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Vernetzte Beleuchtungssysteme  

Es muss nicht immer ein komplettes Smart Home sein. Seit einigen Jahren am Markt, erfreuen sich vernetzte Systeme, mit denen nur Licht gesteuert wird, immer mehr an Beliebtheit. Automatisch und individuell Licht schalten (auch Szenenbeleuchtung, Intensität und Farbtöne), mit Licht wecken lassen, die Lampen und Leuchten auch von unterwegs schalten –  das sind nur einige wenige Möglichkeiten, die moderne Lichtlösungen bieten können. Der folgende Beitrag spricht  vor allem die Nutzung im privaten Wohnbereich an.  


WLAN basiertes Beleuchtungssystem
Quelle: Philips

Hat der klassische Lichtschalter ausgedient? Nicht ganz, jedoch ermöglicht die digitale LED- und Smartphone-App-Welt so viele Variationen, Licht je nach Bedarf und Bedürfnis in ihrer Intensität und Farbe zu steuern, dass immer mehr Anbieter auf diesen Zug aufspringen – und Anwender diese Technologien immer öfter nutzen wollen. LED-Lampen und Leuchten können beispielsweise direkt per Infrarot oder per Bluetooth geschalten werden. Größere Systeme steuert man mit dem Handy oder Tablet indirekt über den eigenen WLAN-Router und einer Basisstation (Gateway oder Bridge genannt), die diese Signale in den standardisierten ZigBee-Funk für die Leuchten und Komponenten übersetzt.  


Welche Variante soll es sein? Der Kunde hat die Wahl, beispielweise via WLAN und App!


Quelle: Philips

Vor allem die Steuerung über WLAN und Internet per Handy bietet viele Möglichkeiten der Bedienung, sowohl in der iOS und der Android-Welt. Bei diesen Systemen kann die Beleuchtung im eigenen Haushalt natürlich auch von unterwegs über das Internet gesteuert werden. Erster Anbieter war hier 2012 Philips mit dem Hue E 27 Starter-Kit und drei LED-Lampen, mittlerweile werden von der E 14-Kerzenlampe, über Tisch-, Pendel- und Deckenleuchte (inklusive Spots) und LED-Strips viele Varianten der Beleuchtung angeboten. Zusätzlich kann ein Bewegungsmelder, Tipp-Schalter und Dimmer integriert werden. Die Verbindung des Gateways (bei Philips „Bridge“ genannt) zum WLAN-Router im Haus erfolgt per LAN-Kabel. Bis zu 50 Lampen oder Leuchten können damit gesteuert werden. iPhone-User können  dank Siri auch auf Sprachsteuerung zurückgreifen. Mit mehr als zehn Startersets (je nach Umfang und Möglichkeiten liegen die Preise bei 50 bis 200 Euro) und 54 weiteren Produkten (Preise von 25 Euro für LED-Strip bis zur Pendelleuchte um 500 Euro) ist es das zur Zeit umfangreichste vernetzte Beleuchtungssystem für den Privatbereich.  


Osram Lightify System

Quelle: Osram

Der Hersteller Osram ist mit Lightify Home als kabellose Steuerung für kleinere Beleuchtungssysteme (für bis zu 50 Komponenten) und Lightify Pro für professionelle Beleuchtungs-anwendungen (bis zu 100 Komponenten) gefolgt. Auch hier kann man sein Beleuchtungssystem aus verschiedenen LED-Lampen, Wand- bzw. Deckenleuchten sowie Mini-Gartenspots konfigurieren, gesteuert indirekt per WLAN-Gateway und dem Router über das Internet. Das Starter-Kit von Osram Lightify Home mit dem Gateway und einer E 27-LED-Lampe gibt es ab knapp 60 Euro, die Funksteckdose Lightify Plug zum Schalten diverser Verbraucher kostet 25 Euro, Lampen gibt es ab 15 Euro, Downlights ab 30 Euro, flexible Lichtbänder ab 45 Euro und Gartenspots ab etwa 60 Euro.  


Da beide Anbieter den standardisierten ZigBee-Funk nutzen, sind Lampen und Leuchten mit diesem Standard grundsätzlich auch von anderen Anbietern einsetzbar. Allerdings muss das nicht immer funktionieren – hier sollte man sich vor dem Kauf im Internet schlau machen.  


Mit Trådfri wird auch IKEA vermutlich ab Herbst intelligente Lampen in Österreich anbieten. Schon in mehreren europäischen Staaten verfügbar, werden auch hier die die Nutzereingaben in der App oder im Web-Browser  in einem Gateway verarbeitet und dann per Funk (ZigBee) zur Lampe bzw. Leuchte übertragen.  


Unkompliziert und bidirektional per Bluetooth Auch bei dieser Steuerung können mehrere Leuchten per Smartphone, Tablet oder per Fernbedienung bedient werden – allerdings nur im Wohnbereich und nicht von der Ferne per Internet. Das in Baumärkten erhältliche Paulmann Home-Sortiment umfasst LED-Panels, -Stripes, -Einbauspots und Seilsysteme (Preise von ca. 20 – 100 Euro). Mit einem Zwischenstecker können auch bestehende Leuchten gesteuert werden. Die Anwendungen sind zwar nicht so vielfältig wie bei WLAN-Systemen, aber mit An/Ausschalten, Dimmen, Einstellung der Farbtemperatur von Warmweiß bis Kaltweiß, Farbe wählen sowie der Speicherung von Ein- und Ausschaltzeitpunkten  immer noch eine Option  für den alltäglichen Gebrauch – und das ohne Programmierung der Leuchten und ohne komplizierte Installation.  


Die einfachste Variante: per Infrarot

Der Vollständigkeit halber seien auch die per IR-Fernbedienung in allen Baumärkten erhältlichen Leuchtensysteme, meist selbstklebende LED-Streifen mit Farbwechslerfunktion erwähnt. Sie ermöglichen kreative Lichteffekte und dekoratives Licht-Ambiente per simpler Plug & Play-Montage. Die Preise liegen hier je nach Leuchtmittel bei 20 – 100 Euro.  


Bei WLAN-Steuerung: Achtung auf die Datensicherheit

So vielseitig und umfangreich die Lichtsteuerung per WLAN und Internet ist, hier sollten Anwender zur eigenen Absicherung darauf schauen, dass die Daten sicher verschlüsselt werden. Dazu sollte die Standardeinstellung verändert und ein möglichst komplexes Passwort verwendet werden. Bei hohem Sicherheitsbedarf sollte die Kommunikation per VPN, das einen von anderen nicht einsehbaren Datentunnel erzeugt, erfolgen.  


Den Standby-Energieverbrauch beachten

Die Kombination von drahtloser Kommunikation, intelligenten Bedienelementen und LED bringt aber nicht nur Annehmlichkeiten und individuelles Licht-Ambiente. All diese Eigenschaften erfordern Energie, selbst wenn die Lampen kein Licht liefern, sondern stattdessen auf ein Funksignal von einem Smartphone oder einer Fernbedienung warten. Dieser Standby-Stromverbrauch kann je nach Produkt variieren: So verbraucht ein mit dem Netzwerk verbundenes Gateway dauernd ca. 1,3 W, abgeschaltete LED-Lampen rund 0,4 W und Funksteckdosen bis zu 0,8 W. Das entspricht auch den Werten einer Studie der IEA (internationale Energie-Agentur) zur Energieeffizienz von Smart Lighting.  


Fazit: Die Vielfalt erfordert gute Planung

Infrarot- und Bluetooth-gesteuerte Beleuchtungen sind einfach und schnell einsetzbar, allerdings ist man bei proprietären Systemen vom jeweiligen Anbieter abhängig und hat damit auch nicht so viel Auswahl. Smarte Beleuchtung mit intelligenten Steuerungsmöglichkeiten per WLAN und ZigBee ermöglicht das passende Licht für jeden Anlass, sogar auf Knopfdruck. Zudem bietet sie auch Sicherheit durch Zeitsteuerung und Anwesenheitssimulation – und zusätzlich kann man dank Fremdanbieter-Apps vieles programmieren. Um hier den richtigen Durchblick zu erhalten, sollte man sich vor dem Kauf im Internet umschauen, die Möglichkeiten sondieren – und bei Bedarf auch WLAN-kompetente Freunde bei Installation und Programmierung mit einbeziehen.  

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Quelle: shutterstock.com/Africa Studio


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