Waschmaschinen

Energie und Kosten sparen bei Waschmaschinen

Schöne junge Frau sitzt auf ihren Knien neben der Waschmaschine

Quelle: iStock/gorodenkoff

Waschmaschinen finden sich heute in beinah jedem österreichischen Haushalt – in nur 7 von 100 Haushalten steht keine.

Energieverbrauch und Einsparpotenzial

Aktuell dominieren im Markt Modelle mit der Effizienzklasse A+++. Waschmaschinen mit der Klasse A++ oder A+ werden kaum noch angeboten und betreffen meist Modelle mit kleinen Füllmengen. Aber innerhalb der Klasse A+++ sind bei aktuellen Modellen große Verbrauchsunterschiede festzustellen. Einzelne besonders sparsame Modelle benötigen sogar um 40 Prozent weniger Strom als ebenfalls mit A+++ deklarierte Waschmaschinen.

Das aktuell gültige Label informiert über die Kapazität (maximale Füllmenge), die Energieeffizienzklasse, den Jahresenergieverbrauch, den Wasserverbrauch, die Schleuderleistung und die Geräuschemissionen bei Waschen und Schleudern. Aktuell enthält das Label die Effizienzklassen von A+++ bis D. Das derzeit noch gültige Label wird ab 2021 durch eine neue Variante abgelöst.

In der aktuell gültigen Label-Version wird der jährliche Energie- und Wasserverbrauch auf 220 Standardwaschzyklen für Baumwollgewebe pro Jahr bezogen. Die Verbrauchswerte werden bestimmt, indem ein gemittelter Wert aus sieben Einzelwerten (dreimal das Programm „Baumwolle 60 °C“ vollbeladen und jeweils zweimal die Programme „Baumwolle 60 °C“ und „Baumwolle 40 °C“, jeweils zur Hälfte befüllt) bestimmt wird. Beim Jahresenergieverbrauch ist auch der Standby-Verbrauch berücksichtigt. Rein rechnerisch bedeutet dies 4,2 Baumwoll-Waschdurchgänge pro Woche. Der tatsächliche Jahresverbrauch wird in der Regel davon abweichen.

Ebenfalls EU-gesetzliche Vorgabe ist, dass spezielle Energiesparprogramme auf der Bedienblende mit dem Pfeil-Symbol gekennzeichnet werden müssen. Eine entsprechende Kennzeichnung unter Angabe der Verbrauchswerte (Energie und Wasser) für Standardprogramme ist auch in der Bedienungsanleitung erforderlich.

Wie wähle ich das passende Gerät für meinen Bedarf?

Bei einem Einsparpotenzial von einem Viertel des Stromverbrauches lohnt es sich auf das Energielabel zu schauen.

Bauform und Kapazität

Die gebräuchlichste Ausführung von Waschmaschinen sind Frontlader. Hier wird die Wäsche mittels Beladeöffnung auf der Vorderseite in die Trommel gegeben. Dieser Typ ist mit einem Fassungsvermögen von 6 kg bis zu 12 kg erhältlich. Eher seltener nachgefragt werden Toplader, die mit einer Kapazität von bis zu 8 kg verfügbar sind. Sie sind eine Option, wenn der Platz in der Wohnung knapp ist.
Entscheidend bei der Wahl der passenden Kapazität sind die Haushaltsgröße und die persönlichen Lebensumstände: Ein Single-Haushalt kommt mit einer 5-Kilogramm-Maschine aus. Für Haushalte mit drei bis vier Personen sind zumeist Modelle mit bis zu 7 kg geeignet. Und erst bei einem großen Haushalt mit vielen (kleinen) Kindern sind Waschmaschinen mit 8 bis 12 kg sinnvoll.

Grundsätzlich sind Waschmaschinen mit größerer Kapazität effizienter, sofern sie voll beladen werden. Allerdings werden im Alltag häufig große Geräte nur teilweise beladen, wodurch der Energieverbrauch bezogen auf die Wäschemenge unnötig hoch wird. Fachleute haben in Studien beobachtet, dass die Waschhäufigkeit bei 4 Personen-Haushalten ähnlich hoch liegt – und zwar unabhängig davon ob eine Waschmaschine mit 5 kg oder 9 kg Füllmenge genutzt wird. Eine Untersuchung des deutschen Ökologie-Institutes aus dem Jahr 2008 ergab eine durchschnittliche Beladung von Waschmaschinen zwischen 3 und 4 kg Wäsche pro Waschgang, teilweise sogar erheblich darunter. An diesem Status hat sich offensichtlich über viele Jahre nichts Signifikantes geändert.

Moderne Maschinen reduzieren zwar mittels Beladungserkennung den Energieverbrauch, allerdings liegt der Verbrauch pro Kilogramm Wäsche bei geringer Beladung dennoch höher: eine halbe Beladung bedeutet keineswegs nur den halben Energie- bzw. Wasserverbrauch, sondern zum Teil nur eine sehr geringe Reduktion.
Die Kapazität der Waschmaschine ist daher wesentlich und sollte auf die typische Alltagsanforderung ausgelegt werden. Im Hinblick auf die gelegentliche Wäsche von Polstermöbel- Bezügen oder Federbetten ist es finanziell und ökologisch günstiger, diese im Bedarfsfall in die Reinigung zu bringen.

Energie- und Wasserverbrauch, Betriebgeräusch

Energie- und Wasserverbräuche eines Gerätes wirken sich erheblich auf die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer aus und sollten damit wesentliche Kaufentscheidungskriterien sein. Für die Geräteauswahl bietet hier wiederum das EU-Label eine gute Hilfestellung.

Das aktuell gültige Label informiert über die Kapazität (maximale Füllmenge), die Energieeffizienzklasse, den Jahresenergieverbrauch, den Wasserverbrauch, die Schleuderleistung und die Geräuschemissionen bei Waschen und Schleudern. Aktuell enthält das Label die Effizienzklassen von A+++ bis D. Das derzeit noch gültige Label wird ab 2021 durch eine neue Variante abgelöst.

Der am Label angegebene jährliche Energie- und Wasserverbrauch bezieht sich auf 220 Standardwaschzyklen für Baumwollgewebe pro Jahr. Die Verbrauchswerte werden bestimmt, indem ein gemittelter Wert aus 7 Einzelwerten (dreimal das Programm "Baumwolle 60 °C" vollbeladen und jeweils zweimal die Programme „Baumwolle 60 °C“ und „Baumwolle 40 °C“, jeweils zur Hälfte befüllt) bestimmt wird. Beim Jahresenergieverbrauch ist auch der Standby-Verbrauch berücksichtigt. Rein rechnerisch bedeutet dies 4,2 Baumwoll-Waschdurchgänge pro Woche. Der tatsächliche Jahresverbrauch wird in der Regel davon abweichen.

EU-Label

neues EU-Energielabel für Waschmaschinen

Quelle: Label2020

Energie- und Wasserverbräuche eines Gerätes wirken sich erheblich auf die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer aus und sollten damit wesentliche Kaufentscheidungskriterien sein. Für die Geräteauswahl bietet hier wiederum das EU-Label eine gute Hilfestellung.

Derzeitig gibt es für die allermeisten Produktgruppen eine Skala von A+++ bis G, die nun durch eine klarere und nutzerfreundlichere Skala von A bis G ersetzt wird – ohne eine Vielzahl von Plus-Symbolen. Bei der Einführung des Energielabels war die Geräteklasse A für die besten Geräte am Markt vorgesehen. Mit der Zeit haben die Hersteller immer sparsamere Modelle auf den Markt gebracht, daher wurde die Skala um Plus-Symbole erweitert.

Diese Einordnung in die Klassen A+ bis A+++ ist jedoch nicht sinnvoll, da zwischen den Produkten deutliche Unterschiede bei der Energieeffizienz bestehen können. Außerdem wirkt dieser optisch nur graduelle Unterschied zwischen unterschiedlich vielen Plus-Zeichen auf Konsumentinnen und Konsumenten weniger motivierend, ein energieeffizienteres Produkt zu kaufen, als ein Unterschied zwischen C und A.

Energie und Kosten sparen durch die richtige Gerätenutzung

Der Energieverbrauch von Waschmaschinen hängt nicht nur von der Effizienz des Geräts, sondern wesentlich auch von der Nutzung ab. Wählen Sie die Gerätegröße nach ihren tatsächlichen Bedürfnissen aus!

Sie können Ihre Wäsche auch mit Ihrer vorhandenen Waschmaschine sparsam(er) waschen, wenn Sie die folgenden Tipps beherzigen.

Richtige Beladung der Waschmaschine

Sortieren Sie Ihre Wäsche entsprechend den Pflege-Hinweisen in den Textilien nach Weiß-, Bunt und Feinwäsche vor.
Richtige Füllmenge: Achten Sie darauf, dass Sie die Füllmenge Ihrer Waschmaschine möglichst voll ausnutzen. Eine Ausnahme bilden hier Woll- und Feinwäsche sowie Seide: Hier sollte mehr Platz gelassen werden, damit die Kleidungsstücke nicht so stark aneinander reiben.

Richtig dosieren

Je nach Wäscheart das entsprechende Waschmittel wählen (Voll-, Color-, Feinwaschmittel) und die jeweilige Dosieranweisung beachten.
Sehr häufig wird auch zu viel Waschmittel verwendet. Für übliche Verschmutzungen (keine Grasflecken, Fett bzw. Ölrückstände, etc.) reicht meist viel weniger Waschmittel, als vermutet würde. Es gibt auch konzentrierte Waschmittel in Nachfüllpackungen, die weniger Verpackungsmüll verursachen.

Energie sparendes Programm wählen

Je nach Verschmutzung sollte mit möglichst niedriger Temperatur gewaschen werden. Für Weiß- und Buntwäsche sollten maximal das 60 °C-Programm gewählt und das Kochwäsche- Programm (90 °C) möglichst vermieden werden. Oft reichen 40 °C oder 30 °C. Die modernen Waschmittel entfalten ihre Wirkung auch bei diesen niedrigen Temperaturen. Ein Tipp: Schritt für Schritt „herunterschalten“. Probieren Sie aus, ob Ihre Wäsche statt mit 60 °C auch mit 40 °C genauso sauber wird. Wenn die gewünschte Wirkung erreicht ist, können Sie noch einen weiteren Temperatur-Schritt nach unten gehen.

Hygiene

Wer eine hygienisch saubere Wäsche benötigt, z. B. bei Pflege kranker Personen im Haushalt, sollte nicht im Energiesparprogramm waschen, sondern stattdessen im Standard-, Intensiv- oder Hygieneprogramm mit mindestens 60 °C. Benutzen Sie ein pulverförmiges Voll- oder Universalwaschmittel. Dieses enthält eine Kombination von Bleichmitteln und Bleichaktivatoren, mit denen sich Krankheitskeime effektiv reduzieren lassen. Einmal pro Monat sollte ein 60 °C od. evtl. 90 °C-Programm zur Maschinenreinigung ohne Beladung eingesetzt werden, um Keime bzw. Biofilm-Ablagerungen zu beseitigen.