topprodukte.at bei FacebookSocial Media:
Heizung/Warmwasser/Klima >  Warmwasserspeicher >  Standspeicher
Zurück zur Produktliste   Drucken

Ratgeber Standspeicher

topprodukte.at Ratgeber Warmwasserspeicher

Der Warmwasserbedarf pro Person ist von Faktoren wie dem Alter oder den persönlichen Bedürfnissen abhängig und liegt zwischen 40 und 50 Litern pro Tag. Dabei entfallen rund 60% auf das Badezimmer, 30% auf die Küche und 10% auf das Handwaschbecken.


Elektro Warmwasserspeicher erhitzen Warmwasser mit Strom, das Wasser wird gespeichert und kontinuierlich auf einer vorgegebenen Temperatur gehalten. Durch ihr Speichervolumen können Elektro Warmwasserspeicher auch mehrere Entnahmestellen versorgen. Warmwasserspeicher speichern und erhitzen Wasser, so dass es bei Bedarf verfügbar ist. Beim Elektro Warmwasserspeicher wird das Wasser mit Strom erhitzt. Zur Aufheizung des Wassers dient dabei in der Regel eine Heizspirale am Boden.


Bitte beachten Sie vor der Anschaffung eines Warmwasserspeichers: Warmwasserbedarf und Speichergröße sollten optimal aufeinander abstimmt sein. Wird das Warmwasser mit Nachtstrom betrieben, benötigen Sie pro Person mindestens 50 Liter Speichervermögen. Elektriker und Installateur beraten Sie gerne.

Achten Sie beim Kauf auf den Bereitschafts-Energieverbrauch des Warmwasserspeichers. Sie können bis zu 70 % beim Bereitschafts-Energieverbrauch sparen.


Ein Beispiel dazu:

Bei einem 120 Liter Warmwasser-Hängespeicher kann der Unterschied beim Bereitschafts-Energieverbrauch fast 2 kWh am Tag betragen. Wenn Sie sich für das effiziente Gerät entscheiden, verbrauchen Sie im Jahr rund 650 kWh weniger und sparen somit mehr als 100,- Euro. Mit der eingesparten Energie können Sie das Warmwasser zusätzlich für eine Person für ein Jahr erwärmen.

Bereitschafts-Energieverbrauch im Jahr 120 l Hängespeicher


Quelle: Kelag


Der Speicher liebt es warm
Der Wärmeverlust bei Speichern hängt auch von der Umgebungstemperatur ab. Steht er in einem warmen Raum, ist der Wärmeverlust und somit auch der Stromverbrauch etwas niedriger.


Wissenswertes

Elektro Warmwasserspeicher - offene und geschlossene Systeme

Beim Elektro Warmwasserspeicher unterscheidet man offene und geschlossene Geräte. Ein offener Elektro Warmwasserspeicher besitzt eine stetige Verbindung mit der Außenluft und braucht spezielle Armaturen. Innerhalb des Gerätes entsteht kein Druck. Erst bei der Entnahme von Warmwasser strömt von unten kaltes Wasser nach, das Warmwasser nach oben verdrängt.

Geschlossene Elektro Warmwasserspeicher haben stetige Verbindung zur Wasserzufuhr, weshalb innerhalb des Speichers Druck entsteht. Während offene Systeme wie viele Durchlauferhitzer für die Warmwasser-Versorgung einer einzigen Entnahmestelle gedacht sind, können geschlossene Systeme auch mehrere Entnahmestellen versorgen.


Zentrale oder dezentrale Warmwasserversorgung

Man unterscheidet beim Elektro Warmwasserspeicher Einzel-, Gruppen- und zentrale Warmwasser-Versorgung. Bei einer Einzelversorgung dient ein Elektro Warmwasserspeicher als Warmwasser-Lieferant für eine Entnahmestelle. Wählt man die Gruppenversorgung, hängen mehrere Entnahmestellen an einem Speicher und bei der zentralen Variante erzeugt ein Elektro Warmwasserspeicher für alle Entnahmestellen im Haus Warmwasser mit Strom. Bei solch einer Lösung sollte wie bei der Gruppenversorgung die Länge der Zuleitung zu den Entnahmestellen möglichst kurz sein, um Wärmeverluste zu vermeiden.

Die Größe des Speichers sollte auf den Bedarf abgestimmt sein. Bei zentralen Geräten gilt als grober Richtwert „30 bis 50 Liter“ pro Person. Welche Art der Versorgung mit einem Elektro Warmwasserspeicher die beste ist, hängt von den Gegebenheiten im jeweiligen Haus ab. Fachbetriebe sind passende Ansprechpartner.


Boilerbetrieb

Eine Betriebsart der Elektrospeicher, die das Wasser einmal auf die eingestellte Temperatur aufheizt, die erneute Aufheizung erfolgt erst, wenn die Taste für Boilerbetrieb erneut betätigt wird.


Durchflussmengeneinstellung

Um Staudruckschäden bei offenen Warmwassergeräten zu vermeiden, muss der Wasserdurchfluss unter Berücksichtigung des Wasserleitungsdruckes und der jeweiligen Gerätegröße eingestellt werden.


So können Sie bei der Warmwasseraufbereitung sparen

Abschalten im Urlaub

Schalten Sie den Warmwasserspeicher ab, wenn Sie auf Urlaub fahren. Dies zahlt sich aus, wenn Sie länger als 3 Tage kein Warmwasser benötigen.

Bedenken Sie: Wenn Sie das Warmwasser mit Nachtstrom wärmen, sollte jemand den Warmwasserspeicher einen Tag vor Ihrer Rückkehr wieder einschalten.


Boiler und Warmwasserspeicher auf 60 Grad

Erwärmen Sie Ihr Wasser mithilfe eines Boilers oder Warmwasserspeichers? Dann sollten Sie darauf achten, dass die Temperatur im Speicher nicht mehr als 60 Grad beträgt. Das entspricht meist der Position „E“ am Stellrad. 


Höhere Temperaturen als 60 °C führen zu stärkerer Verkalkung und bedeuten höheren Energieverbrauch. Kalk wiederum reduziert den Wirkungsgrad der Geräte und kostet zusätzlich Energie.


Achtung: Bleibt die Temperatur des Warmwassers dauerhaft unter 60°C, fördert das die Bakterien- und Keimbildung. Wassertemperaturen zwischen 25°C und 50°C bieten ideale Lebensbedingungen für Legionellen, die Erreger der Legionärskrankheit.

Liegt die Temperatur bei Ihrem Warmwasser-Speicher unter 60°C, sollten Sie zumindest einmal im Monat das Warmwasser auf über 60°C erhitzen und mit dem mindestens 60°C heißen Wasser den Warmwasserspeicher und die Rohrleitungen bis zu den Zapfpunkten durchspülen


Durchflussbegrenzer für die Duschbrause

Eine sehr gute Sparmöglichkeit bieten auch Durchflussbegrenzer (auch Luftsprudler oder Strahlregler). Diese mischen dem Wasserstrahl Luft bei. Das gibt ihm mehr Volumen, so dass der Wasserhahn nicht so weit aufgedreht werden muss. Dem Nutzer wird eine größere Wassermenge suggeriert und er duscht ohne Komfortverlust. Durchflussbegrenzer sind bereits für wenige Euro im Handel erhältlich. Und der Einbau in den Auslass des Wasserhahns ist ein Kinderspiel! Beim Duschen mit herkömmlichen Brausen spülen Sie bis zu 18 Liter Wasser pro Minute in den Abfluss. Bis zur Hälfte mehr Wasser als Sie für einen angenehmen Komfort und eine gute Reinigung benötigen. Sie können also mit einer Sparbrause, die nur mehr 9 Liter pro Minute benötigt, den Wasserverbrauch und die Energiekosten für das Duschen halbieren.


Duschen statt baden

Nicht nur an kalten Tagen ist ein warmes Vollbad gut für Leib und Seele. Dumm nur, dass eine Menge mehr Energie nötig ist, um das Wasser für ein Wannenbad auf Wohlfühltemperatur zu bringen. Deutlich sparsamer ist Duschen – je nach Duschdauer senken Sie damit Ihren Energieverbrauch verglichen mit einem Bad um 50 bis 80 Prozent! Ein Vollbad verbraucht etwa dreimal so viel Energie und Wasser wie ein Duschbad. Für ein Vollbad in der Wanne müssen Sie ca.120 Liter Wasser erhitzen, fürs Duschen nur 30 bis 40 Liter.


In einem Drei-Personen-Haushalt können Sie durch drei Minuten „kürzer duschen“ bis zu 100,- Euro im Jahr sparen!

Durchflussbegrenzer für die Duschbrause


Von Hand spülen oder Spülmaschine

Was spart mehr Energie? Keine leichte Frage, denn dabei spielen viele Faktoren eine Rolle – wie wird das Wasser erhitzt, wie lang sind die Leitungswege, würde man das Wasser beim Spülen von Hand zwischendurch wechseln und viele mehr.

Fakt ist: Wer bewusst von Hand spült, spart bis zu einem Drittel an Energie gegenüber der Spülmaschine. Für viele Familien sieht die Kosten-Nutzen-Rechnung im Alltag aber anders aus. Da geht es um Geschirrberge, die in der Spülmaschine versteckt werden, um schnell Ordnung zu schaffen und nicht zuletzt um Zeitersparnis. Wenn Sie nicht auf Ihre Spülmaschine verzichten wollen, nutzen Sie am besten immer das Sparprogramm.

Wenn der Platz in Ihrer Küche reicht, schaffen Sie sich eine große Spülmaschine an. Denn diese arbeitet unterm Strich effizienter als ein kleines Gerät, das Sie öfter laufen lassen müssen.

 

Infoplus

Organisationen

»BMLFUW

»Österreichische Energieagentur

 

Links

»klimaaktiv


Hinweis für Hersteller und Anbieter

Hersteller und Importeure von energieeffizienten Geräten, die den topprodukte.at-Auswahlkriterien entsprechen, jedoch nicht in den TopProdukte-Listen zu finden sind, können diese Produkte bei der topprodukte.at-Redaktion melden: redaktion@topprodukte.at