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Ratgeber Elektrofahrräder Tests 2015

topprodukte.at Ratgeber Pedelecs


Pedelecs Elektrisch unterstützte Fahrräder – so genannte Pedelecs (=Pedal Electric Cycle) – stellen einen neuen Trend im Radverkehr dar. Ein Trend, der es möglich macht, auch als weniger trainierte Person längere Distanzen und Steigungen zurückzulegen, oder aber höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten zu halten. Pedelecs ermöglichen bei minimalen Energiekosten ein schnelles Vorankommen ohne große Kraftanstrengung und Schwitzen. Durch den hohen Fahrkomfort werden dadurch die Vorteile des Radverkehrs (gesund, kostengünstig, umweltfreundlich) einem größeren Personenkreis und v.a. einer Vielzahl von Mobilitätsbedürfnissen zugänglich gemacht. 


Etwa 50% aller Arbeitswege und Distanzen in der Freizeit sind nicht länger als 5km, 25% sind kürzer als 2km. Pedelecs sind auf kurzen Wegen eine komfortable und umweltfreundliche Alternative zum Auto.


Technologie


Pedelec

Pedelec steht für "Pedal Electric Cycle" und das bedeutet, dass der Elektromotor beim Treten zusätzlichen Schwung liefert und die Antriebskraft verstärkt. Hört man auf, die Pedale zu treten, hört auch der Elektromotor auf, das Fahrrad anzutreiben. 


Gemäß EU-Richtlinie 2002/24/EC sind Pedelecs juristisch dem Fahrrad gleichgestellt, wenn bestimmte Grenzen eingehalten werden:

Der Motor darf eine Nenn-Dauerleistung von maximal 250 Watt haben;

die Höchstgeschwindigkeit darf mit Motorunterstützung 25 km/h nicht überschreiten;

der Motor darf nur antreiben, wenn in die Pedale getreten wird;


Bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h gelten Elektrofahrräder als Fahrräder, dürfen auf Radwegen fahren. Es wird keine zusätzliche Fahrerlaubnis benötigt. Ausrüstung Es gelten dieselben Ausrüstungsvorschriften wie für herkömmliche Fahrräder:  Klingel,  Scheinwerfer, Rücklicht, Rückstrahler und Reflektoren an Speichern und Pedalen;  sowie die 0,8 Promille Grenze 


Akkutypen
Bei Pedelecs und E-Bikes werden unterschiedliche Akkutypen eingesetzt. 
Li-ion-Akku (Lithium Ionen)
Ni-MH (Nickel-Metallhydrid)
Li-Ion Mn (Lithium-Mangan)
Li-Po (Lithium-Polymer)
LiMe (Lithium-Metall)
Die Anzahl der möglichen Ladezyklen bestimmt die Lebenserwartung eines Akkus.


Entsorgung der Akkus
Laut Batterieverordnung der Bundesregierung (BGBI 1998/I/20 v. 2.4.1998) sind seit dem 1.10.1998 alle Endverbraucher von Batterien und Akkus verpflichtet, diese an den Handel bzw. Wertstoff-Entsorger, z. B. kommunale Sammelstellen zurückzugeben. Die Entsorgung über den Hausmüll ist seit diesem Termin ausdrücklich verboten. 

Reichweite  Die Reichweite eines Pedelec ist von Akkuleistung und vielen weiteren Faktoren abhängig: Topografie – je länger die Bergfahrt, desto höher der Verbrauch und kürzer die Fahrdauer; Fahrergewicht – je schwerer der Fahrer, desto mehr Energie wird verbraucht; Anzahl der Starts und Stopps – geringerer Energieverbrauch bei gleich bleibender Geschwindigkeit; Reifendruck – Wenig Luft in den Reifen führt zu einem höheren Rollwiderstand und dies zu eine höheren Stromverbrauch.

Wie wollen Sie Ihr Rad einsetzen?

Stadtrad

Sie fahren vor allem Kurzstrecken unter 5 km bei denen viele Stopps und Abbiegemanöver anfallen und sind in der Regel mit einem moderaten Geschwindigkeitsniveau unterwegs (18-20 km/h). Schnelles Beladen und einfaches Auf- und Absteigen hat für Sie Priorität.

 

 Reichweite

 mindestens 20 km

 Unterstützungsfaktor

 mindestens 1,3                                                   

 Einfaches Abnehmen der Batterie

 sehr wichtig


Überlandrad

Sie legen öfter längere Wege bis zu 15 km zurück, sind aber meist in Ebenen oder leicht hügeligen Gebieten unterwegs. Sie können dabei relativ hohe Geschwindigkeiten bis ca. 25 km/h erreichen. Allwettertauglichkeit ist für Sie wichtig. Zusätzliche, schwere Lasten werden nur selten transportiert.


 Reichweite

über 30 km

 Unterstützungsfaktor

 mindestens 1,5

 Tragbarkeit

 wichtig (z.B. Mitnahme im Zug)

 Mehrere Unterstützungsstufen

 wichtig

 Energierückgewinnung

 wichtig

 Einfaches Abnehmen der Batterie

 wichtig (z.B. wenn kein Stromanschluss am Stellplatz)

 Fahren ohne Unterstützung leicht möglich

 wichtig



Tourenrad

Sie legen meist längere Strecken über 15 km und oft auch Langstrecken über 30 km zurück. Es sollten darüber hinaus Tagesreichweiten von mehr als 50 km erreicht werden. Allwettertauglichkeit und eine Eignung für Bergstrecken sind weitere Anforderungen für Sie. Ihre Ziel-Geschwindigkeit liegt im Bereich von 20-23 km/h. Kompatibilität mit gängigen Packtaschen- und Anhängersystemen ist für Sie wichtig.


 Reichweite

 über 50 km

 Unterstützungsfaktor

 mindestens 2 (viele Steigungen)

 Gewicht

 maximal 27 kg

 Tragbarkeit

 wichtig (Bergstrecke, Mitnahme im Zug)

 Mehrere Unterstützungsstufen

 sehr wichtig (Anpassung an wechselndes Gelände)

 Energierückgewinnung

 wichtig

 Einfaches Abnehmen Batterie

 wichtig

 Größe des Ladegeräts

 sehr wichtig (wird bei längeren Touren mitgenommen)

 Fahren ohne Unterstützung leich möglich

 sehr wichtig (da oft längere Touren)


Bergrad

Sie benötigen eine sehr gute Bergtauglichkeit und wünschen sich deshalb eine starke Unterstützung bei großen Steigungen und elektrisches Bremsen und Wiedereinspeisung in die Batterie (=Rekuperation) bei Abfahrten. Ihre Ziel-Geschwindigkeit liegt im Bereich von 16-25 km/h.


 Reichweite

 über 50 km

 Unterstützungsfaktor

 mindestens 2 (viele Steigungen)

 Gewicht

 maximal 24 kg

 Tragbarkeit

 sehr wichtig (Tagesstrecke am Berg)

 Mehrere Unterstützungsstufen

 sehr wichtig (Anpassung ans Gelände)

 Energierückgewinnung

 sehr wichtig (viele, lange Talfahrten)

 Einfaches Abnehmen der Batterie

 wichtig

 Größe des Ladegeräts

 wichtig

 Fahren ohne Unterstützung leicht möglich

 sehr wichtig (da meist längere Touren)



Gesetzliche Richtlinie in Österreich


Rechtsgrundlage ist in Österreich § 2 Abs. 1 Zi. 22 der Straßenverkehrsordnung von 1960 (StVO 1960) in Verbindung mit § 1 Abs. 2a des Kraftfahrgesetz von 1967 (KFG 1967). Um als Fahrräder im Sinn der StVO und somit nicht als Kraftfahrzeug nach KFG zu gelten, ist der Antrieb für elektrisch angetriebene Fahrräder auf eine höchste zulässige Leistung von nicht mehr als 400 Watt und eine Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 20 km/h beschränkt. Mangels genauerer Definition in StVO, KFG und Fahrradverordnung, darf der elektrische Antrieb sowohl zugeschaltet zum menschlichen Antrieb, als auch alleine verwendet werden. Eine geschwindigkeitsabhängige Begrenzung des Zusatzantriebs, wie in Deutschland erforderlich, ist nach diesen Bestimmungen nicht vorgesehen.

Fahrer von Fahrrädern mit Hilfsmotor sind, mangels Fahrens einem dem KFG unterliegenden Fahrzeug, von der Helmpflicht befreit. Für Fahrräder mit Hilfsmotor gelten die für Fahrräder vorgeschriebenen Sicherheitseinrichtungen der Fahrradverordnung des Bundesministeriums für Verkehr Innovation und Technologie, BGBl. II Nr. 146/2001 (kurz Fahrradverordnung) 

• Ein weißer Rückstrahler nach vorne (min. 20 cm²). 
• Ein roter Rückstrahler nach hinten (min 20 cm²). 
• Je zwei gelbe Seitenrückstrahler in jedem Rad oder eine gleichwertige rückstrahlende Einrichtung (min 20 cm²) 
• Glocke bzw. Hupe 
• Zwei voneinander unabhängig wirkende Bremsen. 
• Erforderliche Bremsleistung 4m/sec² aus 20 km/h. 
• Bei Tageslicht und guter Sicht ist keine aktive Beleuchtung erforderlich, es muss also keine Lichtanlage am Fahrrad vorhanden sein. 
• Bei Dämmerung, Dunkelheit und schlechter Sicht ist das Fahrrad mit weißem Licht nach vorne (min. 100 cd) und mit rotem Licht nach hinten (min. 1cd) zu beleuchten. 

Elektrofahrräder, die nicht innerhalb dieses Rahmens liegen, sowie fahrradähnliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren werden als Motorfahrräder angesehen und unterliegen den kraftfahrrechtlichen Ausrüstungs- und Lenkbestimmungen. (Quelle: Wikipedia)

ExtraEnergy

topprodukte.at bezieht sich bei den angeführten Pedelecs auf die Testergebnisse von "extraenergy.org", doch was ist "extraenergy.org" und wie werden Pedelecs getestet!?

Was ist ExtraEnergy?
ExtraEnergy ist ein Verein. Wir testen seit 1992 Elektrofahrräder, um den gegenwärtigen Markt abzubilden und vergleichende Ergebnisse zu veröffentlichen.

Warum vergleichend?
Uns geht es nicht um das objektiv beste Pedelec, sondern um das beste, gegenwärtig auf dem Markt erhältliche Pedelec für den jeweiligen Anwender.

Was ist dann Qualität?
Im Test setzen wir Maßstäbe als Soll-Zustand an, doch diese sind relativ und zwar zum Einsatzgebiet. In den Produktgruppen sind die Wünsche oder Qualitätsmaßstäbe unterschiedlich gewichtet und erlauben uns so, Fahrzeugtypen zu klassifizieren.

Wie werden die Testräder ausgewählt?
ExtraEnergy ist keine staatlich (finanzierte Institution. Die Anmeldung zum Test ist für Hersteller freiwillig und kostenpflichtig. Außerdem kaufen wir vermeintliche »Schnäppchen« hinzu um so auch die Schattenseiten des Marktes abzubilden, wobei hier manchmal positive Überraschungen dabei sind.

Wie ist die Unabhängigkeit garantiert?
Der »Deal« ist, dass die Hersteller dafür zahlen, von etwaigen Problemen im Voraus erfahren und diese beheben zu können, bzw. sich gegen die Publikation entscheiden können. Dies kann bspw. der Fall sein, wenn wir Sicherheitsmängel feststellen, die einen Rückruf zur Folge hätten. Natürlich publizieren wir nur dann nicht, wenn der Hersteller etwas unternimmt, also das Rad verbessert oder vom Markt nimmt.

Förderungen

» Überblick Förderungen Elektromobilität in Österreich

Infoplus

Organisationen
» BMLFUW
» Österreichische Energieagentur

Links
» Konsument
» Stiftung Warentest
» klimaaktiv
» extraenergy.org
» e-connected

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