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Geschirrspüler: Gut informiert ist halb gespart!  

Ist das Eco-Programm wirklich das sparsamste? Und stimmt es, was auf den Energieeffizienzlabeln angegeben ist? Eine aktuelle Schweizer Untersuchung fühlt dem Energieverbrauch von Geschirrspülern auf den Zahn und liefert gleichzeitig wertvolle Energiespartipps.  


Frau räumt den Geschirrspüler ein
Quelle: shutterstock/ HconQ

Die gute Nachricht gleich vorweg: Die aktuelle Studie hat keinerlei Hinweise darauf ergeben, dass Hersteller bei den Label-Angaben für Geschirrspüler schummeln. Das heißt: Im Gegensatz zu den Abgaswerten zahlreicher Dieselfahrzeuge von VW stimmen die Verbrauchsangaben auf den Energieeffizienzlabels wirklich mit den tatsächlichen Werten überein. Geschirrspüler haben also kein integriertes, intelligentes „Testprogramm“, um bei offiziellen Energieverbrauchstests mit besonders guten Werten zu glänzen.  


Apropos Energie-Label: Energiesparende A+++-Geräte benötigen pro Jahr rund 190 (60 cm Modelle) bzw. 180 kWh (45 cm Modelle). Im Vergleich dazu schlagen sich die Energieeffizienzklasse A+ Modelle mit einem bis zu 20% höheren Stromverbrauch zu Buche. Eine genaue Auflistung der sparsamsten Geschirrspüler finden Sie übrigens in den topprodukte.at Produktlisten:  


Nischenbreite 60 cm

» Integrierbar

» Vollintegrierbar

» Stand

Nischenbreite 45 cm

» Integrierbar

» Stand


Die Studienautoren kritisieren zwar, dass auch die derzeitigen Standardtests zu Verzerrungen beim Ergebnis führen können, allerdings sei dieses Problem durch die bereits im Vorjahr erfolgte Anpassung der Testmethode schon wieder aus der Welt geschafft. Wurden Reinigungs- und Trockenleistung bislang in zwei voneinander unabhängigen Durchläufen gemessen, so sieht der neue Messstandard (er ist ab 2018 Pflicht) beispielsweise nur noch einen kombinierten Testlauf vor. Gleichzeitig wurde auch die standardisierte Befüllung der Geräte an die Anforderungen eines modernen Haushalts angepasst – unter anderem werden mehr Plastikgeschirr, Kaffeetassen und Glasschüsseln eingesetzt.  


Gut gefüllt, mehr Effizienz  

Zu den größten Energieverschwendern in den Haushalten zählen halbgefüllte Geschirrspüler. Denn selbst wenn eine eigene Funktion für „Halbe Ladung“ zur Verfügung steht werden dadurch nicht die erhofften 50, sondern gerade mal zehn Prozent an Energie eingespart. Zwei Spülgänge mit halb gefüllter Maschine verbrauchen 80 Prozent mehr Energie, als ein Spülgang mit voller Ladung.


Gleichzeitig gebe es für den Konsumenten aber auch zahlreiche Möglichkeiten, den Energieverbrauch der Geräte zu mindern – leider werden diese aber vielfach nicht genutzt, weil die Informationen nicht gleich ins Auge stechen. In den Bedienhandbüchern würden die einzelnen Zusatzfunktionen nämlich oft stiefmütterlich behandelt und zu wenig transparent dargestellt. „Dadurch kann der Energieverbrauch dann höher sein, als auf den Energielabeln eigentlich angegeben“, heißt es in der Studie.  


Ein einfaches Beispiel dazu: Ist das Geschirr nur leicht verschmutzt, reicht das integrierte „Kurzprogramm“ zur Reinigung oft völlig aus. Damit lassen sich auch schnell bis zu 30 Prozent an Energie im Vergleich zum Eco-Programm einsparen. Wählt man hier stattdessen das (eigentlich stromsparendere) Eco-Programm aus UND aktiviert gleichzeitig die Zusatzfunktion(!) „Kurz“ oder „Zeitsparen“ kann sich der Energieverbrauch schnell um 30 bis zu 50 Prozent erhöhen. Klingt auf den ersten Blick vielleicht überraschend, ist aber so.  


Studium der Bedienungsanleitung lohnt sich!  

Es zahlt sich also aus, einen – mitunter auch etwas ausführlicheren – Blick in die Bedienungsanleitung zu werfen. Das gilt umso mehr, wenn Sie sich gerade ein neues Gerät zugelegt haben. Sie finden dort sämtliche Verbrauchs- und Programmdaten und zudem auch zahlreiche Energiespartipps. Sehr wichtig dabei: Behalten Sie Ihren individuellen Spülbedarf im Hinterkopf und wählen Sie danach die richtigen Programme beziehungsweise Zusatzfunktionen aus.  


Ein – im wahrsten Sinne des Wortes – „heißer“ Energiespartipp ist übrigens auch die Verwendung eines Warmwasseranschlusses – sofern ein solcher vorhanden ist und das Geschirrspüler-Modell das unterstützt. Vorausgesetzt das Warmwasser wird mit niedrigen Betriebskosten bereitet, sind hier Einsparungen von bis zu 20 Prozent möglich. Bietet der Geschirrspüler ein eigenes „Heißwasser-Programm“, kann die Energieeinsparung sogar sagenhafte 90 Prozent erreichen.  


Unbedingt zu empfehlen ist die Nutzung eines Warmwasseranschlusses, wenn das Wasser durch Solarenergie oder Wärmepumpe erhitzt wird. Kommt eine Öl- oder Gasheizung zum Einsatz, hängen die Einsparmöglichkeiten natürlich vom Wirkungsgrad der Heizungsanlage und kurzen Leitungswegen ab. Generell gilt in Sachen Leitungsweg: Müssen mehr als zwei Liter Wasser gezapft werden, bevor die Wassertemperatur 45 °C erreicht, ist der Einsatz nicht sinnvoll.    


Energiespartipps:

  • Schalten Sie nur gefüllte Geschirrspüler ein und verwenden Sie dabei nach Möglichkeit das Eco-Programm.
  • Leicht verschmutztes Geschirr lässt sich unter Umständen auch mit dem „Kurzprogramm“ energieschonend reinigen.
  • Beachten Sie das Bedienhandbuch: Dort wird der spezifische Energieverbrauch eines jeden Spülprogramms aufgelistet. ·        
  • Ein Vorspülen des Geschirrs ist nicht nötig, beseitigen Sie nur grobe Essensreste.
  • Nutzen Sie einen Heißwasseranschluss, sofern vorhanden und vom Gerät unterstützt.
  • Schalten Sie Zusatzfunktionen nur dann ein, wenn unbedingt nötig.
  • Kontrollieren Sie, ob bei Ihrem Gerät auch wirklich alle Energiesparfeatures aktiviert sind.
  • Überprüfen Sie regelmäßig den Zustand des Geschirrspülers. Säubern Sie Siebe und Düsen und auch die Dichtungen sollten überprüft werden.


Lese-Tipp: Dishwashers: Testing the energy variability related to different uses (A. Michel, E. Bush, J. Nipkow; Topten International; Mai 2017)

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Quelle: shutterstock.com/Africa Studio


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