Pimp my TV: Streaming-Sticks bringen Fernseher auf den aktuellen Stand der Technik

Fernseher mit Internetfunktionen und Apps sind schon lange keine Besonderheit mehr. Trotzdem sind nicht in allen Wohn-, Kinder- oder Schlafzimmern Smart-TV-Geräte zu finden. Damit fällt die Nutzung von Netflix, Amazon Prime Video, Dazn oder anderen beliebten Videostreamingdiensten aus. Wer diese trotzdem nutzen will, kann seinen Fernseher mit kostengünstigen Streaming-Sticks auf den aktuellen Stand der Technik bringen.

Im Wohnzimmer Mann sitzt auf einer Couch hält Controller spielen in einer Konsole Videospiel

Quelle: iStock/gorodenkoff

Die Sticks müssen dafür lediglich in den HDMI-Eingang des TV-Apparats gesteckt und mit einer Stromquelle verbunden werden. Für technisch halbwegs versierte Personen stellt die Konfiguration, samt Verbindung mit dem WLAN, keine große Hürde dar. Anleitungen finden sich Zuhauf im Netz oder auf Youtube. Danach stehen Film- und Serienangebote von Online-Videoplattformen zu Nutzung bereit. Zusätzlich bringen die Sticks auch Musikstreaming, Radiosendungen, Services wie Internettelefonie oder Videospiele auf das TV-Gerät. Dafür halten die Anbieter eine unglaubliche Fülle an Apps bereit.

Zusätzlich ermöglichen es manche der Sticks, Fernseher mittels Sprache zu steuern. So können etwa Apps gestartet werden, die Lautstärke geregelt oder der Fernseher ausgeschaltet werden. Nebenbei bekommen Nutzer antworten auf Fragen nach dem Wetter, der Uhrzeit oder wie die reichste Person der Welt heißt.

Besonders verbreitet sind zwei Streaming-Sticks: Der Amazon-Fire-TV-Stick und Google-Chromecast. Der Fire-TV-Stick ist nicht größer als eine Packung Kaugummi, kommt mit einer Fernbedienung daher, beherrscht Spracheingabe und ist in der günstigen Version ab 18 Euro zu haben.

Der Chromecast ist hingegen rund, misst etwas mehr als fünf Zentimeter und baumelt, einmal angesteckt an seinem flexiblen HDMI-Kabel an der Rückseite des Fernsehers. Vor wenigen Wochen stellte Google eine neue Version vor, deren auffälligste Neuerung eine Fernbedienung ist. Frühere Modelle mussten ohne auskommen, da erfolgte die Auswahl der gewünschten Inhalte per Smartphone oder dem Chrome-Webbrowser. Diese Möglichkeiten gibt's mit dem neuen Stick weiterhin, es klappt aber auch die Steuerung mit der handlichen Fernbedienung.

Vor dem Kauf gilt sich allerdings zu überlegen, wozu der Stick hauptsächlich gebraucht wird. So lässt sich etwa das Serienangebot von Apple TV+ nicht mit allen Fire-TV-Sticks genutzt werden. Die günstigeren Geräte können Filme und Serien in 4K-Auflösung (UHD) nicht abspielen, dies ist teureren Sticks vorbehalten. Der Stromverbrauch bewegt sich mit rund zwei Watt beim Streamen von Filmen im Rahmen, die Kosten sind überschaubar.

Streaming-Sticks können aber auch eine Ergänzung für aktuelle Fernseher sein. Vor allem durch ihr umfangreiches App- und Spieleangebot, mit dem viele TV-Hersteller nicht mithalten können oder wollen, etwa weil sie nicht interessiert sind, bestimmte Services der Konkurrenz anzubieten. Viele der Apps für Streaming-Sticks zeichnen sich durch ihre besonders einfache Steuerung aus und sie werden regelmäßig mit Updates versehen, die neue Features auf den Bildschirm bringen.

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