topprodukte.at bei FacebookSocial Media:
Bereiche

Wählen Sie hier zwischen 'Haushalt' und 'Unternehmen' für themenspezifische Seiteninhalte und Produktkategorien

Services
Kontakt

Wünsche, Anregungen, Kritik und Bestellungen von Informationsmaterial:
E-Mail: office@topprodukte.at

zurück zur Übersicht  |  Drucken

Neue EU-Abgasnormen räumen mit unrealistischen Werten bei Verbrauch und Emissionen auf

Strengere Testverfahren simulieren „echtes“ Fahrverhalten: Die Ergebnisse werden näher beim realen Verbrauch liegen. Dadurch werden Angaben bei Verbrauch und CO2 um rund 20%steigen, auch die NoVA wird höher.


Heck Auto
Quelle: pixabay/chunchun

Viele Autokäuferinnen und -käufer kennen die unerfreuliche Erfahrung: Die tatsächlichen Treibstoffverbrauchswerte und damit auch die Emissionen des neu gekauften Pkw sind deutlich höher als in den Herstellerangaben dargestellt. Das soll nun mit den neuen Normen und Testverfahren beendet werden“, erklärt topprodukte.at-Experte Thomas Bogner die Hintergründe der Abgasnormen Euro 6c und 6d-TEMP. Bisher wurden die Werte nämlich unter Laborbedingungen erhoben, die den Herstellern viel Spielraum für Optimierungen ließen. Nun ist ein neu entwickeltes Messverfahren (Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure – WLTP) verpflichtend, das deutlich realitätsnäher ist. Ebenso wird nun erstmals nicht mehr nur am Prüfstand, sondern real auf der Straße getestet. Verpflichtend werden die Tests auf der Straße ab September 2019 sein. Eine Übersicht der Fahrzeugmodelle, die den Normen 6c und 6d-TEMP entsprechen, finden Sie in den topprodukte.at Kategorien Mobilität Benzin und Mobiität Diesel. Darüber hinaus lassen sich die Fahrzeuge nach Kriterien wie Leistung, Kraftstoffverbrauch, CO2-Emissionen etc. reihen.   


Realistische Werte beim Testverfahren

Nach rund 25 Jahren wurde das NEFZ-Prüfverfahren (Neuer Europäischer Fahrzyklus) für Fahrzeuge in der EU durch das neue Prüfverfahren WLTP ersetzt. Die Messung findet weiterhin auf dem Prüfstand statt und schreibt standardisierte, reproduzierbare und vergleichbare Prüfbedingungen für alle Fahrzeughersteller vor. Beim neuen Testverfahren wurden einige Kriterien geändert und dem durchschnittlichen Fahrverhalten besser angepasst, was zu realitätsnäheren Ergebnissen führt und Vergleiche von Verbrauchs- und Emissionsangaben für Fahrzeuge ermöglicht. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt nun realistischere 131 km/h (früher 120 km/h), die Durchschnittsgeschwindigkeit rund 47 km/h (statt 33 km/h). Außerdem wurde die Testdauer deutlich verlängert sowie Standzeit und Stoppanteil reduziert. Darüber hinaus wurde die Länge der Fahrtstrecke auf 23 Kilometer erhöht und damit verdoppelt. Die Verbrauchswerte müssen nun für alle Ausstattungsvarianten angegeben werden. „Durch diese Änderungen entspricht das Messverfahren stärker dem typischen Fahrverhalten in der Praxis. Die Angaben zu den Normverbrauchswerten und zum CO2 Ausstoß neuer Fahrzeuge werden mit dem praxisnäheren Testverfahren um rund 20 Prozent steigen“, erläutert Bogner. Autofahrerinnen und -fahrer können sich damit in Zukunft auf realitätsnähere Angaben bei Verbrauch und Emissionen neuer Pkw-Modelle verlassen.


WLTP und NEFW - wo liegen die Unterschiede?

Vergleich NEFZ und WLTP Werte

*1 Stoppanteil: Anteil der Standzeit an der gesamten Zyklusdauer


NoVA ab 2020 höher

Für Autobesitzerinnen und -besitzer sind die CO2-Emissionen nicht zuletzt auch für die Berechnung der Normverbrauchsabgabe (NoVA) ausschlaggebend. Wenn die CO2-Emissionen steigen, wird daher auch die NoVA teurer. Die NoVA wird noch bis Ende 2019 mit dem alten Messverfahren (NEFZ) berechnet, ab 2020 kommen die realistischeren WLTP-Werte zum Einsatz.  


Erstmals auch Messungen auf der Straße

„Ab 1. September 2019 kommt es zu einer weiteren Verschärfung: Denn auch wenn die Abgaswerte grundsätzlich gleich bleiben, wird dann zum ersten Mal verpflichtend auf der Straße gemessen“, erläutert Bogner die Hintergründe des sogenannten Real-Driving-Emissions-Verfahrens (RDE), das mit der Euro 6d-TEMP verpflichtend wird (ab 1.9.2019 für Neuzulassungen). Die im RDE-Verfahren ermittelten Emissionswerte dürfen die Werte der Prüfstandmessung um 110 % übersteigen. So liegt der Stickoxid-Grenzwert (NOx) für Diesel-Pkw für das Prüfstandverfahren bei 80 mg/km, für die Straßenmessung jedoch bei 168 mg/km. Mit der Euro 6d (ab 1.1.2020) dürfen Pkw im Realbetrieb dann nur mehr 50 % mehr Stickoxide ausstoßen als im WLTP.


Überblick: Ab wann gilt welche Norm?


Euro 6c – WLTP-Messverfahren

Ab 1.9.2017: verpflichtend für die Typgenehmigung für neue Pkw-Typen in Europa

Ab 1.9.2018: für alle neu zugelassenen Pkw  


Euro 6d TEMP – RDE (Straßentest)

1.9.2019 verpflichtend für alle neuzugelassenen Pkw  


Euro 6d – RDE

Ab 1.1.2020 dürfen die Abgase im Straßentest nur mehr 50 Prozent über den Werten am Prüfstand liegen.



zurück zur Übersicht  |  Drucken

Faktencheck


BizQuiz

Screenshot BizQuiz

Reparaturratgeber

» Hier geht's zum Reparaturratgeber


Quelle: shutterstock.com/Africa Studio

Ratgeber

» Ratgeber zu Lampen, Haushaltsgeräten und TVs

 Newsletter

Sie möchten den topprodukte.at Newsletter direkt in Ihr Postfach bekommen oder haben eine Ausgabe versäumt?

» Hier finden Sie alle Ausgaben des topprodukte.at Newsletter

» Anmeldung unter klimaaktiv.at


Kids-Corner

» Mit den Top-Energie-Detektiven die Welt der Energie entdecken!





topprodukte.at Partner:
Bitte beachten Sie die datenschutzrechtlichen Informationen für die Verarbeitung Ihrer Daten. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Datenschutzerklärung und Cookie-Policy