Swivel), eine Wandhalterung, oder bei Breitbildmonitoren die Möglichkeit, das Display um 90° zu drehen (Pivot-Funktion). Spiegelungen im Display können die Ergonomie wesentlich verringern. Für die meisten Anwendungen empfiehlt sich daher die Auswahl eines matten, nicht spiegelnden Displays.

Zusätzliche Funktionen

Verschiedene Monitore bieten außerdem Zusatzfunktionen für spezielle Anwendungen:

  • 3D-Darstellung
  • Touchscreens
  • USB-Hubs für einfachen Anschluss der Geräte
  • Eingebaute Kamera und Lautsprecher für Videotelefonie etc.
  • TV-Tuner für Fernsehfunktion
  • Speicherkartenslot für das Betrachten von Bildern und Videos ohne Starten des Computer

EU-Label

neues EU-Energielabel für TVs und elektronische Displays

Quelle: Label2020

Derzeitig gibt es für die allermeisten Produktgruppen eine Skala von A+++ bis G, die nun durch eine klarere und nutzerfreundlichere Skala von A bis G ersetzt wird – ohne eine Vielzahl von Plus-Symbolen. Bei der Einführung des Energielabels war die Geräteklasse A für die besten Geräte am Markt vorgesehen. Mit der Zeit haben die Hersteller immer sparsamere Modelle auf den Markt gebracht, daher wurde die Skala um Plus-Symbole erweitert.

Diese Einordnung in die Klassen A+ bis A+++ ist jedoch nicht sinnvoll, da zwischen den Produkten deutliche Unterschiede bei der Energieeffizienz bestehen können. Außerdem wirkt dieser optisch nur graduelle Unterschied zwischen unterschiedlich vielen Plus-Zeichen auf Konsumentinnen und Konsumenten weniger motivierend, ein energieeffizienteres Produkt zu kaufen, als ein Unterschied zwischen C und A.

Energy Star

Logo Energy Star

Das US/EU Energy-Star-Programm für Bürogeräte labelt Produkte. Für die Festlegung der Kriterien werden auch Zusatzfeatures wie Helligkeitssensoren oder eventuelle eingebaute TV-Tuner berücksichtigt.
(Siehe auch www.eu-energystar.org)

EPEAT

Logo epeat

EPEAT (Electronic Product Environmental Assessment Tool) ist ein weiterer ganzheitlich ausgerichteter Umweltstandard für elektronische Geräte. Die Bewertungskriterien umfassen im Wesentlichen die Herstellung, die Lebensdauer, die Recyclingmöglichkeiten, sowie auch die Verpackung der Geräte.
(Mehr Informationen finden Sie auf www.epeat.net)

Die richtige Gerätenutzung: Geräteeinstellung und Nutzung von Powermanagementfunktionen

Auch hinsichtlich der richtigen Gerätenutzung gilt es einige Punkte zu beachten. Für die Einrichtung des Arbeitsplatzes ist zunächst auf den richtigen Bildschirmabstand (ca. 60-80 cm) und die richtige Höhe zu achten. Die Oberkante des Schirms sollte in etwa auf Augenhöhe sein, damit der Blick leicht nach unten gerichtet ist.

Helligkeit

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Helligkeit. Ist diese zu hoch eingestellt, wird neben dem Stromverbrauch auch das Auge stärker belastet und ermüdet rascher. Eine zu dunkle Einstellung führt allerdings ebenfalls zu Ermüdung. Die ideale Helligkeit variiert mit der Umgebungshelligkeit.

Gerät vom Netz nehmen

Verschiedene Monitore verfügen auch über einen so genannten Hardswitch, das heißt einen Schalter, der eine Komplettabschaltung erlaubt. Das Gerät wird damit komplett vom Netz getrennt und es wird dementsprechend kein Strom verbraucht. Für Geräte, die diese Möglichkeit zur Komplettabschaltung nicht bieten, kann alternativ eine schaltbare Steckerleiste eingesetzt werden.

Richtige Einstellungen

Eine weitere Möglichkeit zur Minimierung des Energieverbrauches bieten Powermanagementoptionen, die über den PC eingestellt werden können. Damit kann festgelegt werden, nach wie viel Minuten im Standby-Betrieb der Monitor abgeschaltet wird. Empfehlenswert sind hier Einstellungen zwischen 5 und 15 Minuten.

Früher wurden vielfach auch so genannte Bildschirmschoner verwendet, um das Einbrennen bei Röhrenmonitoren zu verhindern. Dies ist bei LCD-Bildschirmen nicht mehr erforderlich. Bildschirmschoner sollten heute daher vermieden werden, da sie teilweise die Standby-Funktionen unterdrücken und damit den Stromverbrauch erhöhen.

Zusatzfunktionen wie Lautsprecher oder Webcam können den Strombedarf weiter erhöhen und sollten daher nach Möglichkeit bei Nichtverwendung abgeschaltet werden.