topprodukte.at bei FacebookSocial Media:
Bereiche

Wählen Sie hier zwischen Haushalt und Unternehmen für themenspezifische Seiteninhalte und Produktkategorien

Services
Kontakt

Wünsche, Anregungen, Kritik und Bestellungen von Informationsmaterial:
E-Mail: office@topprodukte.at

zurück zur Übersicht  |  Drucken

Worauf es bei einem smarten Fernseher wirklich ankommt

Lange hat sie nicht gewährt, die Freude an dem teuren OLED-Fernseher. Damals, als das Gerät nur am Abend für einen oder vielleicht zwei Filme aufgedreht wurde, erfreute sich die ganze Familie an den brillanten Farben und scharfen Kontrasten. Jetzt, da die Freizeitgestaltung auf Grund von Covid sowohl bei den Erwachsenen wie auch bei den Kindern auf Aktivitäten in den eigenen vier Wänden beschränkt ist, ist der Fernseher deutlich länger in Betrieb, und das tut einem OLED-Bildschirm gar nicht gut. Die organische Schicht unterliegt einem relativ hohen Verschleiß, das bedeutet, dass nicht nur die Farben mit der Zeit ausbleichen, sondern sich auch Teile im Bild, die sich wenig bis gar nicht bewegen, sehr schnell „einbrennen“ – das betrifft vor allem Senderlogos und Tickerzeilen.



Kind vor Fernseher
Quelle: fotolia/XS myst

Da dieses Problem nicht nur bei Dauerbetrieb, sondern bei jeder Nutzung des Bildschirms auftritt, haben sich die Entwickler einen Trick einfallen lassen: Wenn der Fernseher gerade nicht benutzt wird, sprich, der Bildschirm schwarz ist, läuft eine Softwareroutine ab, die das Display wieder „auffrischen“ soll. Das funktioniert bis zu einem gewissen Grad auch recht gut, hat nur einen gravierenden Nachteil: Der Fernseher benötigt dafür – natürlich - Strom! Im Klartext heisst das, ein OLED-Fernseher sollte nach Möglichkeit niemals vom Stromnetz getrennt werden, damit er jederzeit, unbemerkt im Hintergrund, seine Wartungsarbeiten vollziehen kann. Auch wenn der Stromverbrauch nur gering sein mag, so ist das Verfahren aus ökologischer Sicht doch zu hinterfragen.

Wenn ein OLED-Fernseher richtig eingestellt ist (im Auslieferungszustand ist das Bild meistens viel zu hell), verbraucht er zwar weniger Strom, dennoch sollten Benutzer, die viel fernsehen,  lieber zu einem herkömmlichen LCD-Fernseher greifen, der zwar im Normalbetrieb etwas mehr Strom benötigt, dafür aber abends mit einer Steckerleiste vom Stromnetz getrennt werden kann, und vor allem über einen längeren Zeitraum hinaus ein gleichmäßig schönes Bild liefert.


Der Vorteil von OLED ist, dass der Bildschirm ohne Hintergrundbeleuchtung auskommt, das heisst, jeder einzelne Bildpunkt selbst leuchtet, während bei LCD nur die Farbe einer Kristallschicht pünktchenweise verändert wird, und das Licht von hinten durchscheint. Deshalb erscheint auf einem OLED-Bildschirm schwarz auch wirklich als „echtes“ Schwarz, während bei LCD-Displays immer ein bisschen Licht durchschimmert, spricht, das ganze eher dunkelgrau wirkt.


Zukunftstechnologie MicroLED

Eine Alternative, die die Vorteile beider Systeme in sich vereint, stellt die MicroLED-Technologie dar: Hier leuchtet auch jeder Punkt auf dem Bildschirm selbst, allerdings wird auf organische Substanzen, die sich während des Betriebs abnutzen können, verzichtet. Momentan ist diese Technologie für den Massenmarkt noch zu teuer, es ist aber damit zu rechnen, dass sie den OLED-Markt in den nächsten Jahren ziemlich in Bedrängnis bringen wird. Irgendwo in der Mitte zwischen LCD und MicroLED sind die so genannten QLED-Displays angesiedelt: Hier wird zwar auch eine Kristallschicht von hinten beleuchtet, jedoch sitzt hier hinter jedem Punkt am Bildschirm eine eigene Leuchtdiode, während bei herkömmlichen LCDs das Bild in mehrere Segmente unterteilt wird, die dann mit gleicher Intensität bestrahlt werden. Bei QLED sind dadurch die Kontraste schärfer abgetrennt, und die Farben erscheinen realistischer.


Bei den aktuellen Fernsehern, egal, um welche Bildschirmtechnologie es sich dabei handelt, ist eine Auflösung von 3840 Bildpunkten in der Breite und 2160 in der Höhe Standard. Da 3840 fast 4000 ist, spricht das Marketing der Einfachheit halber von 4K-Displays. Während das herkömmliche, lineare Fernsehen, also das, was die traditionellen Fernsehanstalten ausstrahlen, von dieser Auflösung noch weit entfernt ist, sind über Streamingplattformen wie Netflix oder Amazon Prime schon zahlreiche Filme und Serien in 4K-Auflösung verfügbar. Das Bild ist also schärfer und detailreicher, als man es vom klassischen TV her gewöhnt ist. Ein Mehr an Details ist natürlich auch mit einer größeren Datenmenge verbunden, das heisst, um Streaming in voller 4K-Qualität zu genießen, bedarf es auch einer einigermaßen schnellen und stabilen Verbindung zum Internet.


Älteren Content, wie etwa DVDs oder BluRays ohne dem Zusatz 4K (für 4K-Blurays benötigt man einen eigenen 4K-Player), kann man auf modernen Displays natürlich auch anschauen: Die meisten 4K-Fernseher beherrschen das so genannte Upscaling, das heisst, ein eingebauter Mikrocomputer berechnet in Echtzeit, wie die Punkte zwischen den tatsächlich vorhandenen Bildelementen aussehen könnten, und bindet diese automatisch in das Bild ein. Trotzdem sieht ein Film, der „nur“ in HD-Auflösung vorliegt, auf einem normalen HD-Fernseher meist besser aus, da dann wirklich jedem Bildpunkt ein Pixel auf dem Schirm zugeordnet ist.  


Auch die noch höher auflösenden 8K-Fernseher beherrschen dieses Upscaling, was auch absolut notwendig ist, denn echten 8K-Content gibt es derzeit noch so gut wie gar keinen. Da ein Fernsehapparat heutzutage keine Investition für die nächsten 20 Jahre mehr darstellt, sondern in wesentlich kürzeres Intervallen neue Geräte angeschafft werden, sollte man das, was ein 8K-Fernseher heute mehr als ein 4K-Gerät kostet, zur Seite legen, und abwarten, bis sich 8K tatsächlich als Standard-Auflösung etabliert hat. Und natürlich verbrauchen mehr Pixel auch mehr Strom, sodass die 8K-Bildschirme wesentlich energiehungriger sind als die anderen Geräte.


Auf den richtigen Abstand kommt es an

Schon die 4K-Auflösung erlaubt es, wesentlich größere Fernseher zu bauen, ohne dass die einzelnen Bildpunkte störend auffallen würden. Allerdings hängt dies natürlich auch stark von der Entfernung des Betrachters zum Bildschirm ab. Und da gilt es wiederum zu bedenken: Je näher man an den Fernseher heranrückt, desto anstrengender wird es, das Bild in seiner Gesamtheit zu erfassen. Die Augen müssen sich mehr hin und her bewegen, dementsprechend wird der Fernsehabend anstrengender.  


Allerdings kommt auch hier das Problem mit dem Upscaling zum Tragen: Wird der Fernseher mit Content gefüttert, der seiner tatsächlichen Auflösung entspricht – also HD mit HD und 4K mit 4K – kann man näher an den Bildschirm heranrücken, als wenn das Bild neu berechnet werden muss, da allfällige Unschärfen und Bildfehler bei einem geringeren Sitzabstand natürlich auch deutlicher ins Auge stechen.

Eine ungefähre Faustregel besagt, dass der optimale Sitzabstand zwischen Fernseher und Couch mindestens das Doppelte, und höchstens das Dreifache der Bildschirm-Diagonale betragen sollte. Da in den meisten Fällen aber die Wohnung zuerst da ist, und der passende Fernseher dazu gekauft wird, und nicht umgekehrt, ist also Dividieren angesagt.


Um es einfacher zu machen: Ein typischer 48 Zoll-Fernseher (entspricht 121 Zentimetern) ist für einen Sitzabstand von 2,5 bis 3,5 Metern geeignet, dürfte somit in die meisten Wohnzimmer passen, ein 65 Zöller ist dagegen nur für Räume zu empfehlen, bei denen die Couch tatsächlich mehr als drei Meter entfernt ist.


Zusatzgeräte fressen Strom

Abgesehen vom ergonomischen Standpunkt spricht auch der Energiebedarf der Geräte für eine überlegte Auswahl des richtigen Fernsehers. Naturgemäß verbraucht ein größeres Display auch mehr Strom, und auch Zusatzgeräte, die extern anzuschließen sind, schlagen sich auf dem Stromzähler nieder. Wenn der Fernseher etwa einen integrierten Receiver mit dem entsprechenden Einschub für ein CI-Modul hat (so etwas braucht man, um verschlüsselte Programme wie etwa den ORF oder das HD-Angebot der Privatsender via Satellit empfangen zu können), ist dies vom Stromverbrauch her wesentlich nachhaltiger, als wenn eine zusätzliche Box an den Bildschirm anschließen muss. Gleichzeitig ist es natürlich auch komfortabler, wenn man für den Fernsehabend nur eine anstatt zwei Fernbedienungen braucht. Allerdings sind Fernseher ohne Tuner inzwischen eher die Ausnahme, die meisten Standard-Produkte sind mit einem Triple-Tuner ausgestattet, der sich sowohl für den Empfang via Satellit, wie auch für digitales Antennen-Fernsehen und Kabel-TV eignet.


Wer gerne Streaming-Angebote nutzt, sollte wiederum darauf achten, dass der Fernseher von sich aus so smart ist, auf die gewünschten Online-Dienste zugreifen zu können. Dabei darf allerdings nicht verschwiegen werden, dass sich an den Software-Schnittstellen und den Vereinbarungen zwischen den Hardware- und den Content-Anbietern immer wieder etwas ändern kann. Es ist nicht garantiert, dass ein Fernseher, der heute problemlos Filme eines bestimmten Providers streamt, dies auch morgen noch kann – unter Umständen ist dann doch noch die Anschaffung eines entsprechenden Sticks, den man an die HDMI-Buchse steckt, vonnöten.


Viele, viele Buchsen

HDMI-Buchsen kann es an einem Fernsehgerät übrigens nie zu viele geben: Hier werden Streaming-Sticks, Blu-Ray-Player, Spielkonsolen, Digitalkameras, und bei Bedarf auch Computer an den Bildschirm angeschlossen. Wer nicht dauernd umstöpseln möchte, sollte darauf achten, dass der Fernseher auf jeden Fall mehr als nur eine solche Buchse hat. Spätestens seit der Markteinführung der Playstation 5 ist der neue HDMI-Standard 2.1 in aller Munde, zur allgemeinen Beruhigung sei jedoch gesagt: HDMI 2.0 reicht auch da völlig aus. Der neue, künftige HDMI-Standard ermöglicht höhere Datenraten, was für flüssigere Bewegungen bei sehr schnellen Spielen sorgen soll, die derzeit aber nur von wenigen Games zur Verfügung gestellt werden. Auch für High End-Soundsysteme wie Dolby Atmos könnte HDMI 2.1 im Heimkino von morgen an Bedeutung gewinnen. Wenn der Fernseher also schon HDMI 2.1 beherrscht, ist es fein, ein tatsächliches Kaufkriterium sollte es aber - zumindest nach dem heutigen Stand der Dinge – nicht sein.


Neue Energie-Labels

Wer sich beim Neukauf eines Fernsehers – oder auch eines anderen Elektrogeräte - an den Energie-Labels orientiert, sollte aufpassen: Ab 1. März gibt es bei Fernsehern, Kühlgeräten, Geschirrspülern und Waschmaschinen sowie Waschtrocknern neue Labels! Da die Energieeffizienz der Geräte in den letzten Jahren fast grundsätzlich immer besser geworden ist, und dazu auch neue, bessere Messmethoden entwickelt wurden, wurden die neuen Labels so gestaltet, dass ein klares A wieder die beste Klasse definiert. Das A mit einer variablen Anzahl angehängter Plus-Zeichen gehört dann der Vergangenheit an. Eins zu eins lassen sich das alte und das neue Label allerdings nicht umrechnen, da sich auch die Kriterien, die für die Bewertung herangezogen werden, zum Teil geändert haben. Zwischen 1. und 18. März gilt eine Übergangsphase, danach sollten alle alten Labels aus den Geschäften verschwunden sein. Natürlich kann es vorkommen, dass an älteren Modellen nach wie vor die alten Labels hängen, deshalb ist auf jeden Fall aufpassen angesagt.  


Checkliste für den TV-Kauf:      

  • Wählen Sie ein topprodukt der Effizienzklasse A++ oder A+ (ab März A oder B)
  • Die richtige Bildschirmgröße nach Aufstellungsart und genutzten Medien wählen
  • Welche Funktionen oder smart Features werden wirklich benötigt?  

Wie sie auch im Betrieb Energie und Kosten sparen:

  • Hard-Switch oder Steckerleiste: Ein eingebauter sogenannter „Hard-Switch“ erlaubt die komplette Trennung des Geräts vom Stromnetz, d. h. das Gerät ist komplett ausgeschaltet ohne Energieverbrauch durch Standby-Funktionen
  • Abstellen der Netzwerkfunktion im Standby-Betrieb: Insbesondere das Abrufen von Programminformationen im Standby-Betrieb kann einen signifikanten Energieverbrauch verursachen. Bei vielen Geräten können die Netzwerkfunktionen im Standby-Betrieb abgeschaltet werden. Der geringfügige Nachteil dabei ist, dass verschiedene Programminformationen beim Start des TV-Geräts zunächst geladen werden müssen.
  • Automatische Helligkeitsanpassung des Bildschirms (ABC, Automatic Brightness Control): Zahlreiche Produkte bieten eine automatische Helligkeitsanpassung abhängig von der Helligkeit der Umgebung. Damit kann besonders bei reduzierter Raumbeleuchtung am Abend Strom gespart und auch der Sehkomfort verbessert werden. Die Helligkeitsanpassung kann bei vielen Geräten entsprechend aktiviert und deaktiviert werden.
  • Verwendung von Anwesenheits- bzw. Bewegungssensoren: Manche TVs bieten Anwesenheitssensoren mit einer automatischen stufenweisen Abschaltung von Bild, Ton und Gerät insgesamt. Das Gerät geht sukzessiv in einen höheren Energiesparmodus über, wenn sich längere Zeit kein Zuseher vor dem Bildschirm befindet (oder der Zuseher gegebenenfalls einschläft und sich nicht mehr bewegt).
  • Werkseinstellungen kontrollieren: Ab Werk Einstellungen kontrollieren und gegebenenfalls optimieren. Vor allem mit der Reduktion der Helligkeit können Sie den Stromverbrauch senken und Kosten sparen. 

Auf topprodukte.at finden Sie eine umfangreiche Übersicht aktueller Geräte mit detaillierten technischen Daten und ihrem tatsächlichen Stromverbrauch, sowie unsere Broschüre zum Download als PDF-Datei.

zurück zur Übersicht  |  Drucken

Faktencheck


»Wäschetrockner



Reparaturratgeber

» Hier geht's zum Reparaturratgeber


Quelle: shutterstock.com/Africa Studio

Ratgeber

» Ratgeber zu Lampen, Haushaltsgeräten und TVs

 Newsletter

Sie möchten den topprodukte.at Newsletter direkt in Ihr Postfach bekommen oder haben eine Ausgabe versäumt?

» Hier finden Sie alle Ausgaben des topprodukte.at Newsletter

» Anmeldung unter klimaaktiv.at


Kids-Corner

» Mit den Top-Energie-Detektiven die Welt der Energie entdecken!





topprodukte.at Partner:
Bitte beachten Sie die datenschutzrechtlichen Informationen für die Verarbeitung Ihrer Daten. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung und Cookie-Policy