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Update E-Automarkt

Jüngste Entwicklungen auf den Automobilabsatzmärkten und aktuelle Vorgaben auf EU-Ebene deuten laut Experten und Expertinnen auf eine mögliche Preisreduktion für E-Autos ab kommenden Herbst hin. klimaaktiv gibt einen Überblick über aktuelle Entwicklungen. 


Seit Jahren zeigt sich ein beständiger Trend in den KFZ-Neuzulassungen in Österreich: Der Anteil an E-Autos in Österreich steigt stetig an. Doch auch auf dem E-Automarkt macht sich die Coronakrise bemerkbar und verleiht dieser Entwicklung erstmals einen Dämpfer. 2020 wurden bis Ende April zwar 2.985 E-Autos neu zugelassen, dies bedeutet aber einen Rückgang von rund 8,6 % zum Vergleichszeitraum 2019. Dennoch hat sich der E-Autobestand in Österreich auf 31.667 Fahrzeuge erhöht. Damit sind 4,5 % aller Neuzulassungen in Österreich E-PKWs.


E-Auto wird mit Strom betankt
Quelle: Unart / Sascha Jakap

Mobilität in Österreich

Seit Jahrzehnten steigt die Mobilität der Österreicher und Österreicherinnen kontinuierlich an. Seit 1990 hat sich die Zahl der zurückgelegten Personenkilometer um 40 % erhöht. Mittlerweile werden rund 29 % der CO2-Gesamtemissionen in Österreich durch den Verkehr verursacht. Jüngste Analysen zeigen: Die CO2-Emissionen des Verkehrs sind im Vorjahr zum 5.Mal in Folge gestiegen. Das nationale Klimaziel 2019 für den Verkehrsbereich wurde verfehlt. Auch wenn in vielen Bereichen, vor allem auf dem Gebiet der Elektromobilität, wichtige Fortschritte erzielt wurden, schlagen diese Erfolge noch nicht nachhaltig auf die CO2-Emissionen im Verkehr durch. Weitere Maßnahmen sind notwendig, um eine nachhaltige Trendwende im Verkehrsbereich zu schaffen. Auf EU-Ebene wurden nun wichtige Beschlüsse gefasst, die laut Experten und Expertinnen zu einer spürbaren Veränderung auf den Automobilmärkten führen wird.


Strengere CO2-Grenzwerte für Neuzulassungen bis 2030


Im April 2019 haben sich die Vertreter und Vertreterinnen der EU-Mitgliedstaaten auf strengere CO2-Grenzwerte bis 2030 für neu zugelassene PKWs und LKWs geeinigt. Der CO2-Ausstoß muss demnach für Neuwagen bis zum Jahr 2030 um 37,5 % im Vergleich zum Referenzjahr 2021 sinken. Für leichte Nutzfahrzeuge ist eine CO2-Reduktion bis zu 31 % vorgesehen. Als Zwischenziel wurde bis 2025 ein Reduktionsziel von 15 % festgesetzt. Laut Beschluss müssen alle Autohersteller, welche die Grenzwerte überschreiten, mit teils empfindlichen Strafen rechnen. Die vereinbarten Grenzwerte legen für Hersteller fest, wie viel CO2 ein Neuwagen im Schnitt ausstoßen darf. Derzeit dürfen Neuwagen im EU-Flottendurchschnitt im Jahr 2021 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen. Dieser Wert ist ebenfalls die Basis aufgrund der, die festgelegte Reduktion der Emissionen bis 2030 erfolgen soll. Eine Studie der PA-Consulting zeigt nun, dass der Grenzwert von 95 Gramm CO2 pro Kilometer für 2021 von vielen Herstellern nicht eingehalten wird. Vor allem der hohe Anteil an verkauften SUV-Fahrzeugen lässt die durchschnittlichen CO2-Flottenaustöße der Autohersteller in die Höhe schnellen. Insgesamt rechnet die Studie mit Strafzahlungen in der Höhe von 14,5 Milliarden Euro für europäische Autoproduzenten im Jahr 2021. Die Studie kommt daher zum Schluss, dass unter anderem eine massive Ankurbelung der Verkaufszahlen von „low emission“ Fahrzeugen (hybrid oder vollelektrisch) mögliche Strafzahlungen entgegenwirken kann. Daher könnte es laut Experten und Expertinnen im Herbst bereits zu ersten spürbaren Preissenkungen kommen, um den Verkauf von E-Autos anzukurbeln und somit den durchschnittlichen Flottenverbrauch der Hersteller in die Nähe des Grenzwertes von 95 Gramm CO2 zu drücken. Denn viele Hersteller wollen sich am stark wachsenden E-Automarkt schon frühzeitig Anteile sichern, anstatt Strafzahlungen zu begleichen. Ob die Prognose auch trotz Coronakrise zutrifft, wird sich in den kommenden Monaten weisen.


Neuigkeiten zur Ökobilanz von E-Autos


Durch den EU-Gesetzesbeschluss wurde ebenfalls beschlossen, dass bis 2023 eine unionsweite einheitliche Berechnungsmethode, um die Ökobilanz von E-Autos zu bestimmen, entwickelt werden soll. Damit soll sichergestellt werden, dass die CO2-Emissionen des gesamten Lebenszyklus von Personenkraftfahrzeugen und leichteren Nutzfahrzeugen europaweit einheitlich berechnet werden. Eine von der Arbeiterkammer Wien und dem Umweltbundesamt veröffentlichte Studie Ende 2019 analysiert erstmals die Ökoblianz von E-Autos und liefert hierzu erste Ergebnisse. Sie kommt zu dem Schluss, dass die Ökobilanz auch innerhalb des E-Autofahrzeugsegments stark variiert aber im Vergleich zu benzin- und dieselbetriebenen Pkws deutlich im Vorteil liegt. 

Grundsätzlich ist die Effizienz bei batterieelektrischen Autos bei der Umwandlung von eingesetzter Energie in Bewegungsenergie um den Faktor 3 höher als bei konventionell betriebenen Autos.  Mit derselben eingesetzten Energiemenge kann daher rund 3 Mal weiter gefahren werden als mit einem benzin- oder dieselbetriebenen Pkw. Die Autoren der Studie betonen aber auch hier, dass abhängig von Bauweise, Fahrzeugleergewicht, Energieeinsatz und eingesetzter elektrischer Antriebstechnologie zum Teil große Unterschiede im E-Autosortiment bestehen. Der Vergleich der kumulierten Treibhausgasemissionen als Folge von Fahrzeugherstellung und Betrieb im Kleinwagensortiment zwischen einem E-Auto und einem dieselbetriebenen Pkw zeigt ebenfalls ein eindeutiges Bild. Im Vergleich kommt das Dieselfahrzeug auf 215g CO2-Äquivalente je gefahrenen Kilometer und das E-Auto unter Berücksichtigung des derzeitigen österreichischen Strommix auf 105g. Würde das E-Auto rein durch Ökostrom betrieben werden, verbessert sich die Bilanz auf 70g CO2-Äquivalente je gefahrenen Kilometer. Die Autoren schlussfolgern, dass bereits bei der Kaufentscheidung bei E-Autos auf einen möglichst energieeffizienten Betrieb geachtet werden sollte. Klein- und Kompaktwagen sind hier im Vorteil gegenüber den schweren Fahrzeugen wie beispielsweise SUVs. Um die Ökobilanz von E-Fahrzeugen weiter zu verbessern plädieren die Autoren ebenfalls für eine überwiegende Nutzung von erneuerbaren Energiequellen für den Betrieb und zur Produktion der Fahrzeuge und der Fahrzeugbatterien. Für Österreich bedeutet dies vor allem eine rasche und flächendeckende Umstellung auf Ökostrom, um die Ökobilanz von E-Fahrzeugen im Betrieb weiter zu verbessern. 


E-Autos in Österreich - Wichtige Tipps und Infos


Angesichts dieser Entwicklungen gehören auch hierzulande E-Autos zunehmend zum Alltagsbild auf Österreichs Straßen. Rund um das Thema Elektromobilität finden sich zahlreiche Informationsplattformen im Internet. Wer sich für den Kauf eines Elektrofahrzeugs interessiert findet einen aktuellen Überblick über die in Österreich verfügbaren Fahrzeuge und deren Reichweite auf topprodukte.at. klimaaktiv mobil fördert den Umstieg und Ausbau klimaverträglicher und effizienter Mobilität mit attraktiven Förderpauschalen. Weitere Informationen zu den Förderbedingungen von Betrieben, Gemeinden und Privatpersonen erhalten sie auf der Website  Umweltförderung.at. Förderanträge können noch bis zum 31.12.2020 eingereicht werden. Einen Gesamtüberblick über europaweite Marktneuheiten gibt die „Electric Vehicle Database“. Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie betreibt in Kooperation mit der E-Control die Übersichtsplattform www.ladestellen.at. Auf dieser Plattform können sämtliche in Österreich registrierten Ladestellen ausfindig gemacht werden. Für eine Reise ins Ausland eignet sich ein Besuch auf der Website www.e-tankstellen-finder.com. Für weitere Informationen zur Anschaffung einer eigenen Ladestation empfehlen wir folgenden topprodukte-Artikel. Wer weitere Hintergrundinformationen zum Thema Elektromobilität in Österreich sucht, wird beim klimaaktiv mobil Faktencheck E-Auto  fündig oder besucht die Seite www.faktencheck-energiewende.at des Klima- und Energiefonds.

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