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Einfach die richtige Ladestation für das E-Auto finden

E-Autos können an der Steckdose geladen werden. Doch wenn es rasch gehen soll, ist eine Ladestation für zu Hause ideal. Aber Vorsicht: Durch die höhere Leistung können auch höhere Kosten anfallen. Die Auswahl an Ladestationen ist groß. Wie findet man das richtige Modell für die eigene Garage?


Das Bild zeigt ein Elektroauto, dass an einer Ladestation hängt.
Quelle: fotolia.at/Wellnhofer Designs

E-Mobilität ist das Thema der Stunde. Auf den heimischen Straßen sind bereits 15.000 reine Elektroautos und Plug-in-Hybride unterwegs. 2017 wurden alleine bis Ende Juli 3.175 reine Elektroautos neu zugelassen, das sind um 42,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. 1,78 Prozent aller neu zugelassenen Pkw sind bereits E-Autos [1].


Gemeinsam mit den Niederlanden ist das der Spitzenwert in der Europäischen Union. Für Besitzerinnen und Besitzer von E-Autos stellt sich die Frage, wie sie ihr Fahrzeug am besten laden. Die Ladeleistung über eine Schuko-Steckdose mit 2,3 kW ist nämlich begrenzt. Dennoch kann das Laden mit dem mitgelieferten Ladekabel an der Haushaltssteckdose ein Option sein, denn der Akku muss nicht immer voll geladen sein: Immerhin sind 94% aller Autofahrten in Österreich kürzer als 50 Kilometer[2], das entspricht bei moderater Fahrweise einer Ladezeit von etwa fünf Stunden. Darüber hinaus kann natürlich auch in der Nacht geladen werden, wenn das Auto oft nicht genutzt wird. Wer es eilig hat oder sein Auto häufig flexibel nutzt, sollte auf eine festinstallierte Ladestation setzen. Denn damit sind schnellere Ladezeiten möglich. Diese Modelle mit einer Leistung über 3,6 kW benötigen einen dafür ausgelegten Stromkreis und die Bewilligung durch den Netzbetreiber, der die elektrische Leistung zur Verfügung stellen muss. Doch Vorsicht: Hier ist es ratsam vorab mit dem Energieversorgungsunternehmen bzw. Netzbetreiber Kontakt aufzunehmen, da sich dadurch die Anschlussleistung erhöht und es zu Nachverrechnungen kommen kann.


Die Auswahl an Ladestationen für Privatkundinnen und -kunden ist vielfältig. Grundsätzlich gilt: Die Ladestation muss für den vom Elektroauto vorgegebenen Steckertyp, die vom Elektroauto vorgegebene maximale Ladeleistung und die maximal vorhandene elektrische Leistung, die zu Hause zur Verfügung steht, ausgelegt sein.


toppprodukte.at Ratgeber

Im topprodukte.at Ratgeber der Kategorie Ladestationen, finden Sie einen Überblick über in Österreich erhältliche Ladestationen für den Privathaushalt. Dieses Service bietet die Möglichkeit Kriterien wie Leistung, Preis, Lieferant, Steckertyp etc. in Tabellen aufzulisten.



Mit sechs Fragen zur richtigen Ladestation


Für die Auswahl des richtigen Produktes sind folgende Fragen zu beantworten:

1. Welchen Steckertyp hat mein Elektroauto?

2. Für welche maximale elektrische Leistung ist meine Hausinstallation ausgelegt

3. Welche elektrische Leistung stellt mir mein Stromnetzbetreiber zu Verfügung?

4. Möchte ich in geschlossenen Räumen oder im Freien laden?

5. Benötige ich eine „intelligente“ Ladestation?

6. Möchte ich ein Auto der Marke Renault oder Tesla laden? Renault-Elektroautos dürfen nur mit Z.E.–READY-zertifizierten Ladestationen geladen werden. Tesla verwendet den Typ-2-Stecker und kann sowohl über die hauseigenen Tesla-Supercharger mit Gleichstrom als auch über eine normale Typ-2-Ladestation mit Wechselstrom geladen werden.


Es gibt keinen weltweit einheitlichen Standard für die Steckverbindung zwischen Elektroauto und Ladestation. In Europa ist der Typ-2-Stecker Standard (EN 62196), wobei asiatische und amerikanische Modelle vereinzelt noch einen Typ-1-Stecker verwenden. Den in Japan üblichen CHAdeMO-Stecker oder den „Combined-Charging-System“-Stecker (CCS) gibt es bei keiner der in Österreich erhältlichen Ladestationen für den Privathaushalt.


Herstellerspezifische Lösungen:

Renault und Tesla Renault-Elektroautos dürfen nur mit Z.E.-READY-zertifizierten Ladestationen geladen werden, Tesla ermöglicht die Ladung über einen eigenen Gleichstrom-Standard. Tesla nutzt den Typ-2-Stecker als Schnittstelle für das Laden seiner europäischen Fahrzeuge. Diese Steckverbindung ermöglicht sowohl das ein- oder dreiphasige Laden an normalen Typ-2-Ladestationen als auch das Laden mit Leistungen bis zu 135 kW mit einem ausschließlich für Tesla-Fahrzeuge eingesetzten Gleichstromladeverfahren an den sogenannten Tesla-Superchargern. An diesen Stationen sind Kabel und Stecker fest mit der Ladesäule verbunden.  


Intelligente Ladestationen

Eine intelligente bzw. smarte Ladestation lässt sich zum Beispiel mit einem Smart Meter vernetzen und ist mit dem Internet verbunden. Verwendet werden sie unter anderem für die Anbindung an Photovoltaikanlagen, Stromabrechnungsservices oder Lastmanagement beim Laden mehrerer Elektroautos. Einfache Ladestationen sind bereits ab ca. 500 Euro erhältlich, eine intelligente Ladestation ist ca. 100 bis 200 Euro teurer und kann Bedingung für eine öffentliche Förderung sein.


Förderungen

Die Anschaffung einer Ladestation wird in Österreich vom Bund und von einzelnen Ländern gefördert. Details dazu sowie weitere Informationen bietet der topprodukte.at Ratgeber.


Zu den Produktlisten:

» Ladestationen mit einer Leistung bis zu 4,6 kW

» Ladestationen mit einer Leistung bis zu 6,9 bis 7,6 kW

» Ladestationen mit einer Leistung bis zu 11 kW

» Ladestationen mit einer Leistung bis zu 22 kW


[1] https://www.bmlfuw.gv.at/service/presse/umwelt/2017/170817E-MobilitaetFoerderantr-ge.html

[2] Klima und Energiefonds: Faktencheck E-Mobilität https://www.klimafonds.gv.at/presse/presseinformationen/faktencheck-e-mobilitaet-e-autos-schonen-umwelt-und-geldboerse/

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Quelle: shutterstock.com/Africa Studio



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