TV-Geräte

Im Wohnzimmer Mann sitzt auf einer Couch hält Controller spielen in einer Konsole Videospiel

Quelle: iStock/gorodenkoff

Das Produktangebot im Bereich TV-Geräte ändert sich durch immer neuere Technologien seit Jahren dauerhaft. Neben immer besseren Auflösungen und Farbwiedergaben entwickelt sich der heimische Fernseher zu einem wahren Alleskönner. Neben dem normalen TV-Programm kann gestream und im Internet surfen werden. Software spielt in den heutigen Geräten eine immer wichtigere Rolle. Sie erlaubt es den Fernseher über diverse andere Schnittstellen wie Konsolen, Streamingportale oder auch Handys (AirDrop) Medien wieder zu geben. Diese Smart-TVs entwickeln sich zum neuen Standard. Durch das Verwenden von Soundbars und den hohen Bildschirmauflösungen von bis zu 8K entstehen immer mehr Heimkinos in den eigenen vier Wänden.

Neben IPS und LCD Bildschirmen kommen auch OLED Bildschirme (Organische LEDs) immer mehr in den Trend. Sie bieten neben Ultra dünnen Bildschirmen auch eine vorher nie dagewesenen Farbwiedergabe durch das verzichten auf Hintergrundbeleuchtung wie sie in älteren Display Generationen verwendet werden. Dieser Verzicht spiegelt sich auch in der Leistungsaufnahme der Fernseher wieder. Im Vergleich zu älteren Generation, die Technologien wie Plasmabildschirme verwendet haben, die gut und gerne 250–400 Watt benötigt haben, reichen bei modernen Geräten schon 60–70 Watt aus. Allerdings werden auch heute noch ineffiziente Geräte mit über 200 Watt Leistungsaufnahme am Markt angeboten. Ein kritisches Auge auf den Energieverbrauch lohnt sich daher in jedem Fall.

Wie wähle ich das passende Gerät für meinen Bedarf?

Bei der Wahl eines neuen TV-Geräts stehen zunächst zumeist die Kriterien Bildschirmgröße, Bildqualität, Funktionalität und Preis im Vordergrund. Der Energieverbrauch findet erst seit kurzer Zeit stärkere Beachtung, nachdem die Deklaration der Verbrauchsangaben durch die Hersteller Vorschrift geworden ist.

Gerätetechnologie

Die aktuelle Technolgoie der Wahl ist zweifellos der LCD oder OLED Bildschirme. Plasmaschirme sind in dem für Haushalte relevanten Produktsegment Auslaufmodelle und aufgrund des hohen Energieverbrauchs und der Betriebskosten nicht mehr zu empfehlen. Gute LCD-Bildschirme haben mittlerweile nicht mehr das Manko der Unschärfe bei schnellen Bewegungen und bieten außerdem ein kontrastreiches, farblich ausgewogenes Bild.

Bildschirmgröße

Die Flachbauweise der neuen TV-Geräte hat einen starken Trend zu immer größeren Bildschirmdiagonalen. Die meisten Produktmodelle werden heute bereits im Segment 40-65 Zoll angeboten. Die 1- 10 dicken Bildschime erlauben es die Geräte sich leicht in den Wohnraum zu intgrieren. Hinsichtlich Energieverbrauch ist ein größerer Schirm heute weniger kritisch einzustufen, da effiziente großformatige Schirme bereits mit weniger als 70 Watt auskommen.

Funktionalität

Hinsichtlich Funktionalität bieten viele TV-Geräte heute eingebaute Kabel- und Satelliten-Tuner. Damit können zusätzliche Empfangsgeräte entfallen. Wesentliche Ausstattungsmerkmale und Funktionen sind weiters verschiedene Schnittstellen für die reibungslose Übertragung von Video- und Audiodaten und die Verarbeitung von Video- und Bildformaten aus externen Quellen. Viele Geräte verfügen bereits über 3D-Funktionalität, die angesichts des geringen Angebots an 3D-TV-Programmangeboten jedoch wenig Vorteile bietet. Interessanter ist eine umfassendere Internettauglichkeit. Diese ermöglicht es auf eine viel größere Palette an Medien zuzugreifen. So erweitert sich das  Repertoire um Serien, Podcasts, Filmen und vielen andere Medien mit den richtigen Anbietern.

Preis

Das Preisniveau der Geräte ist gegenüber der Einführungsphase der LCD- und Plasmatechnologie deutlich gesunken. Allerdings ist besonders bei Lockangeboten von wenigen hundert Euro für großformatige TVs entsprechende Vorsicht geboten. Schlechte Bauelemente und minderwertige Bildschirme sorgen für eine kurze Lebensdauer der Geräte. Das sorgt für hohe Reperaturkosten oder auch zu einer möglichen Neuanschaffung die den Geldbeutel belasten.

Energieverbrauch

Obwohl die Effizienz der Geräte insbesondere bei den LCD-Geräten mit LED-Technologie wesentlich verbessert wurde, variiert der Stromverbrauch der angebotenen Modelle noch immer um teilweise über 100 %, d.h. beispielsweise zwischen 60 und 150 Watt für ein großformatiges Gerät von 46 Zoll. Die Berücksichtigung des Stromverbrauches bei der Geräteauswahl lohnt sich somit.

EU-Label

EU-Label

neues EU-Energielabel für TVs und elektronische Displays

Quelle: Label2020

Derzeitig gibt es für die allermeisten Produktgruppen eine Skala von A+++ bis G, die nun durch eine klarere und nutzerfreundlichere Skala von A bis G ersetzt wird – ohne eine Vielzahl von Plus-Symbolen. Bei der Einführung des Energielabels war die Geräteklasse A für die besten Geräte am Markt vorgesehen. Mit der Zeit haben die Hersteller immer sparsamere Modelle auf den Markt gebracht, daher wurde die Skala um Plus-Symbole erweitert.

Diese Einordnung in die Klassen A+ bis A+++ ist jedoch nicht sinnvoll, da zwischen den Produkten deutliche Unterschiede bei der Energieeffizienz bestehen können. Außerdem wirkt dieser optisch nur graduelle Unterschied zwischen unterschiedlich vielen Plus-Zeichen auf Konsumentinnen und Konsumenten weniger motivierend, ein energieeffizienteres Produkt zu kaufen, als ein Unterschied zwischen C und A.

Die richtige Gerätenutzung: Geräteeinstellung und Nutzung von Powermanagementfunktionen

Auch bei grundsätzlich effizienten Geräten lässt sich der Energieverbrauch durch einfache Maßnahmen noch weiter verringern. Folgende Tipps helfen, den Stromverbrauch zu senken und Kosten zu sparen.

Hard-Switch oder Steckerleiste

Ein eingebauter sogenannter Hard-Switch erlaubt die komplette Trennung des Geräts vom Stromnetz, d.h. das Gerät verbraucht dann im ausgeschalteten Zustand keine Energie. Beim Ausschalten über einen sogenannten Soft-Switch wird das Gerät nicht vom Netz getrennt. Gewisse Reaktivierungsfunktionen und Netzfunktionen bleiben gegebenenfalls aktiv. Alternativ zu einem eingebauten Hard-Switch oder Netzschalter kann auch eine Steckerleiste eingesetzt werden.

Abstellen der kontinuierlichen Netzwerkfunktion im Standby-Betrieb

Bei vielen Geräten können die kontinuierlichen Netzwerkfunktionen im Standby-Betrieb abgeschaltet werden. Der geringfügige Nachteil dabei ist, dass verschiedene Programminformationen beim Start des TV-Geräts zunächst geladen werden müssen.

Adaptive Helligkeitsanpassung

Verschiedene Produkte bieten eine automatische Helligkeitsanpassung abhängig von der Helligkeit der Umgebung. Damit kann insbesondere bei typischer reduzierter Abendbeleuchtung Strom gespart werden.

Verwendung von Anwesenheits- bzw. Bewegungssensoren

Manche Produkte bieten darüber hinaus Anwesenheitssensoren mit einer automatischen stufenweisen Abschaltung von Bild, Ton und Gerät insgesamt. Das Gerät geht sukzessive in einen höheren Energiesparmodus über, wenn sich längere Zeit kein Zuseher vor dem Bildschirm befindet oder der Zuseher eventuell einschläft.