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TV-Geräte-Kauf: Die besten Tipps für weltmeisterliche Bilder  

Wenn der Ball in Russland rollt, wird’s nicht nur in den Stadien heiß. Dank der neuesten TV-Geräte kommt die Fußball-Weltmeisterschaft gestochen scharf auch in die heimischen Wohnzimmer. topprodukte.at verrät Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten sollten, damit das neue TV-Gerät nicht schon nach der Vorrunde ausscheidet – sondern auch noch nach der WM für scharfe Unterhaltung sorgt.  


Mann liegt auf der Couch und schau fern.
Quelle: shutterstock.com/Andrey Popov

Größer, dünner, schärfer – damit hat man die heimischen TV-Gerätetrends schon mal recht gut auf den Punkt gebracht. Große Bildschirme werden in den österreichischen Haushalten immer beliebter. Dass man dabei keine faulen Kompromisse bei der Bildqualität eingehen muss, dafür haben auch die zahlreichen Neuentwicklungen der vergangenen Jahre gesorgt – je größer das Display, desto mehr Pixel sollten es schließlich auch sein. Wie bei den Ultra HD-Displays, die inzwischen klar den (höherwertigen) Markt dominieren. Immer mehr TV-Modelle liefern nicht mehr nur 1.920 x 1.080 Pixel (so genanntes „Full HD“), sondern bestechen mit viermal so vielen Bildpunkten. Ultra High Definition, oder kurz UHD, nennen sich diese Pixelwunder, welche manchmal auch unter dem Namen 4K oder Ultra-HD auftreten. Die Bezeichnung 4K rührt übrigens daher, weil UHD-Fernseher knapp 4.000 (genau genommen sind’s 3.840) Bildpunkte in der Breite darstellen. Gemeint ist mit all diesen Bezeichnungen aber immer ein TV-Gerät, welches gesamt 3.840 x 2.160 Bildpunkte (Pixel) darstellen kann.  


4K und Ultra-HD  

Das an dieser Stelle gerne ins Spiel gebrachte Argument, dass das Angebot an nativem 4K-Content (Filme, Dokus usw.) derzeit noch recht überschaubar sei, ist leider nur die halbe Wahrheit. Bei den klassischen Übertragungswegen (Kabel, Sat oder Antenne) stimmt das freilich – viele als HD vermarkteten TV-Programme werden heutzutage noch nicht einmal in voller HD-Auflösung übertragen. Lediglich über Satellit gibt’s schon jetzt ein paar 4K-Sender zu finden. Ein Blick über den Tellerrand offenbart aber recht schnell, dass der Ultra-HD-Auflösung die Zukunft gehört: Beliebte Streamingdienste wie etwa Netflix produzieren ihre neuesten Serien und Filme fast ausschließlich in Ultra-HD – und liefern sie dann auch in dieser Auflösung aus.  


Dessen ungeachtet sorgt die 4K-Technologie auch ohne 4K-Content für schönere Bilder. Das Geheimnis sind hier die intelligenten Bildprozessoren in den TV-Geräten, die auch Nicht-4K-Content mittels komplexer Algorithmen hochrechnen und so deutlich besser darstellen. Die Bilder werden um ein Vielfaches feiner, natürlicher und detailreicher.  


Investition in die Zukunft: HDR  

Es ist nicht nur die UHD- bzw. 4K-Technologie, die die Grundfesten der TV-Qualität ins Wanken bringt. Der Schärfegewinn von Ultra HD war nämlich nur der Anfang. Erst in Kombination mit High Dynamic Range (HDR), erweitertem Farbraum (WCG) sowie einer höheren Bildrate entsteht ein Bildgenuss der Extraklasse. Wobei auch die vermehrt angebotene HDR-Funktion nicht ganz unumstritten ist. Auch hier gilt: Noch hält sich das Angebot in Grenzen, künftig wird es aber zum Standard werden. Und wie schon bei 4K ist Netflix auch hier ein Vorreiter.  


High Dynamic Range, so der volle Wortlaut für die Abkürzung HDR, stammt ursprünglich aus der Digitalfotografie. Damit werden Bilder mit besonders hohem Detailgrad und Kontrast bezeichnet. Während sich UHD nur auf die Anzahl der Pixel bezieht, nutzt die HDR-Technologie jeden einzelnen Pixel optimal aus. Helligkeit und Farbe sollen in Verbindung mit der hohen Auflösung für ein optimales Seherlebnis sorgen. Vereinfacht erklärt wird mit HDR ein softwaregesteuerter Prozess beschrieben, der automatisch Bildverbesserungen vornimmt, um bei der Aufnahme entstandene Defizite (etwa zu dunkle Bildbereiche) auszugleichen. Über- sowie Unterbelichtungen werden eliminiert, Bilddetails werden sehr viel besser herausgearbeitet. Detaillierung, Leuchtkraft und Maximalkontrast sind merkbar verbessert.  


Genau genommen geht‘s bei HDR-Fernsehern also um eine Vergrößerung des Kontrastumfangs und Dynamikbereichs einer Bildquelle. Realisiert wird dies unter anderem, durch die Übermittlung von Informationen mit dem Filmmaterial, wodurch die Helligkeit des Bildschirms gezielt gesteuert werden kann. Mithilfe dieser Optimierungen sollen sich Filme natürlicher und lebensechter darstellen lassen.


LCD vs. OLED  

Aus rein technischer Sicht spitzt sich der Kampf zwischen LCD und OLED um die Vorherrschaft zu. Vor allem die LCD-Technologie rüstet nochmals ordentlich auf, um den immer zahlreicher werdenden OLEDs weiterhin die Stirn zu bieten. Gelingen soll das – unter anderem – mit den so genannten Quantum Dots, Nanokristallen, die den UHD-TVs einen gehörigen Qualitätsschub verpassen und damit auch ganz nah an die Vorzüge der OLED-Technik heran bringen. Bei Quantum Dot-Geräten kommt eine blaue LED-Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz, die das Licht durch eine Folie abgibt, die mit Nanokristallen in zwei unterschiedlichen Größen durchsetzt ist. Die „größeren“ Kristalle (10 Nanometer bzw. 10 Millionstel Millimeter) geben – sobald sie angestrahlt werden –  rotes Licht ab, die kleineren Kristalle (2 Nanometer) grünes Licht. Zusammen mit der blauen Hintergrundbeleuchtung erhält man die drei Grundfarben (RGB – Rot, Grün, Blau) in jeweils sehr intensivem und reinem, farbigem Licht. Die unterschiedlichen Farb- und Helligkeitsnuancen werden dann über eine Filterschicht erreicht, die von intelligenten Bildprozessoren angesteuert wird. Neben brillanten Farben kann man dadurch eine hohe Leuchtdichte und damit ein besonders helles Bild generieren. Außerdem gibt’s gleichzeitig einen besseren Schwarzwert, weil kein weißes Licht (so wie bei herkömmlichen LCD-TVs) verwendet wird.  


Mit besonders hohem Kontrast können die OLED-Geräte, die mit organischen, Licht-emittierenden Dioden ausgestattet sind, punkten. Wird ein Pixel nicht angesteuert, bleibt es schwarz. Gleichzeitig kann das Pixel unmittelbar daneben aber im hellsten Weiß leuchten, ohne dass es das schwarze Pixel beeinflusst. Bei normalen LCD-TVs hat man dagegen mit Streulicht zu kämpfen. Das heißt: Das weiße Pixel beeinflusst das danebenliegende schwarze Pixel und sorgt dafür, dass es nicht mehr wirklich schwarz, sondern nur noch grau ist. OLEDs leuchten nämlich selbst, weswegen sie auch keine zusätzliche Lichtquelle (Leuchtstoffröhren oder LEDs) benötigen. Fallen diese Bauelemente weg, lassen sich die Bildschirme zudem in extrem geringe Bautiefen herstellen. Die selbstleuchtenden Pixel sorgen übrigens auch dafür, dass das Display gleichmäßig ausgeleuchtet wird, was sich vor allem in den Rand- und Eckbereichen sehr positiv auf die Bildqualität auswirkt.


Der höhere Kontrast und die Tatsache, dass die OLEDs Lichtquelle und Bildgeber zugleich sind, sorgt dafür, dass die dargestellten Farben lebensechter, brillanter und somit auch weniger matt wirken. OLED-Displays haben zudem eine enorm schnelle Reaktionszeit (ca. 0,001 Millisekunden) und ermöglichen einen großen seitlichen Betrachtungswinkel, ohne dass es dabei zu störenden Helligkeits- oder Farbschwankungen kommt.  


Smarte Funktionen  

Recht hilfreich sind mitunter auch die smarten Funktionalitäten der neuen Displays. Die meisten Fernseher können nämlich ans Internet angehängt und mit allerlei Apps und Zusatzfunktionen aufgepeppt werden. Besonders praktisch ist ein Smart-TV übrigens dann, wenn es darum geht, Streamingdienste zu nutzen. Die meisten Hersteller haben beispielsweise Netflix bereits fix vorinstalliert: Einfach Zugangsdaten eingeben und los geht’s.   


Wer sein Programm lieber auf dem klassischen Weg empfängt (und dabei eventuell auch aufzeichnet), sollte darauf achten, dass das Gerät einen Twin-Tuner eingebaut hat. Dieser erlaubt den simultanen Empfang zweier Signale, sodass man etwa einen TV-Sender aufzeichnen kann, während man zeitgleich einen anderen schaut. Lassen Sie sich hier aber bitte nicht von der Bezeichnung Triple-Tuner verwirren. Wenn ein TV-Gerät einen Triple-Tuner eingebaut hat, heißt das nämlich nicht, dass Sie drei Programme gleichzeitig empfangen können. Im Unterschied zum Twin Tuner bedeutet ein Triple-Tuner lediglich, dass das TV-Gerät einen kombinierten Tuner für DVB-T/C/S (Terrestrisch, Kabel, Satellit) eingebaut hat. Ein Empfang von drei Signalen zur selben Zeit ist damit nicht möglich – leider ist die Bezeichnung hier etwas unglücklich gewählt.  


Und der Stromverbrauch?  

Wenig überraschend: Der Stromverbrauch steigt natürlich mit der Bildschirmgröße, welche in die Berechnung der Energieeffizienzklasse aber miteinfließt. Dadurch kann die auf dem Label ausgewiesene Energieeffizienzklasse großer und kleiner Geräte bei sehr unterschiedlichem Verbrauch ident sein. Empfehlenswert ist es daher, stets auch ein Blick auf den angegebenen Jahresstromverbrauch oder die elektrische Leistung zu werfen. Ein sehr effizientes 49-Zoll Gerät benötigt heute ca. 40 bis 60 Watt, ein 65 Zoll-Gerät ca. 70 bis 100 Watt.  


Gegenüber früheren Modellen sind moderne (effiziente) TV-Geräte echte Sparmeister. Sollten Sie also ein Uralt-Modell zuhause stehen haben, kann sich ein Umstieg rasch lohnen. Durchschnittlich effiziente Geräte benötigen allerdings auch heute noch deutlich mehr Energie. So kann die Leistungsaufnahme bei 65 Zoll-Geräten auch deutlich über 150 Watt liegen bzw. der durchschnittliche Stromverbrauch pro Jahr über 200 kWh.  


Insbesondere OLED-TVs sind derzeit noch deutlich weniger effizient, als Produkte mit Standard-LCD-Technologie. Geräte mit einer Bildschirmdiagonale von 55-Zoll erreichen hier typischerweise nur Effizienzklasse B. Auch zusätzliche Funktionen, wie etwa das zuvor erwähnte HDR, schlagen sich in einem höheren Stromverbrauch nieder.   Informationen zu den energieeffizientesten Produkten, die am österreichischen Markt angeboten werden, finden Sie in unseren TV-Listen.    


Full HD oder nicht Full HD?  

Die öffentlich-rechtlichen Programme (ORF, ZDF usw.) übertragen ihr HD-Signal in 720p-Auflösung, also mit 1.280 × 720 Pixel in Vollbildern (p). Die privaten Sender sowie die HD-Angebote von Sky setzen auf 1.080i-Auflösung: Hier beträgt die Auflösung 1.920 × 1.080 Pixel im Zeilensprungverfahren – also „interlaced“. Damit bieten die Privaten zwar die nominal etwas höhere Auflösung, doch da die öffentlich-rechtlichen Sender das Bild in Vollbildern übertragen, wirkt es etwas ruhiger. Vor allem in Sequenzen mit viel Bewegung ist es dem 1.080i-Zeilensprungverfahren sogar überlegen. Im Grunde ist 1.920 x 1.080 die volle HD-Auflösung (Full HD), ideal wäre aber die Übertragung in Vollbildern.      




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Quelle: shutterstock.com/Africa Studio

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