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Energieeffizient, sparsam und trotzdem sauber: So waschen Sie richtig!  

Es ist einfacher als man denkt, einfach, sauber, umweltschonend und gleichzeitig sparsam zu waschen. Wer sich beim Kauf und der Nutzung einer Waschmaschine an ein paar einfache Regeln hält, kann seine Energie- und Waschmittelkosten deutlich senken.  


Handtücher in der Waschmaschine
Quelle: BMNT/Paul Gruber
Energieeffizient Waschen und saubere Wäsche ist kein Widerspruch – sofern man nicht nur auf moderne Technik setzt, sondern diese danach auch richtig nutzt.  


Richtig dosieren  

Zum Beispiel, indem man das Waschmittel richtig dosiert. Leider wird nach wie vor – frei nach dem Motto: „Viel hilft viel“ – zu viel Waschmittel verwendet. Diese Mittelchen sind aber mittlerweile so hoch konzentriert, dass man sich das getrost sparen könnte. Zu viel Waschmittel sorgt nämlich nicht nur für störende Rückstände auf der Kleidung, sondern ist auch schädlich für die Haut. Außerdem schadet eine zu hohe Dosierung der Geldbörse und der Umwelt.  


Richtig dosiert können Waschmittel dahingegen ihre volle Wirkung entfalten. Vor der Anwendung empfiehlt sich daher ein Blick auf die Verpackungshinweise, da man nicht alle Waschmittel über einen Kamm scheren kann. Auf dem Markt sind inzwischen nämlich unzählige Sorten erhältlich. Pulverwaschmittel für Weiß- und Buntwäsche, flüssiges Kompakt-Waschmittel oder die derzeit heftig umworbenen Gelkapseln: Jeder Hersteller gibt hier eine eigene Dosierung für das jeweilige Waschmittel vor.  


Die Dosiervorgaben der Hersteller sind immer auf die Wasserhärte, die Wäschefüllmenge und den Verschmutzungsgrad abgestimmt. Generell gilt: Bei hartem Wasser muss mehr Waschmittel verwendet werden, da sich mehr Kalk, Magnesium und Kalzium im Wasser befinden. Die regionale Wasserhärte kann man entweder beim Wasserwerk (bzw. der Gemeinde) erfragen oder mittels Teststäbchen (gibt’s in Drogerien und Apotheken) selbst messen. Ein bisschen Bauchgefühl (und Erfahrung) ist beim Feststellen des Verschmutzungsgrads gefragt. Im Idealfall können Sie stark verschmutzte von der leicht verschmutzten Wäsche trennen und diese getrennt waschen. Wäsche mit Fett- oder Grasflecken brauchen jedenfalls mehr Waschmittel als ein selten genutztes Handtuch. Außerdem sollten Sie solche „speziellen“ Flecken mit den passenden Mitteln vorbehandeln. Einfacher ist’s da schon bei der Wäschemenge – meist geben die Hersteller nämlich in ihren Dosiertabellen unterschiedliche Maschinenladungsgrößen an.   


Flüssig oder Pulver?  

Ebenso alt wie die Frage nach der richtigen Dosierung ist auch die Diskussion rund um Flüssig- oder Pulverwaschmittel. Beide Formen haben ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Flüssigwaschmittel beispielsweise hinterlassen keine Waschmittelrückstände. Das liegt aber nicht nur an der flüssigen Form, sondern auch daran, dass auf Inhaltsstoffe wie Bleichmittel oder auch Wasserenthärter verzichtet wird. Ein weiterer Vorteil ist die vergleichsweise saubere Anwendung und die unkomplizierte Dosierung. Das fehlende Bleichmittel ist gut für die Buntwäsche, weiße Wäsche neigt allerdings zum Vergrauen. Hier muss man dann zu Mitteln mit optischem Aufheller greifen.  


Problematisch kann Flüssigwaschmittel auch für Menschen mit sensibler Haut oder Allergien werden, da sie Konservierungsstoffe enthalten. Diese gelten als wenig umweltfreundlich und können Hautirritationen hervorrufen. Das liegt auch an den enthaltenen Tensiden, die als Ersatz für Bleichmittel in Flüssigwaschmitteln zum Einsatz kommen. Anders als Flüssigwaschmittel enthält Waschpulver Bleichmittel. Diese können sich sowohl auf die Fleckentfernung als auch auf den Erhalt weißer Farbe positiv auswirken. Auch sind hier keine Konservierungsstoffe zu finden, weswegen auch sensible Menschen weniger Probleme mit ihrer Haut haben. Doch auch Waschpulver hat nicht nur Vorteile. Sehr oft gibt’s hier nämlich Waschmittelrückstände auf der Wäsche, was insbesondere bei farbigen oder dunklen Textilien sehr unschön aussieht. Auch die Dosierung ist nicht sonderlich einfach, da beim Messbecher immer Schwankungen vorkommen. Welche Form Sie schlussendlich bevorzugen bleibt aber allein Ihnen überlassen.  


Ab in die Maschine 

Ist die Entscheidung fürs passende Waschmittel erst einmal gefallen, fehlt nur noch eines: die richtige Waschmaschine. Dass man beim Kauf einen genauen Blick aufs Energieeffizienzlabel wirft, versteht sich inzwischen ohnehin von selbst – das allein reicht aber nicht: auch auf die richtige Größe der Waschmaschine kommt’s an. Denn selbst das energieeffizienteste Gerät verbraucht unnötig Ressourcen, wenn es nicht entsprechend seiner Möglichkeiten genutzt wird. Oder anders erklärt: Eine halb gefüllte Waschmaschine braucht halt leider nicht nur die Hälfte an Strom und Wasser –das gilt übrigens auch dann, wenn sie über eine so genannte Mengenautomatik verfügt. Diese Einsparungen sind leider nicht proportional. Eine Maschine mit halber Befüllung braucht nicht die Hälfte, sondern immer noch 60 bis 85 Prozent an Wasser und Energie.      


Maximale Füllmenge beachten  

Darum sollte nebst dem Energie- und Wasserverbrauch auch die maximale Füllmenge ein wichtiges Kriterium beim Waschmaschinenkauf sein. Und hier sollten Sie sich für die kleinstmögliche Maschine entscheiden, die zur Menge an Wäsche passt, die bei Ihnen anfällt. Entscheidend sind ausschließlich die persönlichen Lebensumstände: Ein Single-Haushalt kommt mit einer 5-Kilogramm-Maschine locker aus. Mittlere Haushalte mit drei bis vier Personen können sich für ein Modell mit bis zu sieben Kilogramm entscheiden. Und erst bei einem großen Haushalt mit vielen (kleinen) Kindern und Haustieren sind Waschmaschinen mit acht bis zwölf Kilogramm sinnvoll.  


Das deutsche Öko-Institut hat übrigens in einer Studie erhoben, dass ein 2-Personen-Haushalt durchschnittlich 140 Mal (je 3,6 kg Wäsche), ein 4-Personen-Haushalt 211 Mal (je 4,6 kg) und ein Single-Haushalt etwa 164 Mal (3,2 kg) pro Jahr wäscht. Daraus lässt sich ableiten, dass leider nicht immer darauf gewartet wird, bis genügend Schmutzwäsche anfällt. Das Ergebnis: viele Waschgänge laufen mit halbleeren Trommeln ab. Ein grober Fehler, denn nichts verursacht so hohe und unnötige Kosten, wie eine halbleere Waschmaschine. Übrigens: Wie viel ein Kilogramm Wäsche (gemeint ist damit immer die trockene Wäsche!) genau ist, ist leider schwer zu sagen – eine allgemein gültige Faustregel gibt es hier nämlich nicht. Unser Tipp daher: Stellen Sie sich mit Ihrem Wäschekorb ein paar Mal auf die Waage – und verlassen sich danach auf Ihr Bauchgefühl.    


Besonders effiziente Geräte finden Sie – wie üblich – in unseren topprodukte-Listen:   

Länger ist sparsamer 

Zeit ist Geld – das gilt umso mehr für die integrierten Eco-Programme. Räumt man den Waschmaschinen mehr Zeit für ihre Arbeit ein, zahlen sie es mit einer niedrigen Stromrechnung zurück. Dabei ist es ein Irrglaube, dass Waschmaschinen, die im Eco-Programm 180 oder mehr Minuten laufen, auch mehr Energie verbrauchen. Das Geheimnis liegt hier in der Waschtemperatur verborgen: Rund drei Viertel der Energie gehen fürs Erhitzen des Wassers drauf. Eco-Programme laufen nur für eine sehr kurze Zeit auf der gewählten Temperatur und arbeiten die restliche Zeit mit niedrigeren Werten – und brauchen zudem auch weniger Wasser, was ebenfalls zur Energieersparnis beiträgt. Und weil’s viele Waschmaschinen-Modelle nach wie vor anbieten: Eine eigene Vorwäsche ist im Regelfall nicht nötig und treibt nur den Wasser- und Energieverbrauch unnötig nach oben.


Mehr zum Thema Eco-Programme erfahren Sie in unserem klimaaktiv-topprodukte Faktencheck Video.  


Die Angst vor schmutziger Wäsche ist übrigens vollends unbegründet. Die „fehlende“ Temperatur wird durch eine längere Waschphase ausgeglichen – daraus resultieren dann auch die längeren Laufzeiten. Hinzu kommt, dass moderne Waschmittel für niedrige Temperaturen ausgelegt sind, da auch die meisten modernen Textilien selten mehr als 40 Grad Celsius vertragen ohne Schaden zu nehmen. Sehr interessant ist in diesem Sinne das Zusammenspiel zwischen Temperatur und Waschmittel: Beispielsweise kann die Waschtemperatur nicht beliebig gesenkt werden, weil sonst die Waschmittel nicht mehr richtig wirken. Diese enthalten nämlich Enzyme, die ihre Wirkung oft erst bei bestimmten Temperaturen entfalten. Zwar gibt es inzwischen auch so genannte Kaltwaschmittel, die schon bei 15° Celsius beste Ergebnisse versprechen, die Meinungen darüber sind aber nach wie vor sehr geteilt  


Heißer als 40 Grad sollten Sie die Wäsche nur dann waschen, wenn sie von einem kranken Familienmitglied getragen wurde oder von Ungeziefer (Läusen usw.) befallen ist. In diesem Fall sind Sie mit dem 60-Grad-Programm gut bedient. Setzen Sie zudem bleichmittelhaltiges Waschmittel (tötet Keime besonders effektiv) ein und waschen Sie die Stücke separat.  


Tipp: Wird oft bei niedriger Temperatur gewaschen, können sich Ablagerung bilden. Das ist nicht nur hässlich, sondern beflügelt auch das Wachstum von Bakterien. Eine gelegentliche 60 °C Wäsche mit Vollwaschmittel (aber ohne textile Beigabe!) schafft Abhilfe.

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