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Kühl- und Gefriergeräte: Eiskalt Energie sparen  

Was wäre ein Sommer ohne Kühlschrank? Wahrscheinlich eine totale Katastrophe. Kühl- und Gefriergeräte sind aber nicht nur an den heißen Tagen, sondern dank permanentem 24-Stunden-Betrieb übers ganze Jahr gefordert. Dem Dauerläufer unter den Hausgeräten sollte man daher auch besondere Aufmerksamkeit widmen – beim Kauf und später natürlich auch im Betrieb. Ansonsten wird schnell unnötig Energie und Geld verschwendet.   


Das Bild zeigt eine Kühl-/Gefrierkombi mit geöffneten Türen.
Quelle: Liebherr

Wie beträchtlich diese Verschwendung sein kann, erkennt man schon allein daran, dass Kühl- und Gefriergeräte bis zu 15 Prozent des häuslichen Stromverbrauchs ausmachen können. Kühl- und Gefriergeräte sind im Dauereinsatz. Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, sorgen sie dafür, dass Obst und Gemüse knackig bleiben, halten Joghurt und Fleisch über Tage frisch und die von den Kindern geliebten Tiefkühlpommes gefroren. Dabei hängt der Stromverbrauch freilich auch stark davon ab, welche Bauart im Einsatz ist. Kühlgeräte mit Gefrierfach benötigen verständlicherweise mehr Energie, als Kühlschränke ohne Gefrierteil. In Sachen Energieverbrauch beinahe gleichauf liegen dagegen Gefriergeräte sowie die – vor allem für Wohnungen sehr beliebten – Kühl-/Gefrierkombinationen. Wobei bei den Kombigeräten, der Gefrierteil natürlich wesentlich kleiner ist, als bei reinrassigen Gefriergeräten. Ein Beispiel: Nimmt man eine Kühl-/Gefrierkombi mit einem jährlichen Stromverbrauch von rund 125 kWh her, dann bietet diese einen 80 Liter Gefrierteil und einen 194 Liter Kühlteil. Eine im Verbrauch vergleichbare Kühltruhe (127 kWh/Jahr) bietet dagegen einen Gefrierteil-Nutzinhalt von 240 Litern – und natürlich keinen Kühlteil. Eine Übersicht über den konkreten Energieverbrauch, mit allen wichtigen Daten und Fakten zu den einzelnen Bauarten finden Sie in der topprodukte-Liste.  


Stromfressende Oldtimer

Für den Energieverbrauch wesentlich entscheidender als die Bauart und die Größe, ist das Alter des verwendeten Kühlgeräts. Ist beispielsweise ein zehn Jahre altes Gerät im Einsatz, dann haben Sie mit ziemlicher Sicherheit einen echten Stromfresser im Haushalt. Dank neuer Dämmstoffe, leistungsfähigeren Kompressoren und verbesserter Bauweise verbrauchen neue Geräte nämlich oft nur noch halb so viel Energie wie der technologische Oldtimer. Hier kann sich eine Neuanschaffung auch dann lohnen, selbst wenn das alte Gerät noch funktioniert – vor allem, wenn das Kühlgerät nicht mindestens Effizienzklasse A entspricht. Steht eine größere Reparatur des Altgeräts an, dann sollten Sie bereits bei einem fünf Jahre alten Gerät ein neues Modell in Betracht ziehen. Beide Ratschläge gelten aber freilich nur für den Fall, wenn Sie bei der Neuanschaffung zu besonders energieeffiziente Geräte (A+++) greifen.


Abgesehen vom Energielabel gilt es beim Kauf einige weitere Punkte zu beachten. Nebst der gewünschten Bauart etwa die Gerätegröße – sofern diese nicht durch die Gegebenheiten am Aufstellungsort (z.B. bereits vorhandene Einbauküche) grob vorgegeben ist. Als Faustregel gilt für einen Zwei-Personen-Haushalt, dass 140 Liter Nutzinhalt vollauf genügen. Pro zusätzlicher Person sollte man dann weitere 30 bis 40 Liter hinzurechnen. Kaufen Sie aber keinesfalls ein zu großes Gerät, beispielsweise „zur Sicherheit“. Halbleere Kühlschränke (und auch halbleere Gefrierschränke) arbeiten nämlich extrem ineffizient. Apropos Inhalt: Um die verbrauchte Energie möglichst sinnvoll zu nutzen, sollte das Gerät immer zu zwei Drittel gefüllt sein – allerdings nicht mit Lebensmitteln, die eigentlich bereits zu entsorgen wären!  


Nicht vernachlässigen sollten Sie übrigens auch die zu erwartende Lärmentwicklung, vor allem dann, wenn das Gerät im Wohnraum steht. Gute Kühlschränke liegen heutzutage allesamt unter 40 dB, was einem Flüstern oder dem Geräuschpegel einer leisen Wohnstraße entspricht. Allerdings sind die Geräusche je nach Modell unterschiedlich: Es kann Blubbern, Surren oder aber auch Glucksen sein. Je nach individuellem Gehör kann man das als sehr störend empfinden, selbst wenn der Kühlschrank eigentlich superleise ist.


Fällt die Wahl auf eine Kühl-/Gefrierkombi, ist es zudem vorteilhaft, wenn das Gerät über zwei Regelkreise verfügt. Das heißt, Kühl- und Gefrierteil können unabhängig voneinander geregelt werden. Fährt man nun in den Urlaub, kann man beispielsweise den Kühlschrank abschalten, den Gefrierschrank aber weiterlaufen lassen – das spart wertvolle Energie.  


Gefriertruhe in den Keller

Steht ein Keller zur Verfügung, sollte man übrigens die Finger von Kühl-/Gefrierkombis lassen. Eine im Keller platzierte Gefriertruhe (Gefrierschränke brauchen generell mehr Energie) arbeitet aufgrund der geringeren Umgebungstemperatur nämlich wesentlich effizienter, als das Kühlgerät in der Küche. Überhaupt sollte man auf den Aufstellungsort achten: Kühlgeräte nicht neben Hitzequellen (Herd, Heizung) oder in die direkte Sonneneinstrahlung stellen. Je kühler die Umgebung, desto weniger Energie wird verbraucht: Bereits ein Grad bewirkt einen um fünf Prozent geringeren Energiebedarf.  


Richtige Bedienung entscheidet

Wie wesentlich die richtige Bedienung des Kühlgeräts für seine effiziente Arbeitsweise ist, hat jetzt übrigens eine britische Studie zum Thema „Überhöhter Energieverbrauch bei Kühlgeräten“ enthüllt. Die drei häufigsten Gründe, warum ein Kühlgerät mehr Strom verbraucht, als eigentlich nötig, sind allesamt auf Bedienungsfehler zurückzuführen. Ganz oben auf der Liste steht der Dauerbetrieb im „Schnellkühl“-Modus. Hier arbeitet der Kompressor durchgehend mit 100 Prozent Leistung. Wenn also diese Funktion genutzt werden muss, ausschalten nicht vergessen. Im schlimmsten Fall kann sich dadurch der Energieverbrauch nämlich sogar verdoppeln.  


Rang zwei nimmt die besonders intensive Nutzung des Kühlgeräts ein. Die Türen werden (zu) oft geöffnet, wodurch immer wieder warme Luft in das Innere strömen kann. Besser ist es, sich zuvor (etwa vor dem Kochen) zu überlegen was man alles braucht und die Türe so nur einmal zu öffnen. Empfehlenswert ist es auch, vorhandene Leerräume mit Getränke-Flaschen oder Tetra Paks aufzufüllen. Sie wirken dann als eine Art „Kältespeicher“. Aber Achtung: Den Kühlschrank nicht allzu vollfüllen, weil dadurch die notwendige Luftzirkulation im Inneren behindert werden kann.   


An der dritten Stelle der Energieverschwender-Sünden rangiert bereits die falsche Temperatureinstellung. Meist ist die Temperatur viel niedriger gewählt, als eigentlich nötig. Generell gilt eine Temperatur von 7 °Celsius als ideal – wobei diese in der Mitte des Geräts gemessen werden sollte. Ist kein Thermostat vorhanden, messen Sie einfach händisch nach. Als Faustregel gilt aber: Die Reglerstufen 1 und 2 sollten eigentlich genügen, nur im Sommer muss man eventuell auf 3 bzw. 4 hochregeln. 


Passt die Temperatur im Kühlgerät, dann ist es im unteren Bereich immer kälter und im oberen wärmer. Diesen Kältezonen angepasst sollte auch die Befüllung sein. Im obersten Fach fühlen sich beispielsweise Käse & Co. sehr wohl, in der Mitte die Milchprodukte (Joghurt usw.) und ganz unten (über der Glasplatte) Fleisch und Fisch. Die Fächer unter der Glasplatte sind wiederum ideal für Obst und Gemüse, sie sorgt für einen zusätzlichen (Frische-)Schutz. Je nach Hersteller werden diese Fächer oft als BioFresh oder aber auch 0-Grad-Zone vermarktet. Apropos Zonen: Spezielle Mehrzonen-Geräte bieten inzwischen sogar Fächer mit getrennt einstellbaren Temperaturen – zum Teil auch mit unterschiedlicher Luftfeuchte – an. Zu den wärmsten Bereichen im Kühlschrank zählen übrigens die Fächer in den Türen: Hier sollte man Butter, Eier, Marmeladen oder etwa Getränke verstauen.  


Weg mit dem Frost

Ganz schlecht für die Effizienz sind Eisschollen in Kühlschrank, Eisfach und Gefriergerät. Sehr häufig sind daher auch schon so genannte NoFrost-Geräte anzutreffen, wobei diese Funktion nur die Gefrierteile (in Gefriertruhen, -kästen und Kombigeräten) betrifft. Vereinfacht gesagt senkt die NoFrost Technologie die Feuchtigkeit im Inneren des Gefrierschrankes, wodurch die Eisbildung reduziert wird. Der Energieverbraucht von NoFrost-Geräten liegt um und 20 Prozent höher, als bei Geräten ohne diese Technik (allerdings auch nur, solange diese nicht vereist sind). Im Energieeffizienz-Label ist dieser zusätzliche Verbrauch aber bereits berücksichtigt.


Nicht mit NoFrost verwechseln darf man die so genannte Abtau-Automatik vieler Kühlschrank-Modelle. Selbst wenn sich diese Technik je nach Hersteller und Modell unterscheidet, das Prinzip ist immer dasselbe: Sobald der Kompressor zum Stillstand kommt, schaltet sich eine in die Rückwand integrierte Heizung ein, um das entstandene Eis zu schmelzen. Das geschmolzene Wasser wird in einer Rinne gesammelt und durch eine Abflussöffnung abgeleitet.  


Sind keine Geräte mit NoFrost und Abtauautomatik im Einsatz, sollte man dieses abtauen, sobald die Eisschicht fünf bis sieben Millimeter dick ist. Oder sich die Gelegenheit dazu ergibt, beispielsweise weil man in Urlaub fährt und das Gerät ohnehin abschaltet.  


Regelmäßig kontrollieren sollte man dabei auch die Türdichtungen und die Lüftungsschlitze. Im Laufe der Zeit können Dichtungen spröde werden und schrumpfen, so kann kalte Luft entweichen und die Kühleffizienz herabsetzen. Gleichzeitigt sollten die Lüftungsschlitze sauber sein, damit die vom Gerät erzeugte Wärme gut abgeleitet werden kann. Ist dies nicht der Fall, kann der Kompressor schnell überhitzen und defekt werden. Im schlimmsten Fall besteht hier dann sogar Brandgefahr.  


Tipp: Nicht alles gehört in den Kühlschrank

Ach ja: Nicht alles bleibt im Kühlschrank länger haltbar und frisch. Vielen Lebensmitteln schadet Kälte sogar und manche brauchen es einfach nicht kühl:

  • Gurken und Tomaten enthalten viel Wasser und verlieren im Kühlschrank das Aroma. Außerdem schrumpelt die Gurke im Gemüsefach. Gurken und Tomaten sollte man übrigens nicht nebeneinanderlegen. Auch Auberginen und Zucchini fühlen sich im Kühlschrank nicht sehr wohl.

  • Erdäpfel sind kälteempfindlich. Besser im kühlen, dunklen Keller lagern.

  • Südfrüchte: Bananen, Mangos, Ananas bekommen braune Stellen.

  • Knoblauch und Zwiebel besser in einem Tontopf aufbewahren.

Lesetipp: Study of Over-Consuming Household Cold Appliances    


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Quelle: shutterstock.com/Africa Studio



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