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Wenn’s draußen kalt ist: Richtig heizen, lüften & sparen

Energie sparen heißt nicht nur Strom sparen. Wer seinen Energieverbrauch effektiv in den Griff kriegen möchte, sollte den Themen Heizung und Warmwasser besondere Beachtung schenken. Vor allem – aber nicht nur – in der kalten Jahreszeit kann man schon mit ein paar wenigen Tricks und Kniffen erhebliche Einsparungen generieren.


Quelle: fotolia.at/Andrey Popov

Der Anteil ist beachtlich: rund 80 Prozent des Energieverbrauchs eines Haushalts gehen allein fürs Heizen und das Erhitzen von Wasser drauf. Strom in diesem Bereich spielt zwar eine eher untergeordnete Rolle, aber auch Öl, Gas oder Holz sind wertvolle Energieträger, die man nicht unbedacht durch den Kamin feuern sollte – zumal man damit auch bares Geld verheizt. Abhängig davon, welches Heizsystem zur Anwendung kommt und in welchem Zustand (thermisch saniert/unsaniert bzw. Neubau) das Gebäude ist schwanken die jährlichen Energiekosten fürs Heizen eines Einfamilienhauses (Beispielnutzfläche: 118 m²) zwischen sparsamen 700 und stolzen 3.500 Euro.


Heizkosten vergleichen

Ein direkter Vergleich der Kosten von verschiedenen Heizsystemen für Einfamilienhäuser ist mit dem neuen Heizkostenrechner von klimaaktiv erneuerbare Wärme möglich. Hier können je zwei verschiedene Technologien für ein Gebäude mit konkreter Größe und bekanntem Wärmebedarf verglichen werden.

Bei dem Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur werden nicht nur Brennstoffe, sondern auch auf Wunsch Investitions-, Wartungs- und Instandhaltungskosten bei der Berechnung berücksichtigt. So wird das gesamte Heizsystem einer umfangreichen Analyse unterzogen.

Wer eine gute Übersicht über unterschiedliche Heizsysteme sucht, findet in der Heizungsmatrix von klimaaktiv erneuerbare Wärme das ideale Tool dafür. Hier kann man schnell und unkompliziert herausfinden, welche Heizung für welche Gebäudeklasse am besten geeignet ist.

Generell gilt, dass das optimale Heizsystem von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängt. Bei Heizungen, die mit fossilen Brennstoffen arbeiten, ist natürlich auch immer die ökologische Perspektive zu berücksichtigen. In Sachen Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit haben Gas- und Öl-Heizungen gegenüber Biomasse-Kessel, Wärmepumpen und Fernwärme klar das Nachsehen.  


Noch mehr Heizungstipps und weitere Informationen finden Sie hier.


Heizkosten senken
Also Pech für all jene, die mit Fernwärme, Öl oder Erdgas heizen? Nicht unbedingt. Zwar kann ein Heizsystem nicht einfach so gewechselt werden, allerdings kann man den steigenden Energiekosten mit ein paar einfachen Tricks zu Leibe rücken – und muss dabei noch nicht einmal auf eine kuschelig warme Wohnung oder gar Komfort verzichten.


Die Temperatur macht´s
Die optimale Raumtemperatur liegt in Wohnräumen zwischen 19 und 22 Grad, wobei diese nicht unbedingt immer konstant sein muss. Ist man tagsüber nicht in der Wohnung, lohnt es sich das Thermostat zurückzudrehen. Selbiges kann man auch in der Nacht machen. Besonders praktisch sind hier übrigens programmierbare Thermostatregler, die es schon um wenige Euro im Fachhandel gibt. Ist man für eine längere Zeit nicht zu Hause, kann man die Heizung eventuell auch ganz abschalten. Hier sollte man aber beachten, dass die Temperatur nicht allzu lange unter 15° C fallen sollte, da sich sonst Feuchtigkeit an den Wänden absetzen und Schimmel bilden kann. Außerdem dauert es bei ausgekühlten Wänden und Möbeln länger, bis diese wieder aufgeheizt sind.

Fürs Schlafzimmer sind kühle 15 bis 18 Grad angenehm, ebenso wie in der Küche oder in wenig bzw. ungenutzten Räumen. Außerdem sollten die Türen zu diesen Räumen nicht offenstehen. Sonst kühlen Zimmer, die eigentlich warm bleiben sollen, aus, während Räume, in denen Kühle herrschen soll, unnötig erwärmt werden. Generell gilt: Jedes Grad weniger spart rund sechs Prozent Heizenergie ein.


Richtig Lüften
Regelmäßig lüften ist vor allem im Winter wichtig – auch wenn es draußen frostig ist. Nicht nur, dass „verbrauchte“ Luft dem Wohlbefinden wenig zuträglich ist, verdunsten in einem Vier-Personen-Haushalt täglich auch etwa zehn Liter Wasser – durch das Atmen, Duschen, Kochen usw. Das sorgt für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, die nach Möglichkeit abziehen sollte. Liegt diese in den Innenräumen nämlich dauerhaft über 60 Prozent, kann das Wachstum von Hausstaubmilben und Schimmelpilzsporen begünstigt werden. Beides kann Allergien hervorrufen. Lüften Sie also am besten kurz, aber vollständig: Beim sogenannten Stoßlüften rund zwei bis vier Minuten. Bei vollständig offenem Fenster ohne Durchzug rund vier bis acht Minuten. Noch effektiver als das Stoßlüften ist übrigens das Querlüften, eine Möglichkeit, die allen mit gegenüberliegenden Fenstern offensteht. Auch bei frostigem Winterwetter wird geraten, die Wohnung mindestens morgens und abends gut zu durchlüften.


Bei den empfohlenen Lüftungszeiten kühlen die Wände und Möbel nicht aus und die Zimmer werden schnell wieder warm. Gar nicht zu empfehlen sind gekippte Fenster. Dauerlüften durch gekippte Fenster bewirkt erst nach 24 Stunden einen Austausch der gesamten Zimmerluft und verbraucht dabei unnötig viel Heizenergie. Über ein Jahr kommen so schnell 100 Euro an unnötigen Mehrkosten zusammen. Und nicht nur das: Die Wände kühlen bei gekippten Fenstern stark aus, und auch an zu kühlen Wänden kann sich Schimmel bilden.


Heizkörper entlüften & befreien
Luft ist ein schlechter Wärmleiter. Gluckert es also in Ihrem Heizkörper, haben Sie einen echten Energiefresser im Haus. Durch Luft im Heizkörper kann das Wasser nicht optimal zirkulieren und die Wärmeenergie wird nicht optimal übertragen. Ihre Heizanlage bringt also nicht die erwartete Leistung. Außerdem rostet Ihr Heizkörper durch den Sauerstoff in der Luft viel leichter von innen. Das Entlüften funktioniert übrigens ganz einfach: Besorgen Sie sich einen passenden Entlüftungsschlüssel, öffnen Sie damit das Entlüftungsventil an Ihrem Heizkörper und lassen Sie so lange Luft entweichen, bis ein kontinuierlicher Wasserstrahl aus dem Heizkörper kommt.


Achten Sie außerdem darauf, dass Möbel und Vorhänge nicht zu nah am Heizkörper sind. Beides verhindert eine optimale Wärmezirkulation: Die Hitze staut sich und kann sich nicht im Raum verteilen. Dadurch steigen die Heizkosten.

Fenster und Türen abdichten
Dieses Problem betrifft freilich vor allem ältere Häuser und Wohnungen. Während moderne Fenster mittlerweile so gut abdichten, dass wiederum die Gefahr der Schimmelbildung besteht, haben ältere Fenster und Türen das Problem, dass die Wärme durch Ritzen und Spalten unkontrolliert entweicht. Diese undichten Stellen lassen sich einfach finden: Warten Sie auf einen windigen Tag und halten Sie eine brennende Kerze an Ihre Fenster- und Türrahmen. Oder Sie klemmen ein Blatt Papier an verschiedenen Stellen ins Fenster bzw. in die Tür. Lässt es sich in geschlossener Position leicht herausziehen, gehören die Fugendichtungen erneuert oder die Fensterflügel eingestellt. Kostengünstige, selbstklebende Dichtungsbänder (in unterschiedlichen Ausführungen) finden Sie im Baumarkt. Vorsicht ist nur bei Kunststofffenstern geboten: Sprechen Sie hier lieber mit Ihrem Vermieter bzw. Fensterbauer. Kleiner Tipp: Selbst, wenn die Dichtung nur an einer Stelle porös ist, erneuern Sie trotzdem die komplette Dichtung.

Apropos Fenster. Weil Fenster eine wesentlich geringere Isolationswirkung als eine Wand haben, empfiehlt es sich nachts unbedingt die Rollläden und Jalousien zu schließen. So können Sie den Wärmeverlust durch die geschlossenen Fenster um gut 20 Prozent reduzieren.


Wasser & Energie sparen

Gleich doppelt sparen lässt sich beim Wasserverbrauch – einerseits bei den Wasserkosten selbst, und andererseits auch an den Energiekosten fürs Aufheizen. Rund 135 Liter braucht ein durchschnittlicher Österreicher pro Tag, viel Liter davon im erhitzten Zustand. Ein Sparduschkopf im Bad, Durchflussbegrenzer in den Wasserhähnen und eine sparsame Toilettenspülung sollten in jedem Haushalt ohnehin Standard sein – zumal diese Geräte nicht viel kosten und einfach installiert werden können. Sparduschköpfe und Durchflussbegrenzer mischen dem Wasser Luft bei und erhöhen so den Druck und die Oberfläche des Wassers. Man bekommt gar nicht mit, dass eigentlich weniger Wasser aus dem Hahn kommt, der Komfort und die Reinigungswirkung bleiben nämlich gleich. Kräftig Wasser sparen kann man übrigens auch mit Hausgeräten, die besonders sorgsam mit kühlem Nass umgehen. Eine Übersicht besonders effizienter Waschmaschinen und Geschirrspüler finden Sie ja bekanntlich in unseren topprodukte-Listen.


Wer effektiv Wasser spart, spart auch Energie, die zum Erhitzen des Wassers gebraucht wird. Damit sinken nicht nur die Wasserkosten, sondern auch der Energieverbrauch. Immerhin wird für Warmwasser im Haushalt fast zehn Mal mehr Energie eingesetzt als für die Beleuchtung. Wie man hier am besten spart, hängt nicht nur vom Verbrauch, sondern auch davon ab, wie das Wasser erhitzt wird. Generell gilt, dass zentrale Heizsysteme günstiger und umweltfreundlicher sind, als dezentrale Systeme. Dezentrale Durchlauferhitzer wandeln den Strom zwar effizient in Wärme um, die Stromkosten sind aber ungleich höher, als die vergleichbaren Kosten für Holz oder Gas.

Wer auf ein dezentrales System angewiesen ist, sollte den Durchlauferhitzer nur auf die wirklich benötigte Wassertemperatur einstellen. Bei Boilern, egal ob zentral oder dezentral, sollte man zudem auf die richtige Größe achten: Die Menge des erwärmten Wassers sollte nicht viel größer als die tatsächlich im Haushalt benötigte Menge sein. Auch hier kann bei der Temperaturregelung zusätzlich gespart werden. Eine Wassertemperatur von 60 Grad reicht für Bad und Küche völlig aus und ist auch hoch genug, um Keime (etwa Legionellen) abzutöten.


Fazit: Mit einfachen Tipps viel Geld sparen

Mit simplen Tricks, wie dem Variieren der Raumtemperatur oder richtigem Lüften, kann man ohne großen Aufwand bares Geld sparen. Wenn es aber doch eine neue Heizung sein soll, gibt es viele Anlaufstellen für Tipps und Informationen.


Abschließend möchten wir auch noch auf das Heizungs-Gewinnspiel von klimaaktiv erneuerbare Wärme hinweisen, bei dem Sie noch bis 12.03.2018 tolle Preise rund um das Thema Heizung gewinnen können. Beantworten Sie einfach drei Fragen und gewinnen Sie Preise im Wert von bis zu 4.000 Euro.



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Quelle: shutterstock.com/Africa Studio

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