Geschirrspüler

Allgemeines

Geschirrspüler galten lange Zeit als wahre Stromfresser, doch in den letzten Jahren ist deren Energieverbrauch deutlich gesunken. Grundsätzlich ist das Geschirrspülen mittels Maschine heute deutlich effizienter als das Spülen von Hand. Untersuchungen der Universität Bonn haben gezeigt, dass für die gleiche Geschirrmenge (12 Maßgedecke) beim Handspülen ca. ein Viertel mehr Strom für die Aufbereitung des Warmwassers und fast viermal so viel Wasser benötigt wird. Übrigens: ein Maßgedeck besteht aus jeweils einem Essteller, Dessertteller, Suppenteller, einer Tasse und Untertasse, einem Glas und Besteck.

Das neue EU-Energielabel

neues EU-Energielabel für Geschirrspüler

Quelle: Label2020

Seit 1. März 2021 gibt es für Geschirrspüler ein neues EU-Energielabel. Das neue Label hat eine Effizienzskala von A bis G (altes Label A+++/G). Am Label ist außerdem ein QR-Code aufgedruckt, dieser verweist auf die EU-Produktdatenbank EPREL wo weitere Produktinformation zu finden sind. Der Energieverbrauch und die Effizienzdaten basieren überwiegend auf neuen Testmethoden. Am neuen Label wird der Energieverbrauch für Geschirrspüler nicht mehr pro Jahr, sondern für 100 Betriebszyklen angegeben. Das ermöglicht Konsumenten eine einfachere Berechnung des zu erwartenden Stromverbrauches. Neben dem gewichteten Wasserverbrauch pro Zyklus wird jetzt auch die Dauer des „Eco 40-60“ Programms angeführt. Ebenfalls neu ist die Angabe der Geräuschemission und Geräuschemissionsklasse.

klimaaktiv topprodukte Faktencheck: Geschirrspüler

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Empfehlungen für die Produktauswahl

topprodukte-Kaufempfehlung

Beim Kauf von Geschirrspüler ist auf folgende Kriterien zu achten:

  • Wählen Sie ein topprodukt der Effizienzklasse A bis C
  • Im Betrieb: Eco-/Energiespar-Programme nutzen und möglichst nur bei voller Beladung spülen

Energie- und Wasserverbrauch

Der Energie- und Wasserverbrauch von Geschirrspülern wirkt sich erheblich auf die Gesamtbetriebskosten aus. Die sparsamsten derzeit verfügbaren Geschirrspüler entsprechen der Effizienzklasse A bis C.

Ein Geschirrspüler mit 14 Maßgedecken der Effizienzklasse A benötigt ca. 49 kWh pro 100 Programmdurchläufen, ein vergleichbares F-Gerät 100 kWh pro 100 Programmdurchläufen.

Empfehlenswert ist heute die Wahl eines Geräts der Klasse A bis C. Ein Geschirrspüler der Energieklasse A benötigt im Durchschnitt etwa

  • 17% weniger Strom als ein Gerät der Klasse B
  • 29% weniger Strom als ein Gerät der Klasse C
  • 50% weniger Strom als ein Gerät der Klasse F

Gerätetypen, Kapazitäten

Geschirrspüler werden vor allem in den drei Bauformen Standgeräte, Unterbaugeräte und Einbaugeräte mit unterschiedlicher Gerätebreite angeboten. Ein- und Unterbaugeräte werden ohne Arbeitsplatte geliefert und unter einer durchgehenden Küchenarbeitsplatte aufgestellt. Vollintegrierbare Geschirrspüler verschwinden ganz hinter der Frontverkleidung des Küchenmöbelprogramms. Auch die Bedienelemente sind bei diesen Geräten von außen nicht sichtbar, sie befinden sich am oberen Rand der Gerätetür.

Geschirrspüler gibt es in 60 cm und 45 cm Breite. Die schmaleren Geräte sind meist für 9 bis 10 Maßgedecke ausgelegt und verbrauchen im Vergleich zur breiteren Bauform (meist für 12 bis 15 Maßgedecke) bezogen auf die Beladungsmenge mehr Energie und Wasser.

Die Wahl der Bauform und Gerätegröße richtet sich im Wesentlichen nach den Platzver­hältnissen, der Haushaltsgröße und der Menge des zu spülenden Geschirrs.

Innenausstattung

Die Ausstattung des Innenraumes sollte sich nach der Art des Geschirrs richten. Sollen die Stachel/Spikereihen klappbar oder der obere Korb höhenverstellbar sein, bevorzugen Sie Besteckschublade oder -korb?

Geräuschentwicklung

Wird Ihr Geschirrspüler in einer Wohnküche stehen? Dann sollten Sie auf die Angabe zur Geräuschentwicklung achten, gerade bei Geschirrspülern gibt es große Unterschiede!

Topprodukte

Tipps für die Produktnutzung

Die volle Kapazität nutzen

Geschirrspüler gehen mit Wasser und Energie dann am sparsamsten um, wenn sie voll gefüllt gestartet werden. In den durchschnittlichen Geschirrspüler passen 12 Maßgedecke. Für Kleinhaushalte können auch Geschirrspüler mit 9 Maßgedecken ausreichen.

Eco- bzw. Energiespar- Programme

Nutzen Sie wenn möglich immer das Eco-Programm beim Geschirrspülen. Wenn Sie die unterschiedlichen Programme bei Waschmaschinen und Geschirrspülern vergleichen, werden Sie feststellen, dass beispielsweise Energiesparprogramme gegenüber Automatik-Programmen merkbar weniger Energie und Wasser verbrauchen, die Laufzeit der Wasch- bzw. Spülprogramme aber deutlich länger ist.

Die Verlängerung der Waschdauer ist eine wesentliche Voraussetzung für die Energieeinsparung. Generell hängt das Reinigungsergebnis von den vier Faktoren Zeit, Temperatur des Waschwassers, Mechanik (Schmutz-Lösung, Kontaktherstellung zwischen Reinigungsmittel und Gewebe bzw. Geschirr) und Chemie (Waschmittel) ab. Wird die Dauer des Waschprogrammes erhöht, kann mit niedrigerer Temperatur gewaschen und dadurch Energie gespart werden und trotzdem das gleiche Waschergebnis gewährleistet werden.

Der zeitliche Unterschied zwischen dem Automatik und dem Energiesparprogramm wird dargestellt. Bei dem Energiesparprogramm ist die Aufheizphase kürzer als beim Automatik-Programm

Vorspülen

Spülen Sie das Geschirr nicht unter fließendem Wasser vor, sondern entfernen Sie nur grobe Speisereste.

Spülmittel

Pulver-Geschirrspülmittel kombiniert mit Salz und Klarspüler im Baukastensystem sind gegenüber Tabs die grundsätzlich ökologischere Variante. Der unschlagbare Vorteil von Pulver ist, dass man es individuell und punktgenau dosieren kann – je nach Verschmutzung und verwendetem Spülprogramm kann eben mehr oder weniger Pulver verwendet werden.

Warmwasseranschluss

Ein Warmwasser-Anschluss kann, muss jedoch nicht sinnvoll sein. Wenn das Warmwasser zu über 50 % mit erneuerbaren Energieträgern (Solarthermie, Biomasse) oder Fernwärme hergestellt wird, sowie bei günstiger Installation der Warmwasserleitungen ist es sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll, Geschirrspüler an das Warmwasser anzuschließen. Ob die technischen Voraussetzungen dafür gegeben sind, muss im konkreten Fall jedoch immer geprüft werden. Die Wirtschaftlichkeit des Warmwasser-Anschlusses können Sie so selbst abschätzen:

Bei Neubauten / Gesamterneuerung Warmwasserinstallation bestehender Bauten gilt:

  • Kalter Zapfen unter 1,5 Liter

Bei bestehende Bauten ohne Gesamterneuerung der Warmwasserinstallation gilt:

  • Kalter Zapfen unter 1,5 Liter

Check: Kalter Zapfen

  • 2 Stunden vor dem Check kein Warmwasser mehr zapfen, auch nicht an benachbarten Zapfstellen (evtl. Info an MieterInnen).
  • Litermaß unter den Warmwasserhahn stellen. Warmwasserhahn öffnen resp. Mischer ganz auf «heiß» stellen und öffnen, jedoch nur so stark, dass schnell wieder abgestellt werden kann.
  • Temperatur des Wasserstrahls messen. Sofort abstellen, wenn sie höher als 40° C ist (klar wärmer als handwarm).
  • Wassermenge im Litermaß ablesen. Sie entspricht dem kalten Zapfen.

Geschirrspüler müssen für den Warmwasser-Anschluss zugelassen sein (siehe Bedienungsanleitung, Warendeklarationen oder im Zweifelsfall Hersteller fragen). Nicht geeignet sind Geräte mit "Kältetasche" für den Trocknungsprozess. Geeignete Modelle für Warmwasser-Anschluss finden Sie in den Produktlisten der Kategorie Geschirrspüler.

Hygiene-Programme

In regelmäßigen Abständen (etwa 1-mal pro Monat) soll das Hygiene-Programm (wenn vorhanden) bzw. das Programm mit der höchsten Waschtemperatur bei Geschirrspülern ohne Beladung genutzt werden, um allfällige Ablagerungen und Keime aus der Maschine zu entfernen.

Maschinenpflege

Reinigen Sie von Zeit zu Zeit die Siebe, Sprüharme und Düsen. Durch übermäßige Verschmutzung dieser Maschinenteile kann die Effizienz abnehmen. Moderne Geräte verfügen über häufig über selbstreinigende Filter. Entfernen Sie allerdings trotzdem Speisereste aus Sieben und Filter um ein möglichst gutes Ergebnis zu erhalten.

Broschüren

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Reparatur

Es hängt von vielen Faktoren ab, ob sich eine Reparatur lohnt. Das Alter des kaputten Elektrogerätes spielt eine wichtige Rolle. Des Weiteren sollten die zu erwartenden Reparaturkosten den Kosten für eine Neuanschaffung gegenübergestellt werden. Aus ökologischer Sicht sollte auch die Belastung der Umwelt durch die Herstellung bei der Entscheidung nicht vergessen werden. Insbesondere Elektronikteile zeigen eine hohe Umweltlast auf, da für sie schwer zugängliche Rohstoffe abgebaut werden müssen. Eines ist sicher, durch eine Reparatur kann die Produktlebensdauer erheblich verlängert werden.

Entsorgung

Bringen Sie Ihr altes Gerät zum Händler oder zur Altstoffsammelstelle, damit die Schadstoffe fach-/umweltgerecht entsorgt werden können.  Wenn Sie ein neues Elektrogerät kaufen, können Sie dem Händler ein Altgerät mit der gleichen Funktion wie das Neugerät zurückgeben. Er ist zur Zug-um-Zug-Rücknahme verpflichtet, wenn sein Verkaufslokal die Größe von 150 m2 übersteigt.

Technik Wegweiser

Maßgedeck

Das Fassungsvermögen ist durch die Anzahl der Maßgedecke definiert (gemäß Norm EN 50242). Ein Maßgedeck beinhaltet folgende Einzelteile: Essteller, Suppenteller, Dessertteller, Untertasse, Tasse, Trinkglas, Messer, Gabel, Suppenlöffel, Teelöffel, Dessertlöffel.

Jährlicher Energieverbrauch

Der am Label angegebene jährliche Energieverbrauch wird auf der Grundlage von 280 Standardreinigungszyklen bei Kaltwasserbefüllung und dem Verbrauch der Betriebsarten mit geringer Leistungsaufnahme bestimmt. Der tatsächliche Energieverbrauch hängt von der Art der Nutzung des Gerätes ab.

Jährlicher Wasserverbrauch

Der am Label angegebene jährliche Wasserverbrauch wird auf der Grundlage von 280 Standardreinigungszyklen bei Kaltwasserbefüllung bestimmt. Der tatsächliche Energieverbrauch hängt von der Art der Nutzung des Gerätes ab.