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E-Tankstellen: Welche Möglichkeiten gibt es im privaten und öffentlichen Bereich

Ein Schlüsselfaktor zum raschen Durchbruch der Elektromobilität ist die zur Verfügung stehende Ladeinfrastruktur. Vieles hat sich in den vergangenen Jahren bereits verbessert, vieles ist allerdings noch zu tun. Eine schwer zu durchschauende Preisgestaltung sowie die Inkompatibilität mancher Ladesysteme untereinander machen den E-Mobilisten immer noch das Leben schwer.


Das Bild zeigt die Umrisse eines Autos, die mit einem Kabel gelegt wurden.
Quelle: shutterstock.com/

Elektroautos sind und bleiben ein besonders aktuelles Thema. Nicht zuletzt die sich zuspitzende Diesel-Diskussion – samt drohender Fahrverbote – rückte die Frage nach alternativen Antriebsmodellen noch stärker in den Mittelpunkt. Und hier ist es vor allem der Elektroantrieb, dem eine große Zukunft vorausgesagt wird. Aktuell ist der Elektroauto-Anteil am gesamten Straßenverkehr freilich noch ziemlich überschaubar, sehr starke prozentuelle Zuwächse bei den Neuzulassungen machen allerdings Hoffnung auf mehr. Dabei mithelfen soll auch das E-Mobilität-Förderpaket des klimaaktiv mobil-Programms. Gestartet Anfang 2017 gibt’s noch bis Ende 2018 (bzw. solange Fördermittel zur Verfügung stehen) eine finanzielle Unterstützung beim Kauf eines Elektrofahrzeugs. Genauere Details dazu finden Sie auf der Webseite www.umweltfoerderung.at bzw. als Kurzfilm aufbereitet.  


Laut Statistik Austria waren mit Ende 2017 14.618 reine Elektroautos auf den heimischen Straßen unterwegs. 2016 waren es noch 9.073 E-Autos. Damit wurden im vergangenen Jahr 5.545 reine Elektroautos neu zugelassen. Zum Vergleich: Insgesamt liegt der Pkw-Bestand in Österreich bei etwa 4,9 Mio. Fahrzeugen.  


Knackpunkt ist die Infrastruktur

Über die konkreten Stärken und Schwächen der E-Autos konnten Sie hier auf topprodukte.at ja bereits ausführlich lesen, unter anderem auch, wie es um die Reichweiten der Fahrzeuge bestellt ist. Bleibt damit also nur noch die Frage, wie sich die Ladeinfrastruktur hierzulande präsentiert? Die gute Nachricht gleich vorweg: Das Angebot an Ladestationen wird immer umfangreicher. Vor allem bei Neubauten bzw. Renovierungen von Einkaufszentren, Parkhäusern, Wohnanlagen usw. werden bereits in der Planung fixe Lademöglichkeiten vorgesehen. Gleichzeitig schreitet auch die Akkutechnologie zügig voran und erlaubt immer effektivere Energiespeicher. Und dennoch, von den Reichweiten fossiler Verbrennungsmotoren sind die Elektroflitzer noch weit entfernt. Was sich allerdings nur auf den ersten Blick schlimm wirkt: Laut „Österreich unterwegs“ und dem gemeinsam von Klima- und Energiefonds sowie dem VCÖ (Verkehrsclub Österreich) herausgegebenem Faktencheck E-Mobilität, sind nämlich 94 Prozent aller Autofahrten der österreichischen Bevölkerung kürzer als 50 km. Die durchschnittlich pro Tag gefahrene Strecke liegt demnach bei 34 km, in ländlichen Gebieten etwas mehr als im urbanen Raum. Nahezu alle E-Autos am Markt sind in der Lage, diese 50 km zwei- bis fünfmal ohne Nachladen zu bewältigen.  


Zuhause wird gerne geladen

Da verwundert es auch nicht, dass fast 90 Prozent aller Elektrofahrzeuge zu Hause aufgeladen werden, weniger als zehn Prozent das Stromnetz unterwegs anzapfen und nur knapp fünf Prozent Schnell-Ladestationen nutzen.


„Die eigene Ladestation ist auch die einfachste Möglichkeit, dem Fahrzeug zu frischer Energie zu verhelfen. Im Grunde reicht hier nämlich eine normale Steckdose – allerdings dauert das auch am längsten“, weiß Christof Horvath vom topprodukte.at Redaktionsteam. Für eine Batterie mit 30 Kilowattstunden (kWh) werden in etwa 13 Stunden veranschlagt. Bezahlt wird der Strompreis, den Sie auch im Haushalt haben. Nimmt man einen durchschnittlichen kWh-Preis von 20 Cent, dann schlägt sich ein Ladevorgang mit rund sechs € zu Buche. Reichen diese 30 Kilowattstunden –vorsichtig gerechnet- dann für etwa 200 Kilometer, kosten 100km umgerechnet 3 €. Zum Vergleich: für einen „Verbrenner“ fallen rund 7 € an… Vorsicht: Bevor Sie Ihr Fahrzeug an eine normale Steckdose hängen, sollten Sie sicherstellen, dass die Haus-Elektroinstallation in einem guten Zustand ist. Steckdosen und Kabel sind normalerweise nicht auf Dauer-Volllast ausgerichtet, weswegen es schnell – im wahrsten Sinne des Wortes – brandgefährlich werden kann.


Um vieles schneller (und auch sicherer) funktioniert der Ladevorgang mit einer so genannten Wallbox. Allerdings muss diese zuerst auch angeschafft und installiert werden. Die Kosten dafür reichen von ca. 1.000 bis 3.500 € – je nach gewünschter Leistungsfähigkeit der Wallbox und ob dafür eventuell auch Umbauten an der hauseigenen Elektroinstallation nötig sind. Die Auswahl an Ladestationen ist vielfältig. „Grundsätzlich gilt: Die Ladestation muss in Sachen Steckertyp und maximaler Ladeleistung zum E-Auto passen und darf zudem auch das hauseigene Stromnetz nicht überfordern“, so Christof Horvath. Um die Suche nach der richtigen Ladestation zu erleichtern, finden Sie auf topprodukte.at nicht nur einen Ratgeber mit allem Wissenswerten (inkl. Fördermöglichkeiten) rund um dieses Thema, sondern natürlich auch die entsprechenden Produktlisten.


» Ladestationen mit einer Leistung bis zu 4,6 kW

» Ladestationen mit einer Leistung bis zu 11 kW
» Ladestationen mit einer Leistung bis zu 22 kW


Weitere Informationen zur Wallbox und deren Installation liefern außerdem themenaffine Elektrobetriebe, Ladestationen-Anbieter selbst sowie Ihr Energieversorger.


Laden on tour

Ist dann doch einmal eine weitere Ausfahrt geplant, muss man auf die öffentliche Ladeinfrastruktur zurückgreifen. Laut www.e-tankstellen-finder.com gibt es derzeit 2.547 E-Tankstellen in Österreich. Diese Zahl darf man übrigens nicht mit Ladepunkten verwechseln, da pro E-Tankstelle oft mehrere Ladepunkte vorhanden sind. Vereinzelt finden sich sogar öffentliche Stromtankstellen, an denen kostenloses Laden möglich ist. Diese Lademöglichkeiten werden gerne von Einkaufszentren und größeren Handelsketten als Werbemöglichkeit angeboten. Eine Übersicht kostenloser Stromtankstellen in Österreich finden Sie unter www.goingelectric.de.    


Bei den anderen Ladestationen muss für die Energie bezahlt werden, wobei die Anbieter unterschiedliche Kartensysteme (so genannte Ladekarten) nutzen. Sehr oft sind diese Anbieter nämlich regionale Energieversorger, Autohersteller (BMW, Tesla, VW usw.) und auch branchenfremde, wie etwa der Lebensmitteldiskonter Hofer. Das Problem: Nicht mit jeder Ladekarte kann an jeder E-Tankstelle bezahlt werden und auch nicht jede E-Ladestation akzeptiert Kreditkarten. Einen kundenfreundlichen Ausweg bietet hier seit kurzem das so genannte eRoaming. Damit kann man an sehr vielen (ca. 1.300) öffentlichen Ladestationen in Österreich Strom laden – unabhängig davon, ob man mit dem Betreiber der Ladestation einen Vertrag hat oder nicht. Mit dabei sind hier elf führende Energieunternehmen, die ihre Ladestationen zu einem flächendeckenden Lade-Netz zusammengeschlossen haben. Diese eRoaming-Ladestationen sind übrigens speziell gekennzeichnet. Die Abrechnung erfolgt im Nachhinein direkt über den eigenen Vertragspartner.  


Ladekosten im Tarifdschungel

Alles andere als einfach zu beantworten ist auch die Frage, wie viel ein Ladevorgang kostet. Abgesehen davon, dass es hier zahllose unterschiedliche Tarife gibt (teilweise mit monatlichen Grundgebühren), verrechnen viele Anbieter nicht die abgegebenen Kilowattstunden, sondern pro Minute und angebotener Ladegeschwindigkeit. Da heißt es genau rechnen und zu wissen, wie viel Energie das eigene E-Auto aus der Ladestation ziehen kann. Lädt man beispielsweise an einer 22 kW-Ladestation auf, die Auto-Hardware kann aber nur 7,2 kW beziehen, zahlt man zwar für 22 kW, bekommt aber nur 7,2 kW. Zur Kasse gebeten wird man übrigens auch, wenn das E-Auto an der Ladesäule bleibt, obwohl es schon vollständig geladen ist.  


Generell gilt also: E-Autos laden ist derzeit noch nicht so einfach wie das Tanken an normalen Tankstellen. Meist benötigt man vorab eine Ladekarte eines Anbieters – die dann aber nicht zwangsläufig überall akzeptiert wird. Sind also längere (sprich: bundesländerübergreifende) Fahrten geplant, sollte man unbedingt einen Vertrag mit einem bundesweiten Anbieter oder bei einem anbieterübergreifenden System (eRoaming), abschließen.  

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Quelle: shutterstock.com/Africa Studio

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