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Elektroautos 2018: Nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für die Geldbörse

topprodukte.at hat Trends und die Wirtschaftlichkeit aktueller Modelle analysiert. Bereits bei durchschnittlicher Fahrleistung lassen sich bis zu € 1.600 Betriebskosten pro Jahr einsparen.


Elektroauto wird aufgeladen
Quelle: fotolia.at/Wellhofer Designs

Derzeit werden in Österreich bereits über 30 verschiedene Elektro-PKWs von 13 Herstellern angeboten. Für wen die verfügbaren Modelle interessant sind und ob Anschaffungskosten, Wirtschaftlichkeit und Reichweite noch Thema sind, haben wir für Sie recherchiert. 


Elektromobilität gilt seit langem als wichtige Option zur Reduktion der fossilen Energienutzung und zur Emissions-vermeidung. 29 % der CO2-Gesamtemissionen in Österreich sind auf den motorisierten Verkehr zurückzuführen und die Zahl der Personenkilometer ist seit 1990 um mehr als 40 % gestiegen. Diese Trends verdeutlichen, wie wichtig Maßnahmen in Richtung umweltverträgliche Mobilität sind.


Genug Ökostrom für Elektromobilität

Besonders in Ländern wie Österreich mit relativ hohem Ökostromanteil, wird Elektromobilität schon sehr positiv betrachtet. Eine zukünftig verstärkte Nachfrage in diesem Bereich macht allerdings auch in Österreich einen weiteren Ausbau des Ökostromangebotes notwendig. Laut einer Studie der TU Wien könnte der Ökostromanteil in Österreich bis 2030 bereits auf 30 TWh erhöht werden. In Szenarien der Österreichischen Energieagentur führt die Entwicklung der Pkw-Flotte im Jahr 2030 zu einem Strombedarf für E-Mobilität in der Höhe von 3,3 TWh (Szenario 1: 1.128.000 Fahrzeuge / 595.000 BEV und 533.000 PHEV) bzw. 5,3 TWh (Szenario 2: 1.668.000 Fahrzeuge / 1.261.000 BEV und 407.000 PHEV), das entspricht einer Erhöhung des Gesamtstromverbrauches um 3,8 – 4,0 Prozent bzw. 6,0 – 6,5 Prozent. (Details ab Seite 37 https://www.oeamtc.at/club/oeamtc-expertenbericht-mobilitaet-klimaschutz-2030-25873728).  Die vollständige Abdeckung der Elektromobilität über Ökostrom ist somit möglich, selbst wenn die gesamte Pkw-Flotte (ende 2018 rd. 5 Mio Fahrzeuge) auf Elektroantrieb umgestellt werden würde.



Kaufpreis gegen Gesamtkosten - Elektroautos rechnen sich

Ein wesentliches Kriterium, das die Nachfrage nach Elektroautos bislang deutlich eingeschränkt hat, ist der relativ hohe Kaufpreis. Im aktuellen Marktangebot in Österreich  findet man – von einzelnen Sportwagen abgesehen – in erster Linie Klein- und Kompaktwagen im Preissegment zwischen 22.000 und 40.000 Euro. Damit liegt der Kaufpreis für ein Elektromodell im Durchschnitt um mehr als 30 % über dem eines Modells mit klassischem Verbrennungsmotor. Im Bereich der Kompaktklasse (beispielsweise VW Golf) kann das zum Beispiel eine Mehrinvestition von ca. 10.000 Euro bedeuten.


Berechnungen zeigen aber, dass der höhere Kaufpreis, für Verbraucher die ihr Auto täglich über mittlere Distanzen von insgesamt 15-20 km bzw. 30-40 km nutzen, bald amortisiert ist. Bei einer Fahrleistung von ca. 15.000 km pro Jahr lassen sich jährlich rund 500-600 Euro an Benzinkosten einsparen. Hinzu kommen jährliche Einsparungen von ca. 1.000 Euro für die motorbezogene Versicherungssteuer, Versicherungen und Wartung. Berechnet in einem Durchschnitts-Szenario bedeutet das: Über einen Zeitraum von 8 Jahren können bereits über 13.000 Euro an Betriebskosten eingespart werden. Die Anschaffung rechnet sich daher auch bei einem Kaufpreisunterschied von 10.000 Euro. Informationen zu Förderungen finden Sie unter umweltfoerderung.at


Reichweite – für die meisten Fahrten mehr als ausreichend

Einige VerbraucherInnen sind von der beschränkten Reichweite der Fahrzeuge noch verunsichert. Aber bei den heutigen Klein- und Kompaktwagen werden (gemäß neuem WLTP-Messzyklus) bei zahlreichen Modellen bereits Reichweiten von knapp 250 km erreicht. Laut Statistik sind über 90 % aller Autofahrten in Österreich kürzer als 50 km. Für die überwiegende Zahl der Fahrten ist der Elektro-PKW somit ideal – das heißt, pro Tag können mehrere durchschnittliche Fahrten ohne Nachladen zurückgelegt werden (durchschnittliche Fahrt in Österreich: 16 km). Für alle VerbraucherInnen, die den PKW nicht primär für Langstrecken einsetzen – also die überwiegende Mehrheit – bestehen somit keinerlei Einschränkungen. Hier finden Sie einen Überblick über die aktuell in Österreich verfügbaren Elektro-PKWs und deren Reichweiten.


Werden im  Winter und Sommer Heizung oder Klimaanlage genutzt, reduziert sich die Reichweite der Fahrzeuge durchschnittlich um 30 %. Allerdings sind auch Reichweiten zwischen 150 und 200 km durchaus für die meisten Verwendungszwecke noch ausreichend. Zur Maximierung der Reichweite bei Nutzung der Heizung oder Klimaanlage werden bei neueren Automodellen bereits Wärmepumpen eingesetzt.

Ladezeit – verschiedene Optionen

Für eine volle Ladung der Batterien wie sie derzeit zum Beispiel im VW-Golf, Nissan Leaf oder Renault Zoe verwendet werden (36-40 kWh) sind an der normalen Haushaltssteckdose zwischen 15 und 17 Stunden nötig. Für kleinere Fahrzeuge mit niedrigerer Ladekapazität entsprechend weniger. Meistens ist die Ladung über Nacht an der konventionellen Steckdose in der eigenen Garage ausreichend, da täglichen Weglängen in der Regel unter 50 km liegen. Werden regelmäßig bzw. täglich große Strecken zurückgelegt, empfiehlt sich die Anschaffung einer Wallbox. Sie ermöglicht eine volle Batterie innerhalb weniger Stunden (1,5-7 Stunden, je nach Modell). In den  topprodukte-Listen finden Sie einen Überblick über verschiedenste Ladestationen für zu Hause.

Besonders sinnvoll ist aber das Laden über Nacht, wenn der Stromverbrauch und damit die Last in den Stromnetzen wesentlich sinken. So können mehrere hunderttausend E-Autos ohne zusätzliche Stromerzeugungskapazität geladen werden.


Etwas umständlicher gestaltet sich das Laden für Haushalte, die über keine eigene Garage bzw. keinen eigenen Stromanschluss für die Aufladung verfügen. Hier ist man auf öffentliche Ladestationen angewiesen. Volle Aufladungen an öffentlichen Ladesäulen erfordern je nach Ladekapazität durchschnittlich 35-45 Minuten. Für schnelles Aufladen an öffentlichen Ladesäulen mit 50 kW muss der geeignete Stecker vorhanden sein (CCS oder CHAdeMO, je nach Fahrzeugmodell).

Als Hilfe bieten verschiedene Apps Live-Information über freie Ladepunkte. Die Abrechnung erfolgt meistens nach Zeiteinheit und beträgt im Schnellademodus ca. 10 Euro pro Stunde (Wien). Der Preis entspricht daher ungefähr den durchschnittlichen Kosten einer Ladung an der Haushaltssteckdose.


Lebensdauer der Batterien – großer Entwicklungsbedarf beim Recycling

Die Lebensdauer der Batterien beträgt aktuell mindestens 10 Jahre (4.000 Ladezyklen). Laut Informationen der Hersteller sollten heutige Batterien aber bereits auf 150.000 km bzw. 15 Jahre Nutzungsdauer ausgelegt sein. Eine Kilowattstunde Batteriespeicher kostet heute ca. 200 Euro mit fallender Tendenz. Für gängige Kompaktwagen mit 35-40 kWh Speicherkapazität kostet somit der Batteriesatz 7.000- 8.000 Euro.  


Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Gesamtökobilanz von Elektroautos ist das Recycling der Batterien. Bislang werden aufgrund der geringen Stückzahlen nur 5 % der Lithium-Ionen-Akkus recycled. Die – derzeit noch fehlende – Wirtschaftlichkeit des Recyclings sollte laut ExpertInnen in einigen Jahren gegeben sein.  


ExpertInnen Fazit

Vor allem für VerbraucherInnen die in der Regel kurze und mittlere Distanzen zurücklegen, sind Kleinwagen mit Elektroantrieb heute bereits wirtschaftlich und empfehlenswert. Die Reichweite ist für über 90 % der Fahrten völlig ausreichend. Beim „Tanken“ des Autos sind Haushalte mit eigenem Stromanschluss klar im Vorteil. Haushalte ohne eigene Stromversorgung in der Garage oder auf dem Parkplatz sind auf die öffentlichen Ladepunkte angewiesen. Dort dauert eine Ladung, je nach Kapazität des Akkus, ca. 35-45 Minuten zu vergleichbaren Kosten wie an der Haushaltssteckdose.

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