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Waschmaschinen: Kleiner ist manchmal doch feiner  

Gut gefüllt ist schon gespart. Obwohl sich Waschmaschinen immer energieeffizienter präsentieren, werden weiterhin unnötig Strom und Wasser verbraucht. Achtet man beim Kauf nämlich nicht auf das passende Fassungsvermögen, verpuffen die Einsparungsmöglichkeiten schnell in einer zu großen Waschtrommel.  


Das Bild zeigt mehrere Waschmaschinen in einem Verkaufsraum.
Quelle: fotolia.at/starush

Auch wenn’s nach wie vor nicht gerade die beliebteste Arbeit im Haushalt ist, eine Tatsache ist dennoch recht tröstlich: Früher war alles viel schlimmer und anstrengender. Aber keine Angst: Die berüchtigten Waschrumpel sind Geschichte, ihren Platz haben die vollautomatischen Waschmaschinen eingenommen. Und wie sie das haben! Ein Leben so ganz ohne wäre für die meisten von uns nämlich gar nicht mehr vorstellbar.  


Was zugegebenermaßen auch wenig verwundert, denn sie sind superpraktisch und stehen zudem rund um die Uhr zur Verfügung: Tür auf, Wäsche samt Waschmittel rein und einschalten – der Rest erledigt sich dann praktisch von selbst. Dass aber auch Waschmaschinen wertvolle Ressourcen wie Strom und Wasser verbrauchen, wird ob des Komforts leider nur allzu oft vergessen. Schätzungen zufolge tragen Waschmaschinen nämlich zu rund fünf Prozent der jährlichen Stromkosten bei.  


Für alle Freunde von Zahlenspielen: Ein 2-Personen-Haushalt wäscht laut Öko-Institut durchschnittlich 140 Mal pro Jahr (je 3,6 kg Wäsche), ein 4-Personen-Haushalt 211 Mal (je 4,6 kg). Single-Haushalte waschen etwa 164 Mal (3,2 kg).  


Auf die Größe kommt’s an

Auf den ersten Blick klingen diese Zahlen freilich wenig aufregend. Stellt man diesen aber das durchschnittliche Fassungsvermögen der heutigen Waschmaschinen gegenüber, wird das Problem schnell deutlich. Die so genannte Trommelgröße gibt an, wie viel Kilogramm Wäsche (im trockenen Zustand) pro Waschgang maximal geladen werden können. Die am Markt angebotene Bandbreite reicht hier von drei bis zwölf Kilogramm, wobei der Trend immer mehr in Richtung große Größen geht: Bewältigte eine im Jahr 2002 erworbene Maschine im Schnitt gerade mal fünf Kilogramm pro Waschgang, waren es 2014 schon durchschnittlich 7,5 Kilogramm – also um satte 50 Prozent mehr.  


Jetzt ist es zwar so, dass Waschmaschinen mit XXL-Trommeln besonders effizient arbeiten – was Wasser und Stromverbrauch betrifft –, allerdings werden diese Vorteile von den Konsumenten kaum ausgenutzt. Eine Studie der Universität Bonn hat kürzlich ergeben, dass es keinen Zusammenhang zwischen Trommelgröße und Zahl der wöchentlichen Waschgänge gibt. Oder anders gesagt: Egal, ob ein Vier-Personen-Haushalt eine Neun-Kilogramm-Maschine sein Eigen nennt oder eine kleinere Fünf-Kilogramm-Maschine: Im Schnitt waschen beide genauso häufig. „Wir vermuten, dass große Maschinen häufig halbleer laufen. Die Besitzer scheinen nicht so lange zu warten, bis sie genügend Wäsche haben, um die Trommel wirklich zu füllen“, erklärt der Leiter der Studie, Prof. Dr. Rainer Stamminger von der Professur für Haushalts- und Verfahrenstechnik. Für die Studie wurden übrigens 4.800 Haushalte in ganz Europa befragt.  


Das Paradoxe an der Situation: Obwohl gerade große Waschmaschinen hocheffizient arbeiten, richten sie dennoch einen höheren ökologischen Schaden an – und kosten dem Besitzer schlussendlich auch deutlich mehr. Mit kleineren Maschinen würden diese viel sparsamer fahren, denn nichts verursacht so hohe (unnötige) Kosten, wie eine halbleere Trommel. Das gilt übrigens auch dann, wenn die Maschine eine Mengenautomatik integriert hat, die den Wasser- und Energieverbrauch bei geringerer Beladung automatisch reduziert. Diese Einsparungen sind leider nicht proportional. Eine Maschine mit halber Befüllung braucht nicht die Hälfte, sondern immer noch 60 bis 85 Prozent an Wasser und Energie.  


Wie viel Kilo sollen es sein?

Ein wichtiges Kriterium beim Kauf einer Waschmaschine sollte daher die Größe, oder genauer gesagt, die maximale Füllmenge sein. Kaufen Sie die kleinstmögliche Maschine, die zu der Menge an Wäsche passt, die bei Ihnen anfällt. „Kleine Geräte sind nicht nur in der Anschaffung billiger, auch verschleudern sie im Betrieb weniger Energie, da sie öfters vollgeladen genutzt werden“, rät Christof Horvath von der Energieagentur.  


Bei der Trommelgröße entscheiden die persönlichen Lebensumstände, die Größe der Familie bzw. die Menge der anfallenden Schmutzwäsche. Als Faustregel gilt hier: Ein Single-Haushalt kommt mit einer 5-Kilogramm-Maschine locker aus. Mittlere Haushalte mit drei bis vier Personen können sich für ein Modell mit bis zu sieben Kilogramm entscheiden. Und erst bei einem großen Haushalt mit vielen (kleinen) Kindern und Haustieren sind Waschmaschinen mit acht bis zwölf Kilogramm ideal.  


Und wie viel ist jetzt eigentlich ein Kilogramm Wäsche? Da die Textilsorten (Seide, Baumwolle usw.) unterschiedlich schwer sind, gibt’s hier leider keine fixe Faustregel à la „zwei Hosen und drei T-Shirts sind ein Kilogramm“. Am besten ist, Sie stellen sich mit Ihrem Wäschekorb ein paar Mal auf die Waage – und verlassen sich danach auf Ihr Bauchgefühl.  


Apropos Füllmenge. Ein klassisches Nischenprodukt stellen hierzulande die so genannten Toplader dar. Da die Wäsche von oben in die Maschine befördert wird, benötigen sie – im Gegensatz zu den Frontladern – weniger Platz. Allerdings ist ihre Füllmenge auch auf rund sechs Kilogramm beschränkt. Eine gute Übersicht der angebotenen, energieeffizienten Modelle finden Sie hier.     


Gut geschleudert ist halb getrocknet

Ein weiteres wesentliches Auswahlkriterium bei Waschmaschinen ist die Energieeffizienzklasse, wie üblich abzulesen am bekannten Energieeffizienzlabel. Der angegebene Verbrauch bezieht sich dabei auf 220 Standard-Waschvorgänge – also mehr als vier Waschgänge pro Woche – und sind ein Durchschnittsverbrauch aus sieben Waschgängen: dreimal Baumwolle 60°C vollbeladen, zweimal Baumwolle 40°C halb beladen, zweimal Baumwolle 60°C halb beladen. Beim Jahresenergieverbrauch wird zudem der Stand-by-Betrieb berücksichtigt.  


Eng mit dem Energieverbrauch verbunden sind auch die zur Verfügung stehenden Waschprogramme – vor allem in Hinblick auf die Eco-Modi. „Mit diesen können Sie effektiv Wasser, Strom und Geld sparen, allerdings benötigen die Geräte dann auch deutlich mehr Zeit für einen Waschvorgang“, weiß Christof Horvath. Das liegt unter anderem daran, dass sie aufgrund der niedrigeren Temperaturen mehr Einwirkzeit benötigen. Zudem muss die Waschmaschine länger spülen, um auch mit wenig Wasser alle Waschmittelrückstände entfernen zu können. Schnell- und Kurzprogrammen erhöhen sowohl den Wasser- als auch den Stromverbrauch und sollten daher nur wirklich dann genutzt werden, wenn es unumgänglich ist.    


Weiters am Energieeffizienzlabel zu finden sind Angaben zum Wasserverbrauch sowie zur Schleuderwirkungsklasse. Die Klassifizierung erfolgt hier nach der Restfeuchte, die die Wäsche nach dem Schleudern hat. Bei der besten Klasse A darf diese maximal 45 Prozent betragen. Das spielt vor allem dann eine Rolle, wenn die Wäsche nach dem Schleudern in einen Trockner soll. Bleibt in der Wäsche weniger Feuchtigkeit zurück, hat dieser leichteres Spiel und benötigt weniger Strom.  


Die besonders effizienten Geräte finden Sie – wie üblich – in den Topprodukte-Listen:   Waschmaschinen mit einer

» Füllmenge bis 6,5 kg

» Füllmenge von 7 kg

» Füllmenge von 8 bis 9 kg  


Ab in den Trockner

Kommt die Wäsche anschließend in den Trockner, sollte es dann schon ein Wärmepumpentrockner sein. Hierbei handelt es sich nämlich um einen modernen Kondensationstrockner, bei denen die Energie in Form von Wärme wieder dem Trocknungsprozess zugeführt wird. Sie sind im Anschaffungspreis zwar etwas teurer als herkömmliche Kondensations- oder Ablufttrockner, benötigen aber auch um rund 50 Prozent weniger Energie.  


Im Normalfall haben Wäschetrockner ein Fassungsvermögen zwischen sieben bis neun Kilogramm, kleinere Geräte gibt’s aber auch schon mit fünf Kilogramm. Welche Größe die passende ist, hängt – ebenso wie die Trommelgröße der Waschmaschine – allein von Ihren Waschgewohnheiten ab.  


Sonderform Waschtrockner

Eine Sonderstellung am Markt nehmen die so genannten Waschtrockner ein, eine Kombination aus Waschmaschine und Trockner. Der Vorteil: Die Kombination in einem Gerät spart viel Platz und ist somit vor allem für sehr kleine Wohnungen und Einpersonenhaushalte interessant. Der Nachteil: Waschen Sie mit voller Kapazität, können Sie anschließend nicht die gesamte Wäsche auf einmal trocknen.


Handelsübliche Waschtrockner haben eine Füllmenge von sieben bis neun Kilogramm für den Waschvorgang und sechs bis sieben Kilogramm für den Trocknungsdurchgang. Soll ein durchgehender Zyklus mit Waschen, Schleudern und Trocknen absolviert werden, kann der Waschtrockner also nur mit der maximalen Beladung für ein Trockenprogramm beladen werden. Zudem muss man mit einem vergleichsweise hohen Wasserverbrauch rechnen, da viele Modelle beim Trocknen kaltes Wasser für das Kondensieren der feuchten Abluft verwenden. Reine Wäschetrockner benutzen hier die Raumluft. Auch der Stromverbrauch liegt beim Trocknen höher, weil im Regelfall keine Wärmepumpe vorhanden ist und somit konventionell geheizt werden muss. Nur einzelne Hersteller können schon heute Waschtrockner mit energiesparender Wärmepumpentechnologie anbieten.      


Einfache Stromspartipps!  


Mit niedrigen Temperaturen waschen

Je heißer sie waschen, desto mehr Strom braucht die Maschine. Bei normal verschmutzter Wäsche reichen 40°C aus – abgesehen davon, dass viele moderne Textilien inzwischen gar nicht mehr Hitze vertragen. Nur für Handtücher, Unterwäsche und Bettwäsche werden 60°C empfohlen. Ein 90°C-Waschgang braucht übrigens doppelt so viel Energie, wie einer mit 60°C.  


Nur voll beladen waschen

Halbvolle Wäschetrommeln und Kurzprogramme verschlingen unnötig viel Wasser und Strom. Diese Kosten können Sie sich locker sparen.  


Energiesparende Waschprogramme nutzen

Mit Eco-Programmen können Sie den Energie- und Wasserverbrauch einfach senken. Der Waschvorgang benötigt dann allerdings mehr Zeit.  


Passenden Trocknungsgrad wählen

Wählen Sie bei Wäschetrocknern mit feuchtigkeitsabhängiger Steuerung den gewünschten Trockengrad entsprechend der weiteren Wäschebearbeitung (Schranktrocken, Bügelfeucht usw.).  


Filter reinigen

Reinigen Sie nach jedem Trockenvorgang das Flusensieb und entleeren Sie (sofern vorhanden) den Kondenswasser-Behälter.  


Gleich und gleich

Trocknen Sie nach Möglichkeit immer Wäschestücke mit gleicher Beschaffenheit und Dicke zusammen.

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Quelle: shutterstock.com/Africa Studio



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