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TV-Geräte –  neue Technologietrends und Empfehlungen für energiebewusste Konsumenten

Im Bereich der TV-Geräte hält der Trend in Richtung größere Bildschirmformate, höhere Bildauflösung und Bildkontrast unvermindert an. Welchen Nutzen bietet der Technologiewettlauf in diesen Bereichen der Konsumentin/dem Konsumenten und welche Auswirkungen ergeben sich in Punkto Energieeffizienz?


Kleines Mädchen sitzt vor dem Fernseher
Quelle: fotolia.at/myst

Supersize und 4K

Bereits in den vergangenen Jahren waren die Entwicklungen im Bereich TV-Geräte durch immer größere Bildschirmformate, Bildauflösungen und neue Smart-Features geprägt. Wer jedoch angenommen hatte, dass mit Großformaten von 80 Zoll (203 cm) und einer Bildauflösung von 4K (3840 × 2160 Bildpunkte) bereits das Ende der Fahnenstange erreicht ist, wird derzeit eines besseren belehrt. Mittlerweile wurden erste Produkte mit einer Auflösung von 8K und Formaten weit über 100 Zoll vorgestellt. Zumindest hinsichtlich Gerätegröße ergeben sich für durchschnittliche Verwendungszwecke im Haushalt mittlerweile natürliche Grenzen. Bildschirme über 65 Zoll werden eher nur vereinzelt und nur in sehr großen Wohnräumen Platz finden.


Welche Vorteile bietet hingegen die immer höhere Bildauflösung von 4K und darüber? Hier ist der Nutzen für viele Konsumenten nach wie vor sehr überschaubar. Auch heute bieten die meisten TV-Programme, die unter der Bezeichnung „HD“ angeboten werden, noch nicht mal die volle HD-Auflösung, von 4K ganz zu schweigen. Ausnahmen diesbezüglich sind beispielsweise ARTE oder Servus-TV, die zumindest Full-HD bieten. Für den durchschnittlichen Nutzer, der überwiegend TV-Programme konsumiert, bringen Auflösungen oberhalb von Full-HD derzeit also keinen Zusatznutzen. Auch bei den meisten Streaming-Angeboten ergeben sich keine Vorteile. 4K ist daher bislang nur für jene Konsumentinnen und Konsumenten relevant, die sich regelmäßig Fotos oder Videos aus ihrer eigenen 4K-Kamera ansehen oder sich gezielt aus dem noch beschränkten Angebot an 4K-Medien bedienen.


Maximaler Bildkontrast

Ein weiterer aktueller Technologietrend ist die sogenannte HDR-Funktionalität („High Dynamic Range (HDR)“. Geräte mit HDR-Funktion können Bilder sehr kontrastreich wiedergeben, d.h. Bilder, die sehr große Helligkeitsunterschiede beinhalten, können über den gesamten Kontrastbereich sehr detailreich dargestellt werden. HDR ist bereits von den Smart-Phones bekannt und ein zunehmender Trend im TV-Bereich. Auch hier gilt, dass das Vorhandensein dieser Funktionalität beim TV-Gerät für sich alleine noch keinen Nutzen stiftet, sondern auch entsprechende Medien oder TV-Angebote zur Verfügung stehen müssen, die Services in HDR-Qualität anbieten. Also auch hier reduziert sich die Nutzung dieser Funktion derzeit auf ausgewählte Medien oder auf selbstproduzierte Fotos oder Videos, die mit HDR-Funktion aufgenommen wurden.


Und der Stromverbrauch?

Was bedeuten die neuen Trends nun in punkto Energieverbrauch? Der Stromverbrauch steigt erwartungsgemäß mit der Bildschirmgröße, welche in die Berechnung der Energieeffizienzklasse einfließt. Dadurch kann die auf dem Label ausgewiesene Energieeffizienzklasse großer und kleiner Geräte dabei bei sehr unterschiedlichem Verbrauch ident sein. Wichtig ist daher stets auch ein Blick auf den angegebenen Jahresstromverbrauch oder die elektrische Leistung, die in Watt angegeben ist. Ein sehr effizientes 49-Zoll Gerät benötigt heute ca. 40 - 60 Watt, ein 65 Zoll-Gerät ca. 70 - 100 Watt. Effiziente TV-Geräte sind also im Vergleich zu früheren Generationen echte Sparmeister. Durchschnittliche Geräte benötigen allerdings auch heute noch deutlich mehr Energie. So kann die Leistungsaufnahme bei 65 Zoll-Geräten auch deutlich über 150 W liegen bzw. der durchschnittliche Stromverbrauch pro Jahr über 200 kWh.


Insbesondere OLED-TVs (stellvertretend für organische LEDs, heute auch als Q-LED bezeichnet) sind derzeit noch deutlich weniger effizient als Produkte mit Standard-LED-Technologie. Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von 55-Zoll erreichen hier typischerweise nur Effizienzklasse B. Da die O-LED-Technologie bislang keine eindeutigen Vorteile bietet und die Produkte nach wie vor hochpreisig sind, ist eher der Griff zu Standardgeräten mit anorganischen LEDs zu empfehlen.


Nicht nur ein großes Bildschirmformat sorgt für höheren Stromverbrauch, auch die HDR-Funktion erfordert deutlich mehr Leistung. Diesbezüglich wird derzeit auch diskutiert, wie der höhere Stromverbrauch bei HDR-Geräten im neuen Energielabel am besten berücksichtigt wird.


Abgesehen von diesen neuen Trends im Bereich der Bildgröße und Bildqualität bieten moderne TV-Geräte heute vielfältige Smart-TV- und Netzwerkfunktionalitäten. Auch hier sollte man bei der Geräteauswahl darauf achten, welche Funktionen man tatsächlich nutzt und benötigt. Mitunter ist es auch vorteilhaft, wenn gewisse, nicht benötigte Funktionen abgeschaltet werden können.


Informationen zu den energieeffizientesten Produkten, die am österreichischen Markt angeboten werden, finden Sie in unseren TV-Listen.

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Quelle: shutterstock.com/Africa Studio

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