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Smartphone-Akku: Und ewig lockt das Ladegerät  

Er ist grundsätzlich immer dann leer, wenn man ihn am meisten braucht: der Smartphone-Akku. Denn mit der zunehmenden Funktionalität steigt leider auch der Energiehunger der kleinen Multitalente. Mit ein paar einfachen Anpassungen kitzeln Sie aber ohne großen Aufwand die eine oder andere Stunde zusätzliche Betriebszeit heraus.      


Bildausschnitt auf dem die Hände einer Frau mit Smartphone zu sehen sind.
Quelle: shutterstock.com/GaudiLab

Kennen Sie den?  

„Ich habe gestern meinen Keller aufgeräumt und in einer Jackentasche mein altes Nokia 3310-Handy gefunden. 15 lange Jahre hatte ich es nicht mehr in der Hand.“ „Und?“ „Naja, was soll ich sagen: Es hatte noch zwei Balken Akku.“


Sie hatten ja schon ihren Charme, die frühen Handy-Generationen. Sehr robust und mit Akkus ausgerüstet, die sich selbst bei intensivster Nutzung erst nach mehreren Tagen nach einer Steckdose sehnten. Davon können die modernen Smartphones nur träumen – oft ist bei diesen schon nach wenigen Stunden Schluss mit lustig. Dabei betrug die Akkukapazität des legendären Nokia 3310 damals rund 1.000 mAh – und damit nur ein Drittel der Akkukapazität eines modernen Smartphones. Ein Großteil der aktuellen Modelle ist heutzutage nämlich mit Akkus zwischen 2.000 und 3.500 mAh ausgestattet. Eine laufend aktualisierte Übersicht, samt Akkukapazitäten, finden Sie selbstverständlich in unserer topprodukte.at-Liste. Dort finden Sie übrigens auch Angaben zu den so genannten SAR-Werten, die die Strahlenbelastung für den User ausdrücken.  


Mehr Funktionen, weniger Ausdauer  

Und trotzdem: Ein direkter Vergleich zwischen Alt und Neu würde an dieser Stelle nicht nur hinken, sondern wäre auch mehr als unfair. Im Gegensatz zu den modernen Smartphone-Modellen war der Leistungsumfang damals schon sehr überschaubar und – mehr oder weniger – auf das Kultgame Snake, einen simplen Taschenrechner und die SMS-Funktion beschränkt. Hinzu kam ein recht kleines und wenig farbenfrohes Display – und damit fällts ja leicht, mit langen Betriebszeiten zu klotzen. Trotzdem würde heute wohl kaum jemand sein smartes Multitalent gegen einen antiken Marathonläufer tauschen und so gehört der besorgte Blick auf den Akkustand eben auch weiterhin zum Alltag eines fast jeden Smartphone-Besitzers.  


Ein bisschen kann man der Angst vorm leeren Akku aber auch entgegenwirken. Und das ist auch gut so, denn sonst könnte sich das schnell zu einer ausgewachsenen Nomophobie hochschaukeln – und die gibt’s wirklich. Das Kunstwort Nomophobie beschreibt die Angst davor, nicht per Smartphone erreichbar zu sein. Der Begriff stammt aus dem englischsprachigen Raum und ist die Abkürzung für „No-Mobile-Phone-Phobia“. Eine Studie ergab bereits im Jahr 2012, dass 66 Prozent der britischen Mobiltelefon-Nutzer und Nutzerinnen Angst vor mobiler Unerreichbarkeit haben. Und das dürfte auch anderswo nicht viel anders sein. Funktioniert das Smartphone einmal nicht, kommt es zu einem subjektiv verschobenen, übermäßigen Angstempfinden. Entzugserscheinungen, wie Nervosität, Ängste und depressive Stimmung treten auf, der Drang und die Gier nach dem Smartphone werden immer größer und machen sich in Schweißausbrüchen, Zittern, Herzklopfen, Angstzuständen und Panik bemerkbar.  


Das Display ist ein echter Energiefresser  

Generell ist es sehr einfach, mit ein paar simplen Einstellungen, den Akku zu schonen. Wunder können allerdings auch diese nicht bewirken, und es muss einem klar sein, dass sich die meisten dieser Einstellungen auch auf den Nutzerkomfort auswirken. Unter Umständen brauchen Apps dann länger zum Starten, leuchtet das Display nicht mehr so schön bunt oder die Geschwindigkeit beim Surfen lässt zu wünschen übrig. Es gilt hier also, einen guten Kompromiss zwischen Akkulebensdauer und Komfort zu finden.  


Die folgenden Tipps sind bewusst einfach gehalten und ohne große Eingriffe in die Smartphone-Software zu bewerkstelligen und gelten daher sowohl für iOS- (Apple), als auch Android-Modelle.   


  • Schließlich haben beide Modellvarianten viel gemein, wie etwa die Tatsache, dass das Display der größten Energiefresser ist. Live-Hintergrundbilder sind sicher ein hübsches Feature, doch je aufwändiger die animierten Screens ausfallen, desto stärker belasten sie die CPU und damit auch den Akku. Wer möglichst viel Energie sparen will, nutzt deshalb besser ein statisches Bild als Hintergrund – je dunkler, desto besser. Auch an der Display-Helligkeit kann geschraubt werden. Es lohnt sich, die Helligkeit auf einen gerade noch angenehmen Wert zu reduzieren, den Umgebungslichtsensor des Smartphones zu aktivieren und eine möglichst kurze Abschaltzeit (15 Sekunden) einzustellen.  

  • Ebenfalls große Stromverbraucher sind die diversen Funkschnittstellen. LTE, UMTS, WLAN, NFC und Bluetooth müssen aber nicht ständig senden, schon gar nicht, wenn entweder kein entsprechendes Netz oder (im Falle von Bluetooth und NFC) kein passendes Gegenüber vorhanden ist. Sehr praktisch ist hier, dass sich die meisten dieser Funktionen über eine Schnellzugriffsleiste ein- und ausschalten lassen. Ebenso, wie die Ortungsfunktion (GPS), die auch nur dann laufen soll, wenn sie wirklich benötigt wird. 

  • Wird das Smartphone permanent mit E-Mail-Konten synchronisiert, belastet dies ebenfalls den Akku. Hier schafft eine Umstellung des Abrufintervalls auf manuell schnell Abhilfe. Auch sollte man sich ansehen, welche Synchronisierungsaufgaben generell im Hintergrund ablaufen. Dazu zählt etwa auch die automatische Datensicherung in einer Cloud. Hier kann man einstellen, dass diese beispielsweise nur via WLAN und am Ladegerät hängend durchgeführt wird.

  • Besonders ärgerlich sind Apps, die generell viel Energie verbrauchen – hauptsächlich, weil sie schlecht oder nachlässig programmiert wurden. Unter Systemeinstellungen/Akku (bei Android) finden Sie eine Statistik, welche App, wie viel Akku braucht. Glänzt eine App mit besonders hohen Verbrauchswerten, sollte man sich eine Alternative suchen bzw. ganz auf diese App verzichten. Berüchtigte Akku-Killer sind übrigens Facebook und Messenger. Hier bietet es sich an, stattdessen m.facebook.com im Browser zu verwenden und per Messenger Lite zu chatten.    

  • Nicht besonders empfehlenswert ist die Nutzung so genannter „Stromspar-Apps“. Erstens versprechen die meisten sehr viel mehr, als sie dann zu leisten im Stande sind und zweitens, ist es hier vor allem eine Frage des Datenschutzes. Da man diesen Apps umfangreiche Zugriffsrechte gewähren muss, kann man nicht nachvollziehen, ob und welche Daten ausgelesen und übers Internet verschickt werden. Hinzu kommt, dass man die meisten Herstellerfirmen nicht kennt und man sich ihnen damit völlig ausliefert. Wenn schon Energiespar-Apps, dann jene, die von den Smartphone-Herstellern vorinstalliert werden. Diese sind nicht nur recht effektiv, sondern vor allem auch sicher.  

Energiesparmodus: Nur für den Notfall  

Apropos Energiesparen. Wenn’s mit dem Akku wirklich einmal eng wird, bietet sich der im Smartphone bzw. Betriebssystem integrierte Energiesparmodus an. Wenn Sie diesen Modus aktivieren, können Sie festlegen, bei welchem Akkuladestand das Smartphone in den stromsparenden Modus wechselt und welche Funktionen automatisch ausgeschaltet werden. Der Energiesparmodus kombiniert die meisten der hier genannten Maßnahmen und geht sogar noch darüber hinaus, indem er die meisten Verbraucher einfach abschaltet. Mehr als telefonieren, SMS empfangen oder E-Mails abrufen ist dann nicht mehr möglich. Auf diese Weise bleiben Sie im Notfall noch ein paar Stunden länger erreichbar.  


Stichwort Fairphone  

Immer häufiger hört man in den Medien vom so genannten Fairphone. Dabei handelt es sich um ein Smartphone, das unter sozial fairen Bedingungen produziert wird und auch ein höheres Maß an Reparaturfreundlichkeit aufweist – also nachhaltiger ist. Das Gerät wurde so konstruiert und produziert, dass es ganz einfach auseinander gebaut werden kann, wodurch kaputte Teile (oder Akkus) leichter ausgetauscht werden können. Grundgedanke ist, dass das Fairphone länger, als herkömmliche Handys, genutzt werden kann.  


Auch schon bei der Produktion werden beim Fairphone höhere Sozialstandards angesetzt. Beispielsweise werden soziale Arbeitsbedingungen eingehalten und man versucht, Rohstoffe dort zu beziehen, wo diese keine negativen Auswirkungen auf die Umgebung haben. In der demokratischen Republik Kongo beispielsweise beherrschen oft Warlords die Minen, in denen Metalle für die Handyproduktion abgebaut werden. Die wertvollen Rohstoffe finanzieren damit Kriege, die bereits tausenden Menschen das Leben kosteten und Millionen zur Flucht zwangen. Ein lobenswerter Ansatz, bei dem man fairerweise aber anmerken muss, dass es den Fairphone-Herstellern bislang nicht gelungen ist, sämtliche Rohstoffe aus konfliktfreien Minen zu beziehen. 

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Quelle: shutterstock.com/Africa Studio

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