Sommer- und Winterreifen

Allgemeines

Seit 2012 gibt es das Reifenlabel, das über die Kraftstoffeffizienzklasse, die Nasshaftungsklasse und das externe Rollgeräusch informiert. Außer dem Energieverbrauch gibt es beim Reifenkauf aber noch weitere Dinge zu beachten, die in diesem Ratgeber kurz erläutert sind.

Die Winterreifenpflicht oder auch "witterungsbedingte Winterausrüstungspflicht" gilt in Österreich von 1. November bis 15. April des Folgejahres. Daher müssen Pkw bei Matsch, Schnee oder Eis entweder Winterreifen oder Schneekette auf mindestens zwei Antriebsrädern montieren.

Das Wichtigste in Kürze

Profiltiefe beachten

Für Winterreifen gilt eine Mindestprofiltiefe von 4mm, bei Reifen mit Radialbauweise sind es sogar 5mm. Bei Sommerreifen beträgt die Mindestprofiltiefe 1,6mm.

Laufrichtung beachten

Tauschen Sie Reifen nicht über­kreuz. Dadurch wechselt die Drehrichtung, was den Verschleiß, das Rollgeräusch und die Unwucht fördert. Bei Reifen mit der Aufschrift "Rotation" ist die korrekte Laufrichtung angegeben.

Radschrauben nachziehen

Etwa 100 bis 150 Kilometer nach jeder Reifenmontage sollten die Radschrauben kontrolliert und falls nötig nachgezogen werden.

Zusätzliche Information auf Winterreifen: M+S-Kürzel und Schneeflocke

Nur das Schneeflockensymbol signalisiert Schneetauglichkeit. Die M+S Markierung ist nicht geschützt und kann beliebig verwendet werden. Das beste Indiz für einen guten Winterreifen ist daher, wenn zusätzlich zur M+S Markierung das sogenannte Schneeflockensymbol auf der Seite des Reifens ist. Dieses Symbol ist geschützte und darf nur dann verwendet werden, wenn der Reifen bestimmte Kriterien erfüllt.

Reifen-Beschriftung

Die Abbildung zeigt einen Reifen inklusiver aller relevanten Beschriftungen. Darauf sind zu sehen: Herstellerdatum, Reifenbreite in Millimeter, Verhältnis Reifenquerschnitthöhe zu Reifenbreite in Prozent, der Buchstabe R welcher für Radialbauweise steht und der Felgendurchmesser in Zoll. Weiters wird die Trägheitsklasse und ein Geschwindigkeitssymbol angegeben.

Seit 2012 gibt es das Reifenlabel, das über die Kraftstoffeffizienzklasse, die Nasshaftungsklasse und das externe Rollgeräusch informiert. Außer dem Energieverbrauch gibt es beim Reifenkauf aber noch weitere Dinge zu beachten, die im Folgenden kurz erläutert sind.

Reifenalter

Die so genannte DOT-Nummer auf der Seite des Reifens gibt Auskunft über das Alter. Eine vierstellige Zahl zeigt die Produktionswoche und das Produktionsjahr. Bis zu fünf Jahre alte Reifen dürfen noch als Neureifen verkauft werden. Nach zehn Jahren sollten die Reifen entsorgt werden, auch wenn sie noch genug Profil haben.

Lagerung von Sommer- und Winterreifen

Der Fachhandel lagert gegen eine geringe Gebühr ein. Bei Selbsteinlagerung: Reifen auf Felge liegend oder hängend, ohne Felge stehend einlagern.