Backen & Kochen

Männliche Hand öffnet eine Ofentür

Quelle: iStock/Zephyr18

Beim Kochen und Backen kann ein deutliches Einsparpotential genutzt werden. Allein Herd und Backrohr haben einen Anteil von etwa 10 Prozent am Stromverbrauch eines Durchschnittshaushalts.

Das Schnitzel in der Pfanne oder die Nudeln im Topf, in den meisten Haushalten wird täglich zumindest einmal gekocht. Umso wichtiger ist es, sich vor dem Kauf eines Gerätes über den Stromverbrauch zu informieren.

Energie und Kosten sparen durch die richtige Gerätenutzung

Der tatsächliche Verbrauch von Geräten hängt stark von der richtigen Nutzung ab. Mit einfachen Maßnahmen, die nicht mit Kosten verbunden sind können Sie zusätzlich sparen! 

Sparsam kochen

Bis zu einem Fünftel mehr Energie als erforderlich wird benötigt, wenn der Topf um ein bis zwei Zentimeter kleiner ist als die Herdplatte. Verwenden Sie einen Deckel, damit reduziert sich der Energieverbrauch um zwei Drittel, auch die Kochzeit verkürzt sich.

Nehmen Sie zum Kochen nur so viel Wasser, wie Sie auch tatsächlich benötigen. Heißes Wasser für Tee, Kaffee, etc. wird am schnellsten und sparsamsten mit einem Wasserkocher gekocht. Vorerhitzen von Wasser mittels Wasserkocher für das Kochen von Nudeln, Kartoffeln, etc. am Herd bringt keine Vorteile.

Wählen Sie zum Ankochen eine hohe Einstellung der Kochplatte und schalten Sie zum Weitergaren entsprechend zurück. Nutzen Sie die gespeicherte Restwärme, indem Sie die Kochplatte schon einige Minuten vor Ende der Garzeit ganz abschalten.

Lassen Sie Teigwaren nach einigen Minuten Kochzeit (je nach Zeitangabe auf der Verpackung) bei geschlossenem Deckel weiterziehen. Damit kommen Sie ganz energiesparend zu Nudeln „al dente“. Die Garzeiten von Reis und Hülsenfrüchten (Bohnen, Linsen, etc.) verringern sich deutlich, wenn Sie sie vorquellen lassen.

Die Induktionskochplatte bietet bei Elektroherden die beste Energieausnutzung. Sie verbraucht bei kleinen Mengen an Kochgut gegenüber konventionellen Kochplatten rund 30 Prozent weniger Strom. Bei größeren Mengen bzw. langer Kochdauer sind die Unterschiede zu konventionellen Glaskeramikkochfeldern geringer. Beim Induktionsherd wird nicht das Kochfeld selbst erhitzt, sondern die Hitze direkt im Topfboden erzeugt. Dafür sind geeignete Töpfe erforderlich (magnetischer Boden).

Untersuchungen zeigen allerdings, dass sich mit einfachen Verhaltensanpassungen oder effizientem Kochgeschirr weit mehr Strom sparen lässt, als mit effizienten Herdtechnologien oder Spezial-Equipment.

Sparsam backen

Verzichten Sie beim Backen im Rohr auf das Vorheizen, auch wenn dies im Rezept angegeben wird. Eine Ausnahme bilden empfindliche Teige. Backen ohne Vorheizen spart bis zu 20 Prozent Energie.

Verwenden Sie die Umluftfunktion und wählen Sie eine um 20 °C geringere Temperatur als angegeben. Sofern möglich, sollte der Herd anstelle des Backrohrs verwendet werden, da der Backofen bis zu vier Mal soviel Energie benötigt.

Für die Zubereitung von Ofenkartoffeln ist beispielsweise etwa zehnmal so viel Energie nötig wie das Kochen von Kartoffeln im Druckkochtopf. Sie vergeuden Strom, wenn Sie im Backrohr nur einige Weckerl aufbacken oder wenige Stücke grillen. Für diese Fälle sind Toaster bzw. Kontaktgriller besser geeignet.

Energie und Kosten sparen bei Dunstabzugshauben

Fettfilter

Fettfilter bestehen bei Umluft- und Ablufthauben aus Metall, die in der Spülmaschine gereinigt werden können. Viele Filtersysteme geben den Zeitpunkt einer notwendigen Reinigung an (akustische oder optische Signale). Reinigen oder ersetzen Sie den (die) Filter gemäß den Herstellerangaben: Ist der Filter mit Fett verschmutzt, kann die Luft nicht mehr ungehindert durchströmen und die Abzugsmotoren müssen stärker arbeiten. Außerdem kann ein stark fettiger Filter Feuer fangen, wenn man mit Gas kocht.

Aktivkohlefilter

Bei Umlufthauben wird ein Geruchsfilter aus Aktivkohle verwendet, dessen Leistungsfähigkeit mit zunehmender Beladung sinkt. Er muss deshalb regelmäßig erneuert werden. Verwenden Sie bei Ablufthauben keine Kohlefilter und auch keine kombinierte Fett-/Kohlefilter: Dies ist nicht nur unnötig und teuer, solche Filter beeinträchtigen den Luftabzug

Luftsystem

Schalten Sie zeitnah auf eine niedrigere Stufe, sobald eine geringere Belastung mit Geruch, Fett und Wasserdampf besteht, damit sich der Luftkreislauf in der Küche einrichten kann. Nach dem Kochen, wenn kein Dampf und Küchendunst mehr entsteht, die Abzugshaube noch weitere 5 bis 10 Minuten laufen lassen, um die Raumluft gut zu reinigen, falls ihre Dunstabzugshaube keine Nachlauffunktion hat. Bei einer Umluft-Dunstabzugshaube ist es sehr wichtig, dass die Öffnungen, durch welche die gefilterte Luft wieder in die Küche strömt, weder verstellt und noch verstopft sind.

Wird bei einem Abluftsystem eine zu intensive Stufe gewählt, erhöht sich dadurch der Luftströmungswiderstand und verringert dadurch den Luftabzug, besonders wenn der Kanal Engstellen und Bögen aufweist. Bei einer Umluft-Dunstabzugshaube verkürzt eine zu starke Ansaugleistung die Zeit, während welcher der Luftstrom mit dem Aktivkohlefilter in Kontakt ist, weshalb die Gerüche des Küchendunstes nicht optimal ausgefiltert werden können.

Aufklappschirm

Besitzt die Dunstabzugshaube einen Schirm zum Aufklappen, sollte dieser immer vollständig geöffnet werden: Der Dunstabzug funktioniert besser, wenn die Absaugfläche mindestens ebenso groß ist wie die Fläche der Kochfelder.

Fertiggerichte aus dem Tiefkühlregal – schlecht für unseren Öko-Fußabdruck?

Eine Studie des deutschen Öko-Instituts hat gute Nachrichten für Fans von tiefgekühlten Fertiggerichten: Die Klimabilanzen von industriell produzierter Tiefkühlkost und selbst zubereiteten Gerichten sind vergleichbar. Die Wissenschafterinnen und Wissenschafter kommen zum Schluss, dass eine pauschale Verurteilung von Tiefkühlprodukten unter Klimaaspekten aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar ist.

Transport und Lagerung der Tiefkühlprodukte haben einen vergleichsweise geringen Anteil an der gesamten Klimabilanz der untersuchten Tiefkühlprodukte und wirken sich nicht so stark auf die Klimabilanz aus, wie häufig angenommen. Die Rezeptur der Produkte sowie die Einkaufsfahrt, Lagerung und Zubereitung haben einen größeren Einfluss auf die Klimabilanz als die unterschiedlichen Angebotsformen. Also: Kein Anlass für ein schlechtes Öko-Gewissen, wenn Sie ein tiefgekühltes Fertiggericht zubereiten und es sich damit etwas einfacher machen. Fürs gemütliche Kochen und Ausprobieren ist am Wochenende mehr Zeit …

Wie wähle ich das passende Gerät für meinen Bedarf?

Bei einer Geräteneuanschaffung sind verschiedene Kriterien wie Funktion, Kapazität, Effizienz und natürlich auch Kosten zu berücksichtigen. Die Empfehlungen zur Produktauswahl finden Sie in unserem Kaufratgeber Backöfen und Dunstabzugshauben.

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