Monitore

Im Bereich der Computer-Monitore besteht ähnlich wie bei den TV-Geräten ein gewisser Trend zu größeren Formaten. Der überwiegende Teil der heute am Markt angebotenen Bild-schirmmodelle wird im Format 21 bis 28 Zoll (Bildschirmdiagonale 50 bis 70 cm) angeboten. Seit der Einführung der LED-Technologie für die Bildschirmbeleuchtung ist der Energie-bedarf von Monitoren allgemein gering. Effiziente Gerätemodelle im gängigen Format von 24 Zoll benötigen weniger als 15 Watt. Auch bei durchschnittlichen Geräten liegt der Energiebedarf kaum über 20 Watt. Die Wahl eines energieeffizienten Gerätes ist nach wie vor sinnvoll, die erzielbaren Energie- und Kosteneinsparungen sind allerdings überschaubar.

Das neue EU-Energielabel

neues EU-Energielabel für TVs und elektronische Displays

Quelle: Label2020

Seit 1. März 2021 gibt es für TVs und elektronische Displays ein neues EU-Energielabel. Das neue Label hat eine Effizienzskala von A bis G (altes Label A+++/G). Am Label ist außerdem ein QR-Code aufgedruckt, dieser verweist auf die EU-Produktdatenbank EPREL wo weitere Produktinformation zu finden sind. Der Energieverbrauch wird am neuen Label pro 1.000 Stunden Betrieb im SDR-Modus und im HDR-Modus angegeben. Ebenfalls neu ist die Angabe der Anzahl der vertikalen und horizontalen Pixel. Die Leistungsaufnahme des Geräts und das Vorhandensein eines Netzschalters sind nicht mehr Bestandteil des Energielabels.

Empfehlungen für die Produktauswahl

Bei der Wahl eines neuen PC-Monitors ist zunächst der hauptsächliche Verwendungszweck zu berücksichtigen. Grundsätzlich wichtig sind die geeignete Bildschirmgröße, die Bildqualität und je nach Anwendung die ausreichende Helligkeit des Schirms. Bei der Bedarfsanalyse sollte man insbesondere auf die Bildschirmgröße, die notwendigen Anschlüsse und die Ergonomie achten. Für die meisten Heimanwendungen stellt heutzutage fast jeder Bildschirm ausreichend Qualität hinsichtlich Helligkeit, Kontrast, Betrachtungswinkel und Reaktionszeit zur Verfügung.

topprodukte-Kaufempfehlung

Empfohlen wird der Kauf eines Gerätes mit der Energieeffizienzklasse A oder B, da diese als besonders energieeffizient gelten. Derzeit sind auf dem österreischischen Markt vor allem Produkte mit einer Energieeffizienzklasse von C und D präsent. Diese gelten ebenfalls als effizient! Vom Kauf von Produkten mit einer Energieeffizienzklasse geringer als D wird abgeraten.

Bildschirmgröße, Bildformat und Auflösung

Die durchschnittliche Bildschirmgröße für PC-Monitore hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen und liegt mittlerweile bereits bei 22 Zoll. Größere Schirme erlauben eine entsprechend übersichtliche Darstellung bzw. auch eine Paralleldarstellung von Dokumenten.

Grundsätzlich sollte man darauf achten, dass die gewünschte Auflösung mit der Bildschirmgröße zusammenpasst. Für Monitore mit 19–21 Zoll sind Auflösungen von ca. 1.600 x 900 ideal, bei größeren Monitoren (ab 24 Zoll) sollte Full-HD (1.920 x 1.080) zur Verfügung stehen. Die jeweilige Auflösung muss vom Computer entsprechend unterstützt werden. Geräte mit deutlich höheren Auflösungen (z.B. 4K, 3.840 x 2.160) sind nur für Spezialanwendungen sinnvoll.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Bildformat. Der frühere Standard 4:3 wurde immer mehr durch die Breitbildformate 16:9 (derzeitiger Standard) und 16:10 abgelöst. Für besondere Anforderungen sind auch noch das 5:4 und das Format 21:9 verfügbar.

Stromverbrauch

Achten Sie beim Kauf eines neuen Gerätes auf den Stromverbrauch im Betrieb und im Sleep-Zustand (Bereitschaftszustand).

Anschlüsse

Ein wichtiges Kriterium ist die Verfügbarkeit der gewünschten Anschlüsse. Der früher gängige VGA-Anschluss stößt aufgrund der immer höheren Auflösungen langsam an seine Grenzen und wird zunehmend durch DVI abgelöst. Aber auch diese Technologie hat bereits ihren Nachfolger gefunden, nämlich den sogenannten DisplayPort. Diese Technologie bietet Vorteile hinsichtlich Steckergröße, Auflösung und Farbtiefe und stellt daher aus Sicht der Industrie die Technologie der Zukunft dar.

Zusätzlich haben viele PC-Monitore noch einen oder mehrere HDMI-Anschlüsse. Dieser Standard hat sich in der Unterhaltungsindustrie (TV, Spielkonsolen, etc.) durchgesetzt. Damit ausgestattete Bildschirme können beim Einsatz von einem Receiver auch für die Darstellung von TV-Programmen verwendet werden.

Ergonomie

Um eine ideale Anpassung an den Arbeitsplatz zu gewährleisten, bieten einige Bildschirme Einstellmöglichkeiten für die richtige Positionierung. Dazu zählen die Höhenverstellbarkeit, ein drehbarer Fuß (Swivel), eine Wandhalterung, oder bei Breitbildmonitoren die Möglichkeit, das Display um 90° zu drehen (Pivot-Funktion). Spiegelungen im Display können die Ergonomie wesentlich verringern. Für die meisten Anwendungen empfiehlt sich daher die Auswahl eines matten, nicht spiegelnden Displays.

Stecker ziehen

Achten Sie darauf, dass das Gerät mit einem Hauptschalter voll vom Netz getrennt werden kann oder benutzen Sie eine schaltbare Steckerleiste, um Geräte vollständig vom Netz zu trennen.

Zusätzliche Funktionen

Verschiedene Monitore bieten außerdem Zusatzfunktionen für spezielle Anwendungen:

  • 3D-Darstellung
  • Touchscreens
  • USB-Hubs für einfachen Anschluss der Geräte
  • Eingebaute Kamera und Lautsprecher für Videotelefonie etc.
  • TV-Tuner für Fernsehfunktion
  • Speicherkartenslot für das Betrachten von Bildern und Videos ohne Starten des Computer

Energiesparfunktionen nutzen

Achten Sie auf zusätzliche Energiesparfunktionen wie z.B. Abschaltung des Monitors durch Bewegungssensor oder Reduzierung der Helligkeit mittels Helligkeitssensor.

EPEAT

Logo epeat

EPEAT (Electronic Product Environmental Assessment Tool) ist ein ganzheitlich ausgerichteter Umweltstandard für elektronische Geräte. Die Bewertungskriterien umfassen im Wesentlichen die Herstellung, die Lebensdauer, die Recyclingmöglichkeiten, sowie auch die Verpackung der Geräte.
(Mehr Informationen finden Sie auf www.epeat.net)

Topprodukte

Energie und Kosten sparen durch die richtige Gerätenutzung

Der tatsächliche Verbrauch von Geräten hängt stark von der richtigen Nutzung ab. Mit einfachen Maßnahmen können Sie zusätzlich sparen! Die wichtigsten Informationen finden Sie in unseren Energiespartipps PC-Monitore.

Broschüren

Alles anzeigen

Reparatur

Es hängt von vielen Faktoren ab, ob sich eine Reparatur lohnt. Das Alter des kaputten Elektrogerätes spielt eine wichtige Rolle. Des Weiteren sollten die zu erwartenden Reparaturkosten den Kosten für eine Neuanschaffung gegenübergestellt werden. Aus ökologischer Sicht sollte auch die Belastung der Umwelt durch die Herstellung bei der Entscheidung nicht vergessen werden. Insbesondere Elektronikteile zeigen eine hohe Umweltlast auf, da für sie schwer zugängliche Rohstoffe abgebaut werden müssen. Eines ist sicher, durch eine Reparatur kann die Produktlebensdauer erheblich verlängert werden.

Entsorgung

Geräte nicht einfach im Hausmüll entsorgen – bringen Sie Ihr altes Gerät zum Händler zurück oder geben Sie es unentgeltlich bei einer Sammelstelle ab damit es einer umweltgerechten Verwertung zugeführt werden kann.  Händler sind aufgrund der Elektroaltgeräteverordnung verpflichtet, Elektro- und Elektronik-Altgeräte kostenlos entgegenzunehmen, wenn der Konsument ein neues, gleichwertiges Gerät kauft. Eine Ausnahme von dieser 1:1-Rücknahmepflicht besteht nur für Händler mit einer Verkaufsfläche von weniger als 150 m², wenn der Kunde darüber rechtzeitig und in geeigneter Weise informiert wird. Weitere Informationen (inkl. Sammelstellenfinder) können Sie auf der Konsumenten-Website der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle finden.

Technik Wegweiser

LCD (Liquid Crystal Display)

Das LCD Prinzip arbeitet mit zwei Glasplatten, zwischen denen sich Flüssigkristalle in vielen einzelnen Zellen befinden, den so genannten Pixels oder Bildpunkten. Jeder Bildpunkt besteht aus drei Zellen mit je einem Farbfilter für Rot, Grün und Blau. Diese Zellen werden von einer rückwärtigen Lichtquelle angestrahlt (der Hintergrundbeleuchtung) und über einen TFT (Thin Film Transistor) angesteuert. Je nach Höhe der Spannung lassen die Kristalle mehr oder weniger Licht durch und der Bildpunkt leuchtet.

Bildschirmgröße

Diese wird als Bilddiagonale in Zoll angegeben, wobei ein Zoll 2,54 cm entspricht. Bei den LCD-Bildschirmen wird die effektiv sichtbare Bilddiagonale angegeben.

Bildaufbauzeit [ms]

Gibt die Geschwindigkeit an in der der Monitor zwischen Schwarz und Weiß bzw. verschiedenen Graustufen umschaltet. Bei aktuellen Modellen beträgt die Bildaufbauzeit ca. 5ms.

Anschlüsse

Der analoge VGA-Anschluss oder auch (D-Sub 15 pin) ist der älteste Standard, kann aber noch auf manchen aktuellen Modellen (oft auch in einer Mini-Variante) gefunden werden. Mittlerweile wurde er fast vollständig vom digitalen DVI-Anschluss abgelöst. Der Nachfolger von DVI und zurzeit der neueste Standard ist der Displayport, welcher bereits auf einigen Modellen zu finden ist. Dieser Anschluss kann neben Bildsignalen auch Tonsignale übertragen. Die meisten Modelle verfügen auch über einen HDMI-Anschluss, welcher aber hauptsächlich in der Unterhaltungselektronik (Fernseher, DVD-Player) verwendet wird. 

Auflösung

Bei aktuellen Modellen bewegt sich die Auflösung bei 1920x1080 Bildpunkten und aufwärts. Mit der Bildschirmgröße steigt in der Regel auch die Anzahl der Bildpunkte.

Kontrast

Messwert für den Helligkeitsunterschied zwischen Schwarz und Weiß.

Helligkeit und Hintergrundbeleuchtung

Die Helligkeit – auch Luminanz genannt – wird in Candela pro Quadratmeter [cd/m2] angegeben. Auch hier ist zwischen den typischen und maximalen Werten zu unterscheiden. Gute typische Werte liegen bei 300 cd/m2 oder mehr. Die Helligkeit wird von einer Hintergrundbeleuchtung (backlight) erzeugt. Ältere Modelle besitzen eine CCFL-Hintergrundbeleuchtung (CCFL=Cold Cathode Fluorescent Lamp, Kaltkathodenröhre) wohingegen neue Modelle über eine LED-Hintergrundbeleuchtung (LED=Light Emitting Diode) verfügen, welche energiesparender ist.

Betrachtungswinkel horizontal und vertikal

Wenn man von der Seite auf einen LCD-Bildschirm schaut, sieht man unter Umständen nichts als eine graue Fläche. Der Betrachtungswinkel gibt also an, aus welchem Winkel das Bild noch sichtbar ist. Diese Werte sind bei modernen Bildschirmen nicht mehr so problematisch wie früher. Beachten Sie diesen Punkt beim Kauf aber trotzdem: Gute Werte liegen über 170° auf jeder Seite. 

Fehlerhafte Bildpunkte, Zuverlässigkeit

Bei LCD-Bildschirmen wird – im Gegensatz zu den Röhrenbildschirmen (CRT's) – jeder Bildpunkt (Pixel) einzeln angesteuert. Nun gibt es bei der Produktion immer wieder Pixel, die fehlerhaft sind und solche, die während des Betriebes fehlerhaft werden. Allerdings konnte die Zuverlässigkeit in den letzten Jahren massiv verbessert werden und daher viele Anbieter auch auf das LCD-Panel 3 Jahre Garantie gewähren. Von manchen Herstellern und Händlern gibt es außerdem eine sogenannte "Null-Pixel-Fehler Garantie".

Energieverbrauch

Leider weisen viele LCD-Bildschirme im ausgeschalteten Zustand einen Stromverbrauch auf, welcher meist vom externen Netzteil verursacht wird. Einige Modell verfügen aber über einen Hauptschalter und können so komplett vom Netz getrennt werden. Ist dies nicht der Fall empfiehlt sich die Verwendung einer schaltbaren Steckerleiste. 

Die Top-Bildschirme brauchen im Aus-Zustand weniger als 1 Watt. Beim Sleep-Verbrauch gilt ebenfalls die Obergrenze von 1 Watt. Nutzen Sie die Möglichkeiten des Energiemanagements an Ihrem Computer.

Die Aktivierung des Sleep-Zustandes für den Bildschirm ist einfach und lohnt sich auch dann, wenn das Energiemanagement für den PC selbst nicht aktiviert ist. Unter Windows 10 klicken Sie auf "Systemsteuerung" dann auf "Hardware" und wählen unter "Energieoptionen" "Energiesparmodus ändern" aus.  Dort können Sie kurze Reaktionszeiten für "Standby-Betrieb" und "Abschaltung" der Anzeige einstellen. Der Bildschirm ist bei allen Zuständen (auch bei der sogenannten "Abschaltung") nach Tastendruck oder Mausbewegung innerhalb von Sekunden wieder da.

Weiters besitzen manche moderne Geräte bereits einen Bewegungssensor und schalten bei Abwesenheit des Benutzers den Bildschirm in den Sleep-Zustand oder passen mittels eines Helligkeitssensors die Hintergrundbeleuchtung entsprechend der Umgebungsbeleuchtung an um Energie zu sparen.

Ergonomie

Viele Modelle bieten eine Höhenverstellung, haben einen drehbaren Standfuß (Swivel-Funktion) oder können um 90° gedreht werden (Pivot-Funktion) und können so an die persönlichen Bedürfnisse besser angepasst werden.