Umwelt und Gesundheit

Das richtige Verbraucherverhalten ist entscheidend. Die potenziellen Wirkungen von Leuchtstofflampen und LED-Lampen auf Gesundheit und Umwelt sind im Zuge des Glühlampenverbots intensiv diskutiert worden.

LED-Birne

Quelle: BMLRT/Paul Gruber

Internationale Studien haben gezeigt, dass die Risiken gering sind, vorausgesetzt, die Lampen werden korrekt verwendet und entsorgt. Hier wird ein kurzer Überblick zu den wesentlichen Umwelt- und Gesundheitsaspekten gegeben.

Elektromagnetische Felder

In unserem täglichen Leben haben wir es mit einer Vielzahl von Produkten zu tun, die elektrische Felder erzeugen, wie beispielsweise Mobiltelefone, TV-Empfänger, PCs, aber auch Leuchtstofflampen und LEDs. Bei langfristiger Exposition in stärkeren Feldern sind insbesondere bei sensiblen Personen zumindest theoretisch gewisse gesundheitliche Beeinträchtigungen möglich.

Studien im Auftrag der Europäischen Kommission1  haben allerdings gezeigt, dass die durch Lampen erzeugten elektrischen Felder deutlich unter den Grenzwerten liegen, bei welchen Gesundheitsauswirkungen möglich sind. Bei dauerhafter Exposition wird jedoch empfohlen, einen Abstand von 20- bis 30-cm zu den Lampen einzuhalten. Dies ist mit Ausnahme von Schreibtisch- und Nachttischbeleuchtung für die meisten Anwendungen ohnehin gewährleistet.

UV-Strahlung

Laut internationalen Studien ist die von Leuchtstofflampen abgegebene UV-Strahlung für Personen mit normaler Lichtsensitivität vernachlässigbar und bedeutet kein gesundheitliches Risiko. Bei dauerhafter Exposition wird jedoch empfohlen, einen Abstand von etwa 20cm einzuhalten, sofern die Lampen nicht durch eine Leuchte abgeschirmt sind (Scenhir 2012)1.

Photobiologische Sicherheit

Blaues Licht hoher Intensität kann Schädigungen auf der Netzhaut des Auges hervorrufen. Optisch verstärkte LEDs mit hohem Blaulichtanteil können diesbezüglich theoretisch ein Risiko darstellen. Eine Gefährdung besteht nur bei speziellen Lampentypen und bei entsprechend naher Exposition und direkter Blickrichtung zur Lichtquelle. Potenziell gefährdet sind daher Personen, die sich von einer zu hellen Lichtquelle nicht automatisch abwenden (z.B. Babies und Kleinkinder). Die Europäische Norm EN 62471 definiert Risikoklassen für Blaulichtgefährdung. Problematisch sind Lampen mit einer Risikoklasse >1. Solche Lampentypen dürfen als Ersatzlampen für Birnen, Kerzen und Spots im Haushaltsbereich nicht angeboten werden (CE Kennzeichnung), können jedoch als LED-Leuchten in den Handel gelangen. Entsprechende Vorsicht ist daher beim Kauf von LED-Leuchten mit eingebauten LEDs geboten. Dort ist die Risikoklasse entsprechend anzuführen und sollte vom Käufer geprüft werden.

Quecksilber

Der Quecksilbergehalt von Kompaktleuchtstofflampen und Leuchtstoffröhren liegt heute zumeist deutlich unter 2 mg und ist damit gering. Entsprechend der RoHS-Richtlinie (EC 2011) dürfen Kompaktleuchstofflampen ab 2013 nur noch einen Quecksilbergehalt von maximal 2,5 mg aufweisen.

Trotz dieser mittlerweile niedrigen Werte ist zu berücksichtigen, dass Leuchstofflampen im Falle eine Lampenbruchs oder nach Ende der Lebensdauer ordnungsgemäß zu entsorgen sind.

1 SCENIHR (Scientific Committee on Emerging and Newly Identified  Health Risks), Health Effects of Artificial Light 2012)