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Ratgeber Stückholzkessel ≤ 25 kW

topprodukte.at Ratgeber Stückholzkessel

Stückholz ist bereits seit jeher der bedeutendste heimische Brennstoff. Um Stückholz zu bekommen werde Baumstämme einfach gespalten und in Scheite zu 20, 25, 33 oder 50 cm geschnitten.

 

Stückholzvergaserkessel in Verbindung mit einem Pufferspeicher und einer Solaranlage stellen ein sehr gutes nachhaltiges Heizsystem dar.

 

Stückholzkessel eignen sich besonders wenn viel Stückholz verfügbar ist, genug Platz für die Lagerung besteht und das ein- oder zweimalige Befüllen des Heizkessels pro Tag kein Problem ist.

 

Stückholz sollte mindestens zwei Jahre luftgetrocknet sein um eine gute Verbrennung und hohe Wirkungsgrade zu erzielen. Bei guter Belüftung des Lagerraums z.B. im Keller kann das Holz nachtrocknen.

 

Der Heizwert von gut luftgetrocknetem Holz (mind. 2 Jahre) beträgt ca. 4 kWh je kg. Durch 2,5 kg Holz kann etwa ein Liter Heizöl ersetzt werden.

 

Die Stückholzqualität ist abhängig von Wassergehalt und Holzart. Hartholz besitzt einen höheren Brennwert je Volumenseinheit als Weichholz.

 

Moderne Stückholzkessel besitzen eine höheren Bedienungskomfort, aufgrund eines größeren Brennstofffüllvolumens des Kessels. Wichtig ist auch ein auf die Gebäudeheizlast abgestimmter Pufferspeicher. Die Kessel müssen händisch beschickt werden.

 

Funktion

Stückholz mit einer Länge von 25 bis 50 cm wird im Füllraum des Heizkessels auf das Glutbett positioniert. Durch das Saugzuggebläse werden die Holzgase in den heißen Brennraum befördert und brennen dort bei hohen Temperaturen sehr gut aus. Die heißen Abgase werden über den Wärmetauscher geführt, geben dabei ihre Wärme an das Heizsystem ab und werden anschließend über den Kamin abgeleitet. Der Pufferspeicher nimmt Wärme, die nicht direkt zur Raumheizung oder Warmwasserbereitung benötigt wird, auf und gibt sie bei Bedarf wieder an das Heizsystem ab. Dadurch kommt es zu längeren Nachheizintervallen und hohem Komfort.

 

Mit einer modernen Lambdasondensteuerung wird ständig der Restsauerstoffgehalt des Abgases gemessen. Dieser Wert dient der elektronischen Regelung zur Berechnung der benötigten Menge an Sekundärluft für den Verbrennungsvorgang. Diese wird der Brennkammer dann dosiert zugeführt. Damit wird eine optimale Verbrennung auch bei unterschiedlichen Brennstoffqualitäten und häufigen Teillastbetrieb garantiert.

 

Naturzug- und Saugzuggebläsekessel

Mittlerweile werden fast nur mehr gebläseunterstützte Holzkessel verwendet. Typengeprüfte Naturzugkessel besitzen zwar gute Wirkungsgrade (bis 90 %) werden aber hauptsächlich als Zusatzheizung bei existierender Öl-, Gas oder Pelletsheizung eingesetzt. Da die Brenndauer bei Volllast lediglich zwei Stunden beträgt, muss oft nachgelegt werden.

 

Pufferspeicher

Bei Stückholzheizungen sind Pufferspeicher sehr wichtig. Sie erhöhen den Wirkungsgrad und den Heizkomfort und verringern die Emissionen. Der Pufferspeicher dient zur Zwischenspeicherung der Wärme. Der Kessel kann also während der Brenndauer einer Kesselfüllung in Volllast betrieben werden. Wenn der Kessel nicht läuft, kann die Energie aus dem Pufferspeicher dennoch für die Zentralheizung genutzt werden. Je größer das Volumen des Pufferspeichers ist, desto länger sind auch die Heizintervalle.

 

Ein Stückholzkessel mit Pufferspeicher eignet sich sehr gut in Verbindung mit einer Solaranlage. In diesem Fall kann der Pufferspeicher für beides verwendet werden. In den Sommermonaten und in der Übergangszeit erwärmt die Solaranlage den Pufferspeicher. In dieser Zeit dient die Solaranlage zur Brauchwassererwärmung und Heizungsergänzung.

 

Dimensionierung des Pufferspeichers:

Die Größe des Pufferspeichers wird nach der Norm EN 303/5 ermittelt oder überschlägig ausgelegt:


Als Lastausgleich (Kesselleistung und Heizlast annähernd gleich hoch)

Puffervolumen = 8 x Füllraumvolumen des Heizkessels

Beispiel: Füllvolumen des Heizkessels: 140 Liter 140 x 8 = 1.120 l Puffervolumen

 

Als Wärmespeicher (Kesselleistung viel höher als Heizlast bzw. keine Teillastprüfung)

Puffervolumen = 14 x Füllraumvolumen des Heizkessels

Beispiel: Füllvolumen des Heizkessels: 140 Liter 

140 x 14 = 1.960 l Pufferspeichervolumen

 

Kesselreinigung

Eine regelmäßige Reinigung des Kessels ist erforderlich. Die jeweiligen Zeitabstände ergeben sich aus der Brennstoffqualität und der Verbrennungsregelung. Ein Millimeter Rußbelag auf dem Wärmetauscher verringert den Wirkungsgrad um rund 4 %. Bei vollständigem Abbrand entsteht ein geringerer Aschenanfall (ca. 0,5 % des Brennstoffvolumens).


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