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EU-Energielabel und Ökodesign für Warmwasserbereiter und –speicher

Der Bedarf an Wärmeenergie ist in Haushalten sehr groß (siehe Tabelle 1). Durch den Einsatz von effizienten Warmwasserbereitungsgeräten können hier leicht Einsparungen erzielt werden.


Quelle: Fotoloia/bluedesign

Ein elektrischer Durchlauferhitzer (Zapfprofil S) der Energieeffizienzklasse A – welche ab 26.9 die höchste Klasse sein wird – verbraucht im Jahr etwa 436 kWh. Das entspricht Stromkosten von etwa 87 €. Ein vergleichbares Gerät der Energieeffizienzklasse C arbeitet deutlich weniger effizient und benötigt bei denselben Betriebsbedingungen 520 kWh elektrischer Energie. Mit Einführung der Klasse A+ in zwei Jahren werden diese Unterschiede noch deutlicher ausfallen.


Tabelle 1: Durchschnittlicher Stromverbrauch für unterschiedliche Haushaltsgrößen in Österreich mit und ohne elektrische Heizung und Warmwasserbereitstellung


 Haushaltsgröße

 Ohne elektrische Hauptheizung & Warmwasserbereitung

 Mit elektrischer Warmwasserbereitung

 1 Person

 1.000 - 1.800

 1.700 - 2.900

 2 Personen

 1.800 - 2.900

 3.500 - 4.500

 3 Personen

 2.600 - 3.800

 4.700 - 6.200

 4 Personen

 3.200 - 4.400

 6.000 - 7.600

 Jede weitere Person

 + 500

 + 1.300


Bisher gab es noch keine Kennzeichnungspflicht für diese Gerätetypen. Um die Vergleichbarkeit der Geräte untereinander zu verbessern und so zur Anschaffung von effizienteren Geräten anzuregen, wird am 26. September ein neues Energielabel für Warmwasserbereiter und -speicher und für Raumheizgeräte eingeführt. Die Bewertung der Geräte erfolgt anhand einer Einteilung in sieben Effizienzklassen, von A bis G. Das neue Energielabel wird für alle Warmwasserbereiter gelten. Dazu gehören Durchlauferhitzer, Kleinspeicher, Wandspeicher, Warmwasser-, Wärmepumpen, Solarspeicher oder indirekte Speicher mit einem Volumen bis 500l und einer Leistung bis 70 kW. 


Folgende zeitliche Schritte sind bei der Label-Einführung vorgesehen:


Warmwasserbereiter

Gültig ab 26.9.2015 A bis G

Gültig ab 26.9.2017 A+ bis F

·         Konventionelle Warmwasserbereiter

·         Solarbetriebene Warmwasserbereiter

·         Warmwasserbereiter mit Wärmepumpe

·         Konventionelle Warmwasserbereiter

·         Solarbetriebene Warmwasserbereiter

·         Warmwasserbereiter mit Wärmepumpe



Warmwasserspeicher (bis 500 Liter Volumen)

Gültig ab 26.9.2015 A bis G

Gültig ab 26.9.2017 A+ bis F


Verbundanlagen aus Warmwasserbereitern und Solareinrichtungen

Gültig ab 26.9.2015 A+++ bis G

Keine zeitliche Einschränkung


Abbildung 1: Darstellung Energielabel für Warmwasserbereiter


 
 

 1 Name des Herstellers, Typbezeichnung des Geräts


 2 Warmwasserbereitungsfunktion mit Zapfprofil


 3 Energieeffizienzklasse


 4 Schalleistungspegel in Innenräumen


 5 Eignung des Gerätes zum Betrieb zu  Schwachlastzeiten (z.B. Nachtstrom)


 6 durchschnittlicher jährlicher Strom- oder Brennstoffverbrauch


Neben den Angaben zum Hersteller beinhaltet das Label auch Informationen über das Zapfprofil (2). Das Zapfprofil gibt an, für welchen Zweck das Gerät besten eingesetzt werden kann. Die Profile reichen von XXXS (kleines Einzelwaschbecken mit 35°) bis zu XXL (mehrfach simultan genutzte Bäder).


Bei der Warmwasserbereitung kommt es auch zu einer Lärmentwicklung (4), die gemessen in Dezibel, für Innenräume angegeben wird. Die Eignung des Geräts für den Betrieb zu Schwachlastzeiten (5) zeigt an, ob für die Warmwasserbereitung beispielsweise Nachtstrom verwendet werden kann. Ebenfalls angegeben wird der durchschnittliche, jährliche Stromverbrauch – bei elektrischen Geräten – und der durchschnittliche, jährliche Brennstoffverbrauch –beispielsweise bei Gas- Durchlauferhitzern (6).  Bei den Berechnungen für den jährlichen Energiebedarf (Strom & Brennstoff) wird angenommen, dass die Geräte an 366 Tagen wie folgt arbeiten:

  • 00:00 bis 06:59: keine Wasserentnahme
  • Ab 07:00: Wasserentnahme dem jeweiligen Zapfprofil entsprechend
  • Nach der letzten Wasserentnahme bis 24:00: keine weitere Wasserentnahme

Bei der Auswahl eines Wasserspeichers oder Warmwasserbereiters ist neben der Effizienzklasse auf das gesamte Heizungs-/Trinkwassersystem eines Haushalts zu achten. Der tatsächliche Warmwasserbedarf sollte möglichst genau bekannt sein. So können die Systeme entsprechend dimensioniert werden und es kann vermieden werden, dass Wasser erhitzt wird, dass niemand benötigt.


Auch innerhalb der Effizienzklasse gibt es große Unterschiede. Elektronisch geregelte Durchlauferhitzer verbrauchen bis zu 30% weniger Energie als ihre hydraulischen Kollegen, da sie die Leistungsaufnahme, durch bessere Regelsysteme optimiert, an die benötigte Wassermenge anpassen können.


Das Label, welches für Verbundsysteme eingeführt wird, ist nachfolgend abgebildet:

Abbildung 2: Darstellung Energielabel für Verbundsysteme

 

1) Name des Herstellers, Typbezeichnung des Geräts


2b) Warmwasserbereitungsfunktion mit Zapfprofil


3b) Effizienzklasse des Warmwasserbereiters


4) Effizienzklasse gesamt


5) Verbund mit Solaranlage


6) Verbund mit Warmwasserspeicher



Verbundsysteme bestehen aus einem Warmwasserbereiter, dessen Effizienzklasse separat angegeben ist (3b), und einer Solaranlage und/oder einem  Warmwasserspeicher. Die Effizienz der einzelnen Komponenten ergibt die Effizienzklasse gesamt (4). Verbundsysteme können ab 26.9.2015 die Effizienzklasse A+++ erreichen, was beispielsweise bei einer Kombination aus Wärmepumpe und Temperaturregler gegeben ist.


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