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SMART-TV, UHD, Curved Design und OLED – Welchen Nutzen bringen die Neuerungen am TV-Himmel in der Praxis?

UHD, Curved Screen, Smart TV und OLED – das sind die Schlagworte, mit denen aktuell alle führenden TV-Hersteller werben und die jeder moderne Konsument kennen muss, um beim Thema TV zeitgemäß mitdiskutieren zu können. Farbige Webseiten und Hochglanzbroschüren versprechen neuen ungeahnten Fernsehgenuss – doch was bleibt für den investitionsfreudigen Konsumenten in der Praxis? Der folgende Beitrag zeigt, welche technischen Features heute lohnenswert sind und auf was der durchschnittliche Anwender im täglichen Gebrauch eher verzichten kann. 


 

  
 
Quelle: shutterstock.com/wavebreakmedia

UHD-Auflösung – schärfer als scharf?

Zahlreiche TV-Geräte bieten heute bereits UHD-Auflösung mit 3840x2160 Pixel und versprechen damit ultrascharfen Fernsehgenuss. Doch welche Vorteile bieten sich in der Praxis tatsächlich? Viele TV-Programme nutzen heute noch nicht mal die volle zur Verfügung stehende Auflösung der gängigen HD-TVs. Das Nadelöhr auf dem Weg zu noch schärferen Bildern liegt heute damit keineswegs bei den TV-Geräten selbst, sondern im Bereich des Programmangebotes. Der Nutzen von UHD bleibt somit bis auf weiteres auf Videofilme beschränkt, die von einschlägigen Anbietern (Amazon, Netflix etc.) gestreamt werden. Auch Blue Ray Disks sind im Moment noch nicht in UHD verfügbar. Wer also die Streaming-Angebote nicht nutzt, hat wenig vom hochauflösenden Glück. 

 

Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass mit UHD-Logo geschmückte TVs grundsätzlich nur "UHD-ready" sein müssen. Die häufig ausgewiesene UHD-Fähigkeit bedeutet beispielsweise nicht zwingend, dass der interne Tuner auch UHD Signale verarbeiten kann. 

 

Je nach Nutzung kann UHD gegebenenfalls auch nachteilig sein. So ist es beispielsweise nicht empfehlenswert, Standard-Definition TV-Programme auf UHD-Geräten zu konsumieren. Mindestens HD-Auflösung ist Pflicht. Auch für Videospiele ist UHD meist weniger gut geeignet.

 

Smart-TV – wieviel Smartness stiftet echten Zusatznutzen?

Viele der heute gängigen TVs sind sogenannte SMART-TVs. D.h. sie verfügen über eine ganze Menge an Funktionalitäten, die einen vielfältigen User-Nutzen stiften sollen. Dazu zählen insbesondere eine umfassende Internettauglichkeit inklusive der entsprechenden Schnittstellen, die Verarbeitung unterschiedlichster Bildformate, 3D, sowie eine möglichst komfortable Bedienung, Sprachsteuerung inklusive. Während die Nützlichkeit umfassender Internet-Features, Schnittstellen und vielfältiger Bildformate im Zeitalter der zunehmenden Medienverschmelzung durchaus zu begrüßen ist, scheiden sich bei 3D und Sprachsteuerung heute die Geister. Zu wenige Programme werden in 3D-Format angeboten und Hand aufs Herz – wer setzt sich schon gerne regelmäßig mit Brille vors Fernsehgerät? Dass der Fernseher auf Zuruf gehorcht, ist für Konsumenten, die aufgrund motorischer Einschränkungen keine Fernbedienung bedienen können, sicherlich nützlich – als Basisfeature für jedermann drängt sich diese Funktion jedoch nicht auf. 

 

Grundsätzlich bedeutet die Vielfalt an Zusatzfunktionen immer auch ein gewisses „mehr“ an Energieverbrauch. Es stellt sich daher auch die Frage, welche smarten Energiesparfunktionen heute angeboten werden, die den Energiehunger der Geräte in die Schranken weisen. Auch hinsichtlich Energiemanagement gibt es verschiedene interessante Features, auf die der umweltbewusste Konsument in der Praxis achten sollte. Dazu zählen beispielsweise eine umgebungsabhängige Helligkeitssteuerung der Geräte sowie bewegungsgesteuerte Abschaltfunktionen. Letztere sorgt dafür, dass das TV-Gerät sukzessiv in den Standby-Modus versetzt und schließlich abgeschaltet wird, wenn sich kein Zuschauer im Raum befindet oder die Zuseher gegebenenfalls vor dem Gerät einschlafen. Wichtig sind darüber hinaus Stromsparfeatures, die es erlauben Hintergrundfunktionen im Standby-Modus abzuschalten.

 

Curved Design- eine Frage der Position

Der neue Trend in Sachen Design lautet Curved TV – d.h. Bildschirme, die leicht gekrümmt sind. Zielsetzung dabei: die Bildschirmfläche wir bezogen auf die breite des Gerätes größer und der Kontrast soll für den Betrachter bis zum Bildrand hin gleich gut bleiben. Das Problem in der Praxis: Um die gewünschten positiven Effekte zu erzielen, muss der Betrachter in einem genau definierten Abstand von der Bildfläche mittig positioniert sein. Das funktioniert im Alltag häufig schon deswegen nicht, weil die Einrichtung des Wohnzimmers nicht nur nach dem Kriterium „Fernsehen“ erfolgt und in vielen Haushalten mehrere Personen gleichzeitig dem Fernsehvergnügen frönen. Mehrere Zuseher lassen jedoch wiederum keine optimale Positionierung zu. Curved-TVs sind daher primär eine Option für Einzelhaushalte, in welchen die Position des Zusehers auf den TV-Schirm abgestimmt wird. Der Zusatznutzen ist überschaubar. Durch die Bildschirmwölbung können auch Verzerrungen und Spiegelungen entstehen, Störeffekte, die nicht alle heute angebotenen Produkte perfekt im Griff haben.

 

OLED-TVs – noch immer ein Thema für die Zukunft

Obwohl OLED TVs bereits seit etlichen Jahren angeboten werden, ist die Verbreitung heute jedoch noch immer sehr bescheiden. Bislang waren die Geräte aufgrund des hohen Preises für Normalverbraucher auch eher unerschwinglich. Heute werden bereits großformatige Geräte zu Preisen zwischen 2000 und 3000 € angeboten. Topgeräten wird dabei sehr hohe Bildqualität attestiert. 

 

Die Technologie hat vorläufig jedoch auch ihre Nachteile: bei hellen Bildern wird die Helligkeit beispielsweise deutlich reduziert um die LEDs zu schonen. Dennoch steigt der Energieverbrauch gerade bei hellen Bilddarstellungen, ähnlich wie bei Plasma-TVs, massiv. Hinzu kommt heute noch eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich des Kriteriums Lebensdauer. Es ist bislang nicht erwiesen, ob OLEDs ähnlich hohe Lebensdauern erreichen, wie normale LEDs.

 

Und was tut sich hinsichtlich Energieeffizienz und Umwelt?

Was bleibt bei all diesen neuen Technologien und Funktionalitäten in Sachen Effizienz und Umweltfreundlichkeit? Die positive Nachricht vorweg: Auch großformatige TVs müssen heute keine Energieschleudern mehr sein. Topeffiziente 65“ Riesen begnügen sich heute mit ca. 60Watt. Da steht einem energetisch vertretbaren Kinoerlebnis in den eigenen vier Wänden nicht mehr viel entgegen. Die weniger erfreuliche Botschaft: Geräte der neuesten Generation, die mit UHD und allen erdenklichen Zusatzfunktionen ausgestattet sind, langen hinsichtlich Stromverbrauch erheblich stärker zu. Bei wirklich großen Formaten sind Leistungsaufnahmen deutlich oberhalb von 150W oder gar 200W keine Seltenheit. Noch schlimmer zeigt sich die Situation bei den Plasma-TVs, die teilweise auch ohne modernste Features gegen 200W benötigen. Von Plasma-Geräten sollte man heute daher jedenfalls die Hände weglassen.

 

Und wie sieht es mit der Umweltfreundlichkeit im Allgemeinen aus? Aspekte wie Materialeffizienz und Recycling werden vorläufig noch stiefmütterlich behandelt. Gesetzliche Anforderungen diesbezüglich auf EU-Ebene befinden sich jedoch bereits in Vorbereitung. 

 

Immerhin gibt es hinsichtlich Materialeffizienz auch positive Entwicklungen zu vermelden. Die LED-Technologie und ein sehr schlankes Design lassen heute eine Minimierung des Materialeinsatzes bezogen auf die Größe der Geräte zu. Wurden 42“ Geräte der ersten Generationen mit einer teilweise mit einem Gewicht von 40kg ausgeliefert, so bringen vergleichbare LED LCD-Geräte heute gerademal 10-15kg auf die Waage. 

 

Eine möglichst gute Ökobilanz erfordert darüber hinaus auch ein recyclinggerechtes Design, dass eine möglichst weitgehende Separierung von Bauteilen und Materialien für die End- und Wiederverwertung ermöglicht. Die aktuellen Vorbereitungen für entsprechende Verordnungen auf EU-Ebene gehen in die entsprechende Richtung. Lesen Sie hierzu unseren Beitrag im Januar 2015. 

 

Unsere Tipps:

- Prüfen Sie kritisch, ob UHD, Curved TV oder 3D für Ihre spezifischen Nutzungsgewohnheiten im Alltag etwas bringen. Für die typische durchschnittliche Nutzung ergeben sich durch die neuen Technologien zumindest vorläufig kaum Vorteile.
- Achten Sie darauf, dass bei aller Fülle an smarten Funktionen auch ein effizientes Energiemanagement zur Verfügung steht (Regelung der Bildschirmhelligkeit, sensorgesteuerte Abschaltung, Abschaltbarkeit von Hintergrundfunktionen etc.)

-Beachten Sie grundsätzlich Produkttests und informieren Sie sich zu topeffizienten Produkten in unserer Gerätedatenbank. Link zu ausgewählten toplisten

 

Auf topprodukte.at finden Sie unter anderem:

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Quelle: shutterstock.com/Africa Studio



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