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Kaufratgeber für Elektrofahrräder  

Der Frühling ist die perfekte Zeit um das Fahrrad wieder rauszuholen und kurze, aber auch längere Wege umweltfreundlich zu bestreiten. Falls Sie ihre täglichen Autofahrten nicht schon durch Radfahren ersetzt haben, können Sie jetzt auch auf komfortable Weise damit beginnen: Die Hälfte aller PKW-Fahrten ist kürzer als 5 km und kann mit Pedelecs und E-Bikes bewältigt werden. Das ist ökologischer, gesünder, günstiger und oft sogar schneller.


Junge Frau fährt mit einem Pedelec.
Quelle: shutterstock.com/Microgen

Pedelec steht für "Pedal Electric Cycle". Es handelt sich dabei um ein Fahrrad, das durch einen eingebauten Elektromotor die Tretbewegungen unterstützt. Der Motor unterstützt, solange in die Pedale getreten wird und riegelt bei einer Geschwindigkeit von maximal 25 km/h ab. Damit gilt das Pedelec in Österreich als Fahrrad, d.h. es besteht keine Versicherungs- oder Helmpflicht. Ob es sich um ein Pedelec laut Gesetz handelt, erkennt man am Österreichischen Prüfzeichen CE- EN 15194. Für Pedelecs gelten auch die für Fahrräder vorgeschriebenen Sicherheitsvorschriften der Fahrradverordnung (z.B.: weißer Rückstrahler nach vorne, roter Rückstrahler nach hinten, gelbe Seitenrückstrahler, Glocke, …)


Im alltäglichen Sprachgebrauch werden Pedelecs oft als E-Bikes bezeichnet, obwohl sie sich von einem E-Bike wesentlich unterscheiden: Im Unterschied zum Pedelec kann der Motor beim klassischen Elektrofahrrad auch ohne Treten eingesetzt  werden und es kann Geschwindigkeiten von über 25 km/h erreichen. Manche dieser E-Bikes gelten als Motorfährräder und müssen zugelassen und versichert werden. Andere wiederum entsprechen nicht den gesetzlichen Anforderungen für Kraftfahrzeuge.


Bevor Sie sich für ein Pedelec entscheiden, zahlt sich eine Testfahrt mit ihrem Favoriten jedenfalls aus. Sollten Sie das E-Bike vor allem für eine bestimmte Strecke, z.B. Ihren Arbeitsweg kaufen, dann sollten Sie es am besten auf dieser Strecke testen. Oft vermieten Geschäfte auch die Modelle, die sie verkaufen.


Die Leistung der eingesetzten Muskelkraft wird beim Fahren mit dem Pedelec in etwa verdoppelt. Diese Unterstützung wird durch einen Akku mit Strom ermöglicht, der jederzeit mit einem Ladegerät an einer normalen 220 Volt Steckdose aufgeladen werden kann. Das Aufladen dauert, je nach Akku, zwei bis sechs Stunden. Akkus unterliegen einer Alterung und müssen deshalb nach 3-5 Jahren ersetzt werden (500-1000 Ladezyklen). Die Ladekapazität nimmt nach etwa 500 Ladezyklen langsam ab. Die häufigste Akku-Art für Pedelecs sind Lithium-Ionen Akkus, diese sind umweltfreundlich und überstehen auch Nutzungspausen recht gut. Außerdem sind sie auch für schlechtes Wetter geeignet, da ihr Leistungsverlust bei kühlen Temperaturen verhältnismäßig gering ist.


Wichtig ist beim Kauf darauf zu achten, dass die Akkus leicht abnehmbar bzw. auswechselbar sind, was einerseits für die Ladung und andererseits für den Austausch mit einem Ersatz-Akku vorteilhaft ist. Außerdem sollte der Akku über ein Schloss zum Sichern verfügen, damit man den Akku nicht immer mitnehmen (und tragen!) muss, wenn man das Rad an öffentlichen Plätzen abstellt.


Auch die Distanz, die mit einem vollen Akku zurückgelegt werden kann, ist von Pedelec zu Pedelec unterschiedlich und sollte vor dem Kauf abgeklärt werden. Die Reichweite ist von  mehreren Faktoren abhängig, wie u.a. der Topografie, dem Gewicht und der Leistung des Fahrenden. Die Reichweite jedes Modells variiert je nach Einsatzgebiet (Stadt, Berg, Tour)– Ihr zukünftiges E-Bike sollte vor allem in dem Bereich eine gute Reichweite haben, in dem es hauptsächlich eingesetzt werden wird.


Weitere Faktoren, die Sie beim Kauf beachten sollten:

  • Achten sie beim Testen, auf die Gangschaltung und insbesondere darauf, ob sich diese auch bergauf leicht schalten lässt.  
  • Sind die Knöpfe am Bedienelement auch während der Fahrt leicht zu bedienen? -         
  • Bei normalen E-Rädern (bis 25km/h Unterstützung) braucht das Rad eine per Dynamo oder Batterie betriebene Beleuchtung. Schnelle E-Räder (bis 45km/h Unterstützung) benötigen eine Beleuchtung, die über den Akku gespeist wird.   
  • Lässt sich das E-Rad gut tragen? Bei den Stufen in den Keller zählt nicht nur das Gewicht, sondern auch, ob Sie das Rad  gut halten bzw. hochheben können.
  • Je nach Bedarf sollte notwendiges Zubehör wie Kindersitze oder Anhänger gut befestigt werden können.
  • Gibt der Hersteller eine Garantie auf den Akku, die über die gesetzliche Gewährleistung hinausgeht? Empfehlenswert sind bspw. zwei Jahre oder 1000 Ladezyklen.
  • Stellt Ihnen Ihr Händler während einer eventuellen Reparatur oder bei Akkuversagen einen Ersatz zur Überbrückung zur Verfügung? Besonders wenn das Einschicken des Rades notwendig ist, kann das eine Weile dauern. 

Wenn Sie sich schließlich für ein Pedelec oder E-Bike entschlossen haben, gibt es noch einige Hinweise, die Ihnen Ihr Leben als Pedelec-Lenker und -Lenkerin angenehmer machen.

  • Im Gegensatz zu Autos, laufen Pedelecs bei hoher Drehzahl am sparsamsten, ganz genau genommen: Bei einer Trittfrequenz von 60 – 70 Kurbelumdrehungen pro Minute. Bei langsamer Trittfrequenz in schweren Gängen muss der Motor mehr Leistung erbringen als der Mensch – das kostet an Energie!
  • Auch ständiges Beschleunigen und Bremsen kostet Energie. Am effizientesten fährt, wer mit gleichbleibender Geschwindigkeit unterwegs ist. Es sei denn, Sie entscheiden sich für ein Pedelec, das  auch die Bremsenergie zum Laden des Akkunutzt (sogenannte Rekuperation). Die Rekuperation wird oft als Verkaufsargument herangezogen. In der Praxis sind häufig aufgrund der geringen Masse keine großen Effekte  zu erwarten. Außer Sie fahren häufig Talabfahrten. Dort wird die Bremskraft durch die Rekuperation zusätzlich unterstützt und damit auch der Verschleiß  der Bremse vermindert.   
  • Clevere Routenplanung: Höhere Durchschnittsgeschwindigkeiten als mit dem normalen Rad => Route mit wenig Ampeln kann schneller und Akku schonender sein, weil man weniger Stop-and-Go hat. Helfen können dabei praktische Fahrradnavigations-Apps wie Bike Citizens.
  • Auch die Radpflege kann sich auf die Reichweite auswirken: Wer regelmäßig seine Kette ölt und den Reifendruck im Auge behält, hat weniger Rollwiderstand und kommt so weiter.  
  • Wer das Rad vor allem für längere Touren benötigt, sollte die Anschaffung eines Zweit-Akkus andenken. Damit kann man die absolute Reichweite verdoppeln und ist nicht auf Ladepausen angewiesen.

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Quelle: shutterstock.com/Africa Studio


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