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Die Feiertage können kommen: Groß Aufkochen und Strom sparen

Wenn’s in der Küche wieder heiß hergeht, wird nicht nur viel Schmackhaftes zubereitet, sondern auch viel Energie verbraucht. Mit ein paar einfachen Maßnahmen können Sie nicht nur den Stromverbrauch senken, sondern sich auch viel (Koch-)Zeit ersparen.


Frau steht vor Backrohr.
Quelle: shutterstock.com/Simon van Berg

1988 wurde im Schweizer Fernsehen von Herrn Ogi eine besonders energieeffiziente Methode um Eier hart zu kochen präsentiert. Dazu wurde Fingerbreit Wasser in einer Pfanne aufgekocht und danach die Herdplatte ausgeschalten. Zum Fertigkochen der Eier wurde lediglich die Restwärme genutzt. Dieses Beispiel zeigt sehr anschaulich, dass man beim Kochen mit einfachen Tipps sehr leicht Energie sparen kann.


Kochmethode bestimmt Energieverbrauch


Im Rahmen der Studie „Energieeffizienz von Kochmethoden“ des Schweizer Testzentrums SALT (Swiss Alpine Laboratories for Testing of Energy Efficiency) wurde die Ogi-Methode nämlich erneut aufgegriffen – und konnte auch 25 Jahre nach ihrer „TV-Erstpräsentation“ wieder überzeugen. Nur der Eierkocher benötigte noch weniger Energie. Nebst Eiern wurden anlässlich dieser Studie übrigens auch Kaffee, Kartoffeln, Teigwaren und Fertigpizzen auf verschiedene Arten zubereitet und dabei der jeweilige Stromverbrauch gemessen. Die Resultate zeigen durchgehend, dass die Wahl der Kochmethode einen sehr großen Einfluss auf den Stromverbrauch hat – die Unterschiede zwischen der effizientesten und ineffizientesten Methode können hier locker das Acht- bis Zehnfache betragen. Daher auch das Fazit der Wissenschaftler: Schon mit einfachen Verhaltensanpassungen und effizientem Kochgeschirr lässt sich sehr viel Geld sparen.


Und das ist eine Erkenntnis die man sich vor allem in Hinblick auf die nahenden Festtage zu Herzen nehmen sollte. Immerhin wird in den kommenden Tagen allerorten wieder aufgekocht bis sich die Tische biegen und die Herdplatten glühen – jetzt freilich nur bildlich gesprochen. Auf einen Punkt sollte man trotz der feierlichen Stimmung und festlichen Vorfreude nicht vergessen: aufs Energiesparen. Die folgenden Tipps und Tricks können nämlich nicht nur Ihre Stromrechnung senken, auch beschleunigen sie in vielen Fällen den Kochvorgang. Schließlich ist es ja viel schöner, die Zeit mit seinen Liebsten vorm Christbaum, anstatt in der Küche zu verbringen.


Von Töpfen, Deckeln und heißer Luft


Die Küche ist generell der energieintensivste Raum der Wohnung. Allein fürs Kochen und Backen wendet ein Vier-Personen-Haushalt durchschnittlich etwa 450 Kilowattstunden Strom auf. Verschiedene Untersuchungen haben gezeigt, dass sich dieser Verbrauch kräftig senken lässt, zumal die Sparmöglichkeiten zahlreich sind und von der Herd- und Backofentechnologie über die richtigen Pfannen bis hin zu einfachen Verhaltensänderungen reichen.


Viele Tipps davon sind außerdem schon lange bekannt. Wie etwa diese Topf-Deckel-Sache, die nicht nur in Liebesangelegenheiten, sondern ganz besonders in der Küche gilt. Wer mit zugedeckter Pfanne bzw. Topf kocht, spart nicht nur viel Strom, sondern verkürzt auch die Garzeiten der Gerichte. Zudem sollte man darauf achten, dass die Töpfe zur verwendeten Kochstelle des Elektroherds passen und einen möglichst glatten Boden haben. Nur so kann die Wärme von der Kochplatte über eine große Auflagefläche weitergegeben werden kann. Ist der Topf nur zwei Zentimeter kleiner als die Herdplatte, verbraucht man bis zu 30 Prozent mehr Energie. Wer außerdem Dampfkochtöpfe und Isolierpfannen einsetzt, kann die Zahl der Kilowattstunden weiter senken. Gleiches gilt, wenn man die Herdplatten etwa zehn Minuten vor dem Ende der Garzeit ausstellt und die Restwärme nutzt. Das hat übrigens auch schon ein gewisser Herr Ogi vor 30 Jahren gewusst.

Doch nicht nur die Töpfe sind wichtig, sondern auch das, was sich darin befindet. Gemüse, Eier und Kartoffeln müssen nicht komplett von Wasser bedeckt sein. Es genügt, wenn diese größtenteils im Dampf garen – muss viel Wasser erhitzt werden, braucht das nämlich viel Energie. Das Kochwasser von Nudeln sollte man auch erst nach dem Aufkochen salzen, da sich sonst der Siedepunkt nach hinten verlegt. Noch besser wäre es freilich, wenn man das Wasser zuvor in einem Wasserkocher erhitzt, da dieser immer noch die schnellste und günstigste Variante dafür ist.

Gilt es nur kleinere Gerichte aufzuwärmen ist eine Mikrowelle sicherlich die bessere Wahl. Erst bei größeren Mengen lohnt es sich, den Herd anzuwerfen. Im Idealfall handelt es sich dabei zudem um einen Induktionsherd, da dieser das Kochgeschirr direkt erhitzt. Dafür benötigt man allerdings spezielle Pfannen aus Gusseisen oder magnetischem Edelstahl. Übrigens: Ein Energieeffizienzlabel für Kochplatten wird man übrigens vergeblich suchen – ein solches gibt es nicht.


Kuchen Backen


Sehr wohl gibt’s aber eine Energieeffizienzklasse bei Backöfen – und darauf sollte man bei einer Neuanschaffung unbedingt achten. Betrachtet man nämlich die Energiekosten über mehrere Jahre, können schnell mehrere hundert Euro zusätzliche Stromkosten zwischen effizienten und weniger effizienten Geräten liegen. Eine besondere Rolle beim Stromverbrauch spielt dabei die Größe des Backofens. Modelle bis zu 35 Litern gelten als klein, bis zu 65 Litern als mittelgroß und alles darüber hinaus wird als Großgerät gehandhabt. Große Backöfen machen freilich nur dann Sinn, wenn er auch entsprechend ausgenutzt wird. Die energieeffizientesten Backöfen unterschiedlichster Größen finden Sie wie gehabt in unseren topprodukte-Listen finden.


Auch wenn in vielen Rezepten dazu geraten wird, den Backofen vorzuheizen: Verzichten Sie nach Möglichkeit drauf. Nutzen Sie die Wärme des Backofens sofort nach dem Einschalten, um unnötige Stromkosten zu vermeiden. Lediglich bei Speisen, bei denen man eine Kruste haben möchte, kommen Sie ums Vorheizen nicht herum. Ansonsten ist das Gericht gar, noch bevor die Oberfläche knusprig ist. Nach Möglichkeit sollten Sie auch immer die Umluft-Funktion verwenden. Damit lassen sich nicht nur verschiedene Speisen gleichzeitig zubereiten, auch können Sie die Temperatur um bis zu 20 Grad nach unten regulieren und brauchen damit weniger Energie als bei Ober- und Unterhitze. Noch idealer ist es, wenn Ihr Backofen auch ein Dampfgarer ist. Diese arbeiten sehr energieeffizient, reduzieren die Kochzeit und gehen sehr sorgsam mit den Speisen um: Der Eigengeschmack und wichtige Vitamine werden beim Dampfgaren bewahrt.

Strom sparen kann man übrigens auch, wenn man den Backofen schon ein paar Minuten vor Ende der Backzeit ausschaltet und die Restwärme nutzt. Ach ja, und es muss auch nicht immer gleich der Backofen sein. Sollen nur ein paar Brötchen aufgebacken oder ein paar Maroni zubereitet werden, klappt das auch vorzüglich mit einem Plattengriller.


Nährstoffe, die aus der Kälte kommen


Sehr gerne wird der Backofen ja auch dazu genutzt, um tiefgekühlte Speisen schneller aufzutauen. Das ist keine gute Idee. Tiefkühlkost sollte man rechtzeitig aus dem Gefrierfach nehmen und bei Zimmertemperatur auftauen. „Noch besser ist es, tiefgefrorenes Fleisch einen Tag vor dem Gebrauch aus dem Gefrierfach zu nehmen und im obersten Fach des Kühlschranks aufzutauen. Nicht nur, dass das Fleisch dadurch langsamer und schonender auftaut, wird die überschüssige Kälte auch noch an den Kühlschrank abgegeben, der somit weniger arbeiten muss“, rät topprodukte.at-Experte Thomas Bogner.


Apropos Tiefkühlkost. Diese hat ja immer noch ein kleines Imageproblem gegenüber frischem Gemüse – völlig zu Unrecht übrigens. Zwar enthält frisch geerntetes Obst und Gemüse besonders viele wichtige Nährstoffe, allerdings reagieren diese sehr empfindlich auf Licht, Wärme und Sauerstoff. Frisches Obst und Gemüse sollte man daher schnell essen, ohne lange Transport- oder Aufbewahrungszeit. Dagegen wird Tiefkühlkost bereits wenige Stunden nach der Ernte eingefroren. Mineralstoffe und Vitamine bleiben bei durchgängigen Minusgraden somit auch weitgehend erhalten. Eine Studie der Universität Hamburg zeigt beispielsweise, dass sich der Vitamin-C-Gehalt roher Erbsen nach sieben Tagen Lagerung bei Raumtemperatur bereits deutlich verringerte, während sich der Gehalt bei einer zwei Jahre andauernden Tiefkühllagerung bei -25 Grad kaum veränderte.


Ein weiterer Pluspunkt: Tiefkühlprodukte sind auch nicht so klimaschädlich, wie oft angenommen. Wie eine Untersuchung des Freiburger Öko-Instituts zeigt, liegen die Treibhausgasemissionen frischer bzw. tiefgekühlter Ware sehr nah beieinander. Um hier gleich bei den zuvor erwähnten Erbsen zu bleiben: Deren Klimabilanz wird zu 38 Prozent von unserem Verhalten beeinflusst, also auch durch die Art der Zubereitung.


Gutes Gelingen beim energieeffizienten Kochen wünscht topprodukte.at

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Quelle: shutterstock.com/Africa Studio

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