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Ratgeber Mobiltelefone

Ratgeber Mobiltelefone

 

Telefonieren und SMS schicken können Sie alle, die neue Generation der Mobiltelefone bietet jedoch eine Vielzahl von zusätzlichen Möglichkeiten. Da rücken neben Funktionen wie z.B. E-Mails, Kalender oder Freisprechen die Eigenschaften der unterschiedlichen Betriebssysteme in den Vordergrund.

 

Derzeit besitzen ca. 91% der Österreicher ein Handy, wovon bereits 1/3 sogenannte Smartphones sind. Dieser Anteil wird aber wohl in den kommenden Jahren noch deutlich steigen.

 

Checkliste für den topprodukte-Kauf

Betriebssystem

Während bei herkömmlichen Handys die Hardware für die Funktionen verantwortlich ist, entscheidet bei Smartphones das Betriebssystem über die Funktionalität und Flexibilität.

Zu den wesentlichen Unterschieden der Betriebssysteme zählen die Synchronisationswege, Kompatibilität, die Flexibilität/Offenheit des Systems und die Anzahl der Zusatzprogramme (Apps) die verfügbar sind.


GSM, UMTS, LTE, HSPA, HSDPA, HSUPA

Wer sein Handy nur zum Telefonieren und SMS schreiben nutzt, für den reicht ein GSM Handy aus. Für GSM gibt es die Erweiterungen Edge und GPRS, welche eine schnellere Datenübertragung ermöglichen. Ein Handy, das UMTS und eventuell sogar schon LTE unterstützt, sollten Sie dann wählen, wenn Sie häufig im Internet surfen oder Daten down- bzw. uploaden. Für UMTS gibt es die beiden Erweiterungen HSDPA und HSUPA, die für verschiedene Anwendungsgebiete höhere Übertragungsraten bieten. Mehr Informationen zu den Mobilfunknetzwerken finden Sie im Technik-Wegweiser.


Speicherplatz und -erweiterung

Sie nützen die Multimedia-Funktionen Ihres Smartphones häufig, machen damit Fotos und laden Daten aus dem Internet? Dann sollten Sie darauf achten, dass der Speicher des Geräts groß genug ist. Noch praktischer ist ein Handy mit Speicherkartenslot, da man damit nicht nur den internen Speicher erweitern, sondern die Karten auch herausnehmen und an andere Geräte anschließen kann.


Anschlüsse

Die meisten Mobiltelefone verfügen über Micro-USB-Anschlüsse, über die Sie die Daten einfach auf Ihren PC/Laptop übertragen können. Manche Hersteller bieten bereits Modelle an, welche zusätzlich noch einen HDMI Anschluss besitzen. Über HDMI können Sie mit dem Handy aufgenommene Videos einfach auf Ihrem TV-Gerät ansehen. Zusätzlich gibt es noch verschiedene drahtlose Kommunikationsmöglichkeiten wie Bluetooth, Infrarot und NFC (siehe Technik-Wegweiser).


Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit von Smartphones ist deutlich kürzer als die eines herkömmlichen Handys. Die Vielzahl an Funktionen und große Displays verbrauchen Strom und verkürzen die Laufzeit.

Wichtig: Mehrere Hersteller verbauen die Akkus fix in die Geräte ein. Ein austauschbarer Akku ist aber vorteilhaft, da man ihn bei Problemen einfach ausbauen und ersetzen kann.


Der richtige Tarif zum Smartphone

Smartphones gehen häufig unbemerkt online um zum Beispiel Hintergrunddaten zu synchronisieren. Mit dem falschen Handytarif kann das schnell teuer werden! Erkundigen Sie sich bei Ihrem Mobilfunkanbieter über spezielle Smartphone-Tarife oder Zusatzpakete (Datentarife).

 

Tipps für die topprodukte-Nutzung

Handystrahlung

Laut mehreren Studien sind Handystrahlungen in einem Bereich, der nicht schädlich für die Gesundheit ist. Dennoch sollte man zu lange Belastung vermeiden, in dem man z.B. ein Headset verwendet, um den Abstand des Handys (bzw. dessen Antenne) zum Kopf zu vergrößern. Am größten ist die Strahlung beim Rufaufbau, daher sollte man das Mobiltelefon während dieser Phase vom Kopf weghalten und erst bei einer erfolgreichen Verbindung ans Ohr legen.


Einstellungen optimieren und Akku sparen

Je mehr Funktionen ein Mobiltelefon hat und je mehr diese angewendet werden, desto schneller wird der Akku leer. Optimieren Sie die Energiesparoptionen indem Sie z.B. die Bildschirmhelligkeit reduzieren und verlängern Sie so die Akkulaufzeit!


Nach dem Ladevorgang Stecker ziehen!

Wenn das Netzteil des Mobiltelefons auch nach dem Aufladen in der Steckdose bleibt entstehen Leerlaufverluste. Also Ladegeräte immer vom Netz trennen, sobald diese nicht mehr benötigt werden.

 

Technik-Wegweiser

Begriffe

SAR-Wert

SAR steht für Spezifische Absorptions-Rate. Jedes Handy gibt beim Telefonieren elektromagnetische Strahlung ab. Der SAR-Wert gibt (in W/kg = Watt pro Kilogramm Körpergewicht) an, wie viel dieser Strahlung der menschlichen Körper als Wärme bei stärkster Sendeleistung aufnimmt. Auch wenn die Nutzung von Mobiltelefonen nach heutigem Wissensstand in jedem Fall unbedenklich ist, wird empfohlen, die Strahlung bei Mobiltelefonen möglichst gering zu halten. In der EU verlangt der Gesetzgeber von den Herstellern einen SAR-Wert von maximal 2,0 W/kg.

 

Ab welchem SAR-Wert strahlt ein Handy besonders gering? Zur Orientierung: Den Blauen Engel verleiht die Jury für Umweltzeichen an Handys mit einem SAR-Wert bis max. 0,6 W/kg. Alle Handys mit einem geringen SAR-Wert bei handys-mobile.de finden Sie hier.

 

Mobilfunk (GSM, UMTS, LTE)

GSM (Global System for Mobile Communication) wurde hauptsächlich für das Telefonieren entwickelt und kann Daten nur sehr langsam übertragen. Eine Erweiterung ergab GPRS (General Packet Radio Service), welcher auf der gleichen Basisstation wie GSM aufbaut. Dabei wurde aber mehr Wert auf die Datenübertragung gelegt, da zu dieser Zeit die ersten Geräte mit Internetunterstützung auf den Markt gekommen sind. GSM bzw. GPRS ist noch immer sehr verbreitet, wird aber immer mehr durch UMTS und LTE abgelöst.

 

UMTS (Universal Mobile Telecommunications Systems) ist eine Weiterentwicklung dieser GSM/GPRS-Architektur und wurde von Anfang an auch für Datenübertragung konzipiert, wodurch z.B. das lesen von E-Mails oder das Surfen deutlich besser möglich wurde. UMTS ist ein Standard der 3. Mobilfunkgeneration und wird daher auch oft als "3G" bezeichnet. Als Erweiterung ergab sich HSPA (High Speed Packet Access) bzw. die beiden Spezialformen HSDPA (für schnelleren Download) und HSUPA (für schnelleren Upload).

 

LTE (Long Term Evolution) ist der derzeit neueste Standard und gehört zur 4.Mobilfunkgeneration. Dieser setzt komplett auf die Datenübertragung, eine getrennte Sprachübertragung existiert nicht mehr.  Das resultiert aus dem rasant steigenden Datenverkehr, der durch mobile Geräte, vor allem durch Smartphones und Tablets, verursacht wird.

 

Display

Touchscreen

Man unterscheidet zwischen resistiven und kapazitiven Touchscreens, wobei sich letztere durchgesetzt haben. Dies ist vor allem auf die Unterstützung von Multitouch zurück zu führen, mit der Gestensteuerung möglich ist. Da diese aber nicht auf Druck reagieren, kann man sie normalerweise nicht mit Handschuhen oder normalen Stiften bedienen. Einige neue Modelle haben aber bereits sehr sensible Touchscreens eingebaut, die dieses Problem lösen.


LED oder AMOLED

LED – Light Emitting Diode vs. AMOLED - Active Matrix Organic Light Emitting Diode.

Bei Amoled Displays werden die einzelnen Pixel über eine aktive Matrix gesteuert. Der große Unterschied und Vorteil gegenüber LED Displays ist, dass jeder Pixel über eine eigene Stromverbindung verfügt, und so selbst leuchtet. Im Gegensatz dazu werden bei herkömmlichen LCD Displays die einzelnen Pixel nur von einer gemeinsamen Lichtquelle angeleuchtet.


Größe

Die Standardgröße bei einfachen Handys liegt zwischen 1,8 bis 2,5 Zoll. Wer nur telefoniert und ab und zu eine SMS schreibt kommt mit dieser Displaygröße aus. Ein Touchscreen sollte eine Mindestgröße von 3 Zoll haben, damit das Surfen nicht ausschließlich aus Zoomen und Scrollen besteht. Die meisten Smartphones werden heutzutage mit Bildschirmgrößen von 4 bis 5 Zoll angeboten.


Auflösung (Pixel)

Die Auflösung eines Displays bezeichnet die Anzahl der einzelnen Bildpunkte (Pixel), die dargestellt werden. Angegeben wird die Auflösung meist in Höhe x Breite.


Empfohlene Auflösung:

 Display Diagonale
in mm
 Auflösung
 3 Zoll
 76 480 x 320
 3,6 Zoll
 90 640 x 360
 4 Zoll
 101 800 x 480
 5 zoll
 127 1280 x 720


 

Prozessortaktfrequenz [MHz]

Der Prozessor ist das Herzstück des Gerätes und dessen Geschwindigkeit ist abhängig von der Taktfrequenz. Diese gibt an wie viele Arbeitsschritte pro Sekunde ausgeführt werden.

 

Anschlüsse, Datenschnittstellen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie ein Handy mit einem anderen Gerät (z.B. PC, oder  anderes Handy) kommunizieren kann. Dies muss nicht immer über Kabel passieren, wichtig ist aber, dass beide Geräte die jeweilige Technologie unterstützen.

 

WLAN (Wireless Local Area Network)

Über WLAN kann man sich mit einem Netzwerk verbinden und so ins Internet gehen. Viele Haushalte haben ein WLAN-Netzwerk eingerichtet, um mit Geräten wie Notebooks und Tablets in der ganzen Wohnung bzw. im ganzen Haus surfen zu können. Aber auch viele öffentliche Einrichtungen (wie Universitäten, Shopping-Center, etc.) bieten Gratis-WLAN an, um Kunden dazu zu bringen, sich länger aufzuhalten.

Fast jedes Smartphone unterstützt diese Technologie. Neben oft höherer Geschwindigkeit als beim Mobilfunk entlastet der Interneteinstieg über WLAN auch den monatlichen Verbrauch. Insbesondere große Datenmengen, die z.B. durch Softwareupdates entstehen, sollten über diese Verbindung stattfinden.


USB

Mittlerweile ist der Micro-USB-Anschluss bei fast allen Herstellern Standard, einzig Apple beharrt beim iPhone auf einen eigenen Stecker. Auf der anderen Seite des Kabels befindet sich aber auch hier ein USB-Anschluss, mit dem man das Handy z.B. an einen Computer anschließen und relativ schnell seine Daten übertragen kann.


Micro-HDMI

Ein HDMI Anschluss (High Definition Multimedia Interface) ermöglicht die Übertragung von Audio- und Videodaten und ist ein Standard, der sich vor allem in der Unterhaltungsindustrie durchgesetzt hat. Manche Mobiltelefone haben einen Micro-HDMI-Anschluss, mit dem man das Gerät z.B. an einen Fernseher anschließen und so seine Fotos und Videos auf einem großen Bildschirm anschauen kann.


Bluetooth

Mittels Bluetooth lässt sich ein Handy drahtlos mit anderen Geräten verbinden, die diese Technik unterstützen und sich im Umkreis von etwa 10 Metern befinden. Bei der Einführung warben die Hersteller mit der Möglichkeit, seine Fotos und Videos mit Freunden auszutauschen. Heutzutage wird Bluetooth aber hauptsächlich zur Kommunikation mit dem Auto (Freisprechanlagen) oder drahtlosen Headsets verwendet.


Infrarot

Infrarot ist ein weiterer Übertragungsstandard, bei dem die beiden Geräte, die miteinander kommunizieren wollen aber "Sichtkontakt" haben müssen. Da diese Technologie aber sehr langsam ist, hat sich bei der Datenübertragung Bluetooth durchgesetzt. Einige Smartphone-Hersteller haben aber mit der Fernsehsteuerung bereits ein neues Anwendungsgebiet für Infrarot entdeckt und wollen damit die Ersetzung der Fernbedienung durch das Smartphone erreichen.


NFC (Near Field Communication)

Bei neuen Mobiltelefonen ist bereits oft ein NFC-Chip eingebaut. Dieser funktioniert nur auf wenige Zentimeter und ist nur für geringe Datenmengen geeignet. Neben Informationsübertragung, die durch nähern des Handys an kleine NFC-Sticker oder andere Mobiltelefone stattfindet, wollen die Entwickler bei der bargeldlose Bezahlung eine Ablösung der Bankomat- und Kreditkarten durch das Smartphone erreichen.

 

GPS

Das GPS (General Positioning System) baut eine Verbindung mit mehreren Satelliten auf und bestimmt so den Standort des Gerätes. Mit dem entsprechenden Programm (App) können Sie Ihr Mobiltelefon als Navigationsgerät verwenden.

Achtung, manche Programme setzen eine ständige Internetverbindung voraus, was beim falschen Datentarif schnell teuer werden kann!

 

Akkukapazität [mAh]

Die Kapazität ist die Lademenge die ein Akku aufnimmt und wird in Milli-Ampere-Stunden (mAh) angegeben.

 

Externer Speicher Micro SD [ja/nein]

Gibt an ob das Gerät über einen Speicherkartenschacht für Micro SD Karten verfügt.

 

Entsorgung

Da Handys zahlreiche Schadstoffe wie Arsen, Cadmium, Kupfer, Blei, Nickel, Zink und Quecksilber enthalten, müssen sie fachgerecht als Problemstoff entsorgt werden - nicht im Restmüll entsorgen. Außerdem enthalten Handys auch Wertstoffe, die bei der fachgerechten Entsorgung der Wiederverwertung zugeführt werden. Durch fachgerechte Entsorgung ermöglichen Sie einen sparsamen Umgang mit wertvollen Ressourcen und schonen die Umwelt.

 

Hier können Sie Ihr altes Handy kostenlos zurückgeben: 

» Beim Neukauf im Handyshop das alte Handy zurückgeben

» Die Ö3 Wundertüte anfordern, Handy hinein geben und bei der Post abgeben. Die Handys werden der ARGE R.U.S.Z, einem gemeinnützigen Projekt, übergeben. Dort werden funktionstüchtige Handys wieder instand gesetzt und der Wiederverwendung zugeführt, nicht mehr wieder verwendbare Handys werden zerlegt und einem umweltgerechten Recycling zugeführt.

» Bei der Problemstoffsammlung abgeben. Bei Ihrer Gemeinde erfahren Sie Standort und Öffnungszeiten der nächstgelegenen Problemstoffsammelstellen.


Infoplus

Normen und Labels

 » RTTE Direktive - Richtlinie 1999/5/EG über Funk und Telekommunikationsendeinrichtungen und die gegenseitige Anerkennung ihrer Konformität - (Liste der harmonisierten Nomen vom Juni 2009)


» EN 50360 - Produktnorm zum Nachweis der Übereinstimmung von Mobiltelefonen mit den Basisgrenzwerten hinsichtlich der Sicherheit von Personen in elektromagnetischen Feldern (300 MHz - 3 GHz)


» EN 50361 - Grundnorm zur Messung der spezifischen Absorptionsrate (SAR) in Bezug auf die Sicherheit von Personen in elektromagnetischen Feldern von Mobiltelefonen (300 MHz bis 3 GHz)

 

Links

» klimaaktiv

» Forum Mobilkommunikation

» IZMF - Informationszentrum Mobilfunk

» handywerte.de

» Blauer Engel

» Tarifratgeber der Arbeiterkammer

 

Organisationen
» BMLFUW

» Österreichische Energieagentur

 

Hinweis für Hersteller und Anbieter

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